Hallo meine Lieben,

auch ich melde mich nun zurück. Ich bin zwar schon letzten Samstag, 06.03.11 wieder im guten alten und kalten Deutschland gelandet, aber hab jetzt doch noch eine Ecke gebraucht, um alle Eindrücke sacken zu lassen und mich wieder einzuleben.
Aber jetzt geht’s los: mit einer Art Reisetagebuch. Für euch. Wenn es euch interessiert – und ich hoffe, das tut es … Zumindest ein bisschen  ;o)

Aufgeteilt wird das Reisetagebuch in 3 Teile. Heute beginne ich mit dem 1. Teil: Sydney, wo wir vom 10. – 16. Februar 2011 waren. Here we go  :o)

Gestartet sind wir am Mittwoch, 09.02.11 um 12 Uhr in Frankfurt, um dann am Donnerstag abend gegen 21 Uhr (australische Zeit) in Sydney zu landen. Nach den fast 24 Stunden, die wir unterwegs waren, waren wir ziemlich geschafft und haben uns auf unser Hotelbett gefreut. Aber nix da, erstmal mussten wir die „Immigration“ hinter uns bringen. Da wir auf unserem Einreiseformular angegeben haben, Essen dabeizuhaben, wurden wir zu einem jungen Mann gelotst, der unser Essen unter die Lupe nahm. Ihr müsst wissen: die Aussies haben was dagegen, wenn man Essen mitbringt. Egal, ob Obst, Gemüse, Süßigkeiten, Brot … ganz egal. Man darf (im Normalfall) nichts mit einführen. Und wenn du doch etwas dabei hast, was du nicht angemeldet hast, kriegst du Ärger. Richtigen Ärger.
Aber das haben wir ja schon dadurch umgangen, dass wir es auf dem Formular angemeldet haben. Und was hatten wir dabei? Kathrin (eine gute Freundin von mir, die mich begleitet hat) einen Apfel. Und ich abgepackten Weihnachtsstollen für meine Freundin Ute, die schon seit 5 Jahren drüben lebt und die total darauf steht – denn die Aussies kennen sowas nicht.
Ja, dann haben wir dem Typen – nachdem er uns seine Deutsch- und Spanischkenntnisse gezeigt hat; er hat jeweils von 1 bis 3 gezählt – den Apfel hingelegt. Den er gleich beschlagnahmt hat. Dann fragte er „You have something else?“ Wir haben bejaht, ich wollte schon die Sachen auspacken, scherzt er „Oh … let me guess … an apple and … mhhh … a banana?“ Wir haben ihn perplex angeschaut, woraufhin er wohl dachte, dass er Recht hat und meinte dann nur „okay, it’s alright. Have a nice stay in Sydney!“ Glück gehabt  :o)
Wir haben uns dann ein Taxi geschnappt und sind in unser Hotel gefahren, haben das Zimmer bezogen, unseren Mädels Bescheid gegeben, dass wir da sind und haben dann geschlafen.

Am nächsten Tag begann dann erstmal unser Sightseeing. Da ich mich schon auskannte, durfte ich Reiseführerin spielen. Von unserem Hotel, welches im Bezirk „Pott’s Point“, nicht unnahe des bekannten Viertels „King’s Cross“, lag, waren es nur 10 Gehminuten in das Herz Sydney’s, ins „CBD“ (Central Business District), wo man eigentlich alle Sehenswürdigkeiten auf ca. 3 km² vorfindet.
Etwas unter den ungewohnten sommerlich warmen 25° C leidend, begannen wir die Tour am Anzac War Memorial (welches für alle Gefallenen im 1. Weltkrieg als Gedenkstätte erbaut wurde; je gefallenem Soldaten befindet sich 1 Stern an der Decke. Es sind insgesamt 120.000 Sterne.), durch den Hyde Park, am Parliament vorbei zu den Royal Botanic Gardens mit vieeeeeeeeelen Fledermäusen (die halten sich dort tagsüber kopfüber auf, um dann bei Anbruch der Dämmerung raus an die Strände zu fliegen, um dort nach Nahrung zu suchen), einigen riesigen Bäumen, Kakatus usw. Wenn man die Royal Botanic Gardens durchquert, gelangt man auch zu den Wahrzeichen Sydneys: der Sydney Opera und der Harbour Bridge (spaßeshalber „Coathanger“ genannt).
Das ist einfach alles so beeindruckend … da haben wir uns erstmal in die „Searock Bar“ gesetzt und was getrunken. Mit Blick auf die Opera und die Harbour Bridge. Ich sage euch: das hat schon was!!!  :o)

