So, meine Lieben. Jetzt ist es soweit. Hier bekommt ihr nun den dritten und letzten Teil meines „Reisetagebuches“ zu lesen; 20. – 25.02.2011 in Sydney. Viel Spaß dabei  :o)

Sonntag, 20.02.2011. Noch früh um 09:25 Uhr cairns’sche Zeit sind wir in den Flieger gestiegen, um dann gegen 13:30 Uhr (nicht vergessen: Daylight Savings Time!) wieder in Sydney anzukommen. Was während dem Flug ein wunderbarer Moment für mich war: ich habe ihm Landeanflug auf Sydney die Opera, die Harbour Bridge und das CBD gesehen. Das ist nochmal was ganz anderes, so aus der Luft *schwärm*
Nachdem wir unser Gepäck eingesammelt hatten, ging es „heim“ ins Hotel. Mit einiger Verzögerung (wir wollten mit dem Airport-Link – also der U-Bahn – zum Hotel fahren, aber ausgerechnet an dem Wochenende waren Bauarbeiten und wir sind dann daher in einen Shuttle Bus ausgewichen) sind wir dann wieder in unserem Hotel, der Springfield Lodge, angekommen. Wer war an der Rezeption? Unser Freund Bill :o) Er hat uns ausgequetscht, wo wir in der Zwischenzeit waren und wir haben bereitwillig erzählt. Ihr müsst ihn euch so vorstellen: groß, braun gebrannt, schneeweiße Haare, Pilotenbrille, total witzig und so ca. 70 Jahre alt. So ein knuffiger Opi halt :o)
Bill „So … there were no bushfires, cyclones or the flood?“ Der Witzbold … Aber wir sind drauf eingestiegen und haben uns noch gut unterhalten.
Nachdem wir dann unser Zimmer bezogen hatten, sind wir auf die Idee gekommen, dass wir unsere 7 Sachen waschen könnten. Also sind wir wieder zu Bill an die Rezeption und haben nach den entsprechenden Münzen gefragt, um die Automaten in der Laundry bedienen zu können. Bill hat irgendwas erzählt, keine Ahnung, was er sagte oder was er wollte. Wir haben nur den Schluss verstanden, der lautete sinngemäß „… so you have to wash your clothes, otherwise you have nothing to wear. Ay?” Und da war sein Spitzname geboren: Nuschel-Bill, weil der liebe Bill so sehr genuschelt hat, dass wir so gut wie nichts verstanden haben ;o)
Später am Tag, so gegen 17 Uhr haben wir uns dann wieder in die U-Bahn und in den Bus gesetzt, um uns mit Kris am Bronte-Beach zu treffen. Wir sind wieder in eines unserer Lieblingsrestaurants mit Blick auf Bronte gegangen, in die „Bronte Lounge“. Natürlich haben wir gleich unsere Erlebnisse erzählt und dabei viel gelacht.
Da der Tag ja noch jung war, haben wir an diesem Abend den Rest des „Coastal Walk“ gemacht, diesmal den östlichen Teil. Wir sind am Bronte-Beach gestartet, sind eine ganze Weile gelaufen und haben uns schließlich am Coggee-Beach auf eine Bank gesetzt und haben immer noch gequatscht. Alte Tratschweiber ;o) Wir haben uns da echt ein tolles Plätzchen rausgesucht: um uns herumtollende Hunde, Familien/Freunde haben Barbecues gemacht, den Meeresduft in der Nase … einfach schön. Dort haben wir auch einen wunderschönen Sonnenuntergang gesehen. Davon könnt ihr euch bei den Bildern selber überzeugen.

Montag. Heute sollte es in luftige Höhen gehen!!! Wir wollten in den Sydney Tower und von dort den 360°-Ausblick über Sydney genießen. Leider war es erstmal ein schwierigeres Unterfangen, den Eingang zu finden! Als ich 2007 in Sydney war, war das einfacher. Zwischenzeitlich haben die da aber ein neues Einkaufszentrum hingebaut, welches um den Tower rumgebaut war. Komische Sache.
Zufälligerweise haben wir dann Ute bei ihrer neuen Arbeit gesehen und konnten sie nach dem Weg fragen. Sie wusste es allerdings auch nicht. Musste doch der nette Concierge in der Westfield Mall herhalten, der uns dann aber glücklicherweise den Weg zeigen konnte.
Oben angekommen, gerade an der Kasse stehend und zahlend, haben Kathrin und ich dann den kurzfristigen Entschluss gefasst: nur IM Tower rumlaufen – das kann ja jeder. Wir wollen auch OBENDRAUF rumlaufen! Also haben wir den „Skywalk“ mitgebucht. Einfach so. Macht man ja auch nicht alle Tage ;o)