Damit war das Sightseeing eigentlich auch abgeschlossen, viel mehr gab es im CBD nicht zu sehen. Und wir waren – Dank der „Hitze“ – erstmal fix und alle.
Lustigerweise hat genau in dem Moment Kris (unsere andere Freundin, die für 6 Monate unten lebt) angerufen und uns gefragt, wo wir uns aufhalten und ob wir Ute auf der Arbeit besuchen wollen. Da waren wir natürlich sofort dabei – aber, wie sollten wir zu dem Treffpunkt kommen, den uns Kris vorgeschlagen hat? Ganz einfach: in den Bus „333“ steigen, den Busfahrer bitten, Bescheid zu geben, wenn man bei den „Victoria Baracks“ ankommt und Kris dort treffen (ihr müsst wissen: die Bushaltestellen sind nicht unbedingt ausgeschildert, wie sie heißen). Wir also in den Bus, den Busfahrer nett gefragt, er sagte „okay“ und hingesetzt. Der Bus fuhr und fuhr, er wurde immer voller und wir hatten schon Angst, dass uns der Busfahrer vergessen haben könnte. Bis es auf einmal total laut durch den Bus hallte „Next stop: Victoria Baracks“ – alle haben sich umgeschaut, wer diese Information brauchte und wir zwei waren natürlich geoutet  ;o)
Nachdem wir dann Ute auf der Arbeit besucht hatten, machten wir noch ein Date für’s Abendessen aus. Wir gingen ins „Caffe Roma“ – und selbst gegen 22 Uhr war es schwer, nen Tisch zu kriegen, weil das Restaurant aus allen Nähten platze. Aber lecker war’s … :o)

So, Samstag. Was wollten/sollten wir anstellen? Ganz einfach: shopping!!!!! Es gibt nichts Schöneres für Shopping-Victims, als die George Street und die Pitt Street mit ihren Geschäften und Malls! Dort haben wir auch tolle Musiker gesehen und gehört. Hier ein Beispiel:

Nach dem Powershopping haben wir nicht mehr viel gebraucht … erstmal einen leckeren Kaffee von Gloria Jean’s – dort waren wir eh mindestens 1x am Tag zu finden – und abends gemütlich ins Kino in „No strings attached“ mit Ashton Kutcher und Natalie Portmann (deutscher Titel: „Freundschaft plus“).

Sonntag – nächste Runde Shopping!!! Diesmal bei Bondi Junction, wieder eine riesige Mall und wir mittendrin. Ich sage euch: in Sydney kann man Geld los werden … Vor allem war die Sommermode – die jetzt erst bei uns „in“ wird – reduziert, da es dort ja mittlerweile Herbst ist. Da freut sich das kleine Fashion-Victim-Herzchen  ;o)

Montag. Heute wollten wir uns „das Gründungsviertel“ anschauen. Den Ort, an dem am 26. Januar 1788 Sydney gegründet wurde: The Rocks . Dort gibt es viel zu sehen, viel zu staunen und vieles zu erfahren. Über Sydney, den Stadtteil „The Rocks“, über Australien im Allgemeinen. Und man hat von dort einen wunderbaren Blick auf den Circular Quay, von wo die Fähren ablegen, und auf die Opera. Dort befindet sich auch das „Overseas Passenger Terminal“; dort legen die ganz großen Schiffe dieser Welt mit ihren vielen reiselustigen Passagieren für einige Tage an, bevor sie weitersegeln. Zwei Ozeantitane davon durften auch wir bewundern … aber erst in der nächsten Woche. Mehr dazu später in „Chapter 3 – Back to Sydney“ .
Außerdem haben wir uns den Darling Harbour angesehen und haben nicht nur sehr gut, sondern auch recht teuer bei „Casa di Nico“ gegessen. Aber da sind wir ja selber schuld, da wir Blick auf den Darling Harbour während dem Essen hatten. Ihr müsst wissen: sobald man Blick auf irgendetwas hat (Opera, Harbour Bridge, das Meer, den Darling Harbour usw), zahlt man auch dafür. Aber gut – wir kommen ja nicht alle Tage nach Down Under :o)
Zu guter letzt haben wir noch China Town und den Worldsquare unsicher gemacht. Das sollte es dann aber auch für diesen Tag gewesen sein.