Bevor ich weitererzähle, hier erstmal einige Daten zum Tower, damit ihr euch was drunter vorstellen könnt:
– der Tower ist 305 m bzw. 1.000 Fuß hoch
– er ist genauso hoch wie der Eifelturm
– er ist viermal so hoch wie die Sydney Opera und zweimal so hoch wie die Harbour Bridge
– er wiegt 4.067 Tonnen
– im Jahr wird er von 800.000 Menschen besucht

Ja, jedenfalls waren wir der Meinung, dass wir da oben drauf rumlaufen wollen. Gesagt, getan. Zuerst sind wir im „normalen“ 360°-Ausblick-Bereich rumgelaufen und haben da unsere Fotos gemacht, um 12 Uhr war es dann so weit (merkt ihr was? Wie im Wilden Westen: da ging es auch immer um High-Noon zur Sache): der Skywalk stand an! Wir haben zuerst ein Formular ausgefüllt, dass wir bei Sinnen sind und wissen, was wir tun ;o)
Danach haben wir einen Alkoholtest machen müssen, dann unsere sexy blauen Jumpsuits anbekommen (über die normale Kleidung gezogen) und noch eine Art Sicherheitsgürtel, woran auch ein Drahtseil war, welches jeweils in eine Schiene eingehängt wurde und uns auf dem Pfad behalten hat, oben auf dem Sydney Tower. Alles in allem hat es nur 45 Minuten gedauert, aber es war echt schön! Teilweise war der Boden aus Panzerglas, sodass man bis auf den Boden und die Autos und Menschen runterschauen konnte. Dort haben wir auch Hüpfbilder gemacht. (Es war auch eine Oma dabei, die sah aus wie die Granny aus „Madagascar“, die immer den Löwen Alex verdroschen hat! Aber seht selbst.)
Das war natürlich alles viel zu schnell vorbei – wie die meisten schönen Dinge im Leben. Wir sind dann wieder reingegangen und in die „Preparation Area“, um uns die Jumpsuits auszuziehen. Da hat ein Mann uns angesprochen „What did you do out there? Did you want to jump off the Sydney Tower?!“

Gegen 15 Uhr haben wir uns dann mit Kris in der Pitt Street im Myer Food Court auf nen Kaffee getroffen. Anschließend wollte sie uns diesen einen tollen Schal zeigen, den sie sich kaufen will. Wir sind mitgegangen, um dann festzustellen, dass es sich gar nicht um einen Schal gehandelt hat – sondern um eine Decke! Die hatten das nur so komisch im Schaufenster drappiert, dass es nicht nach einer Decke ausgesehen hat. Ihr könnt euch vorstellen, wie wir uns kaputt gelacht haben :o)

Dienstag. Da war er, der große Tag. Der Tag, an dem sich zwei Ozeanriesen an den Heads treffen und gemeinsam in den Sydney Harbour einlaufen wollten: Queen Elizabeth und ihre Schwester Queen Mary II. Beide Schiffe der CUNARD-Line zeitgleich in Sydney – so etwas gab es zuletzt am 09. April 1941. Damals war es allerdings nicht „Lizzy“ (so haben wir Elizabeth genannt, ging schneller) dabei, denn sie wurde erst im Oktober 2010 durch die Queen in England eingeweiht. „Lizzy“ ist heute (22.02.2011) das erste Mal in Sydney eingelaufen. Und wir hätten live dabei sein können, wenn wir gewollt hätten. Aber die beiden Ladies haben sich bereits um 05:30 Uhr am North- und Southhead getroffen, um dann hintereinander in den Hafen einzulaufen – da haben wir dann doch lieber noch geschlafen. Allerdings haben wir gleich nach dem Aufstehen den Fernseher angemacht und da kam es eh auf jedem Sender – also hatten wir, so gesehen, nichts verpasst ;o)
Trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen, gleich mal selber an den Circular Quay per U-Bahn zu schauen, um uns „Lizzy“ einmal in Lebensgröße anzusehen. Da es ihr erster Besuch in Sydney war, durfte sie in den Sydney Harbour ans Overseas Terminal, ihre ältere Schwester Queen Mary II musste nach Wollomoloo Bay ausweichen. Was tut man nicht alles für seine Schwester ;o)
Von dort aus sind wir dann auch gleich mit der nächsten Fähre nach Watson’s Bay, oder genauer gesagt, zum Gap Park gefahren. Vom Gap Park (Nationalpark