Dienstag. Zuerst haben wir in aller Herrgottsfrühe unsere Wäsche gewaschen und getrocknet. Unser Hotel hatte eine eigene Laundry – jedoch waren die Maschinen bzw. Trockner dauerbesetzt. Also mussten wir etwas früher aufstehen, um auch die Gelegenheit zu bekommen, unsere 7 Sachen zu waschen.
Auf Mittag sind wir dann zu Ute gefahren, da sie uns zum Mittagessen eingeladen hat. Nach einem leckeren Lunch, sind wir dann an den Bronte Beach gegangen (Ute und Kris wohnen nur 10 Gehminuten vom Bronte Beach weg). Auf dem Weg sind wir an Heath Ledger’s ehemaligem Haus vorbeigekommen. Da wir ja irgendwie das leckere Essen wieder „loswerden“ mussten, haben wir uns überlegt, den „Coastal Walk“ zu machen. Dieser Walk verbindet die um Sydney liegenden Strände miteinander. Angefangen beim berühmten Bondi Beach, sowie Bronte, Coggee, Tamarrama usw …
Wir haben in der Mitte angefangen, da wir uns eh am Bronte Beach befanden und sind Richtung Tamarama Beach gelaufen. Auf dem Weg haben wir wahnsinnig viele Sportfanatiker getroffen, die in der größten Mittagshitze gejoggt oder gewalkt sind. Aber knackig braun waren sie auch alle, musste man ihnen lassen (nicht so wie ich, die aufgrund eines heftigen Sonnenbrandes hochgeschlossen unterwegs war in der Hitze)!
Am Bondi Beach angelangt, und somit am einen Ende des Great Coastal Walks, haben wir uns noch einen leckeren Chai Latte gegönnt, bevor wir mit einem Stadtbus zurück zur Bondi Junction und anschließend mit der U-Bahn zurück nach King’s Cross fuhren.

Mittwoch. Zeit, die Koffer neu zu packen! Am folgenden Tag wollten wir nach Cairns fliegen, also haben wir unsere Koffer umgepackt, sodass wir für unseren kurzen Aufenthalt dort nur 1 Koffer statt 2 gebraucht haben (den übrigen Koffer konnten wir bei Ute unterstellen).
Nachdem das soweit erledigt war, haben wir uns auf den Weg in den Zoo gemacht. Nicht in irgendeinen Zoo, nein, in den Taronga Zoo ! Nur 10 Minuten mit der Fähre vom Circular Quay entfernt, liegt ein total schön am Hang angelegter Zoo, von wo man jederzeit Blick auf das CBD hat. Einfach toll. Hab ich schon erwähnt, dass ich Erdmännchen liebe? Die sind so toll … denen kann man den ganzen Tag zusehen, wie sie unsinniges Zeugs machen. Aber seht ganz unten selbst, was wir so gesehen haben.

Der Einzige, der mir ein bisschen einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, war Mr. Wombat. Von ihm wollte ich ein supertolles Foto für die liebe Chocowaffel machen, weil sie Wombats so toll findet. Und dann??? Schläft der Mr. Wombat. Aber nicht nur kurz, sondern gleich die vollen 4 Stunden, die wir im Zoo waren …

Abends waren wir noch in China Town essen. Mongolian Seafood. *yummy*
Nach dem Essen wäre uns Ute dann noch fast vor ein Auto gelaufen, weil wir 4 Mädels am Dauerquatschen waren. Glücklicherweise konnten wir sie irgendwie zurückbeordern von der Straße, der heranrauschende Audi hatte sie zum Glück nicht erwischt.
Dafür war ein neuer Insider geboren „Ute randomly hit by an Audi“ – Ich muss euch den Witz erzählen: in Australien gibt es zwar auch Ford, allerdings heißen die in Down Under „Holden“. Von Holden gibt es ein Modell, das heißt „Ute“. Bei der Schlagzeile hätte jeder gedacht „ach, wieder ein Autounfall“. Ich weiß, es ist nicht witzig … trotzdem ein neuer Insider für uns 4  ;o)

Tja, das war es schon mit dem Chapter 1. Alles erzählt soweit.
Ich hoffe, euch macht es Spaß, meinen Trip nach OZ nachzuverfolgen und ich hoffe es kommt auch rüber, WIE TOLL es einfach dort unten ist und war …

Also denn, see ya around at Chapter 2!!!

Eure Karina

 

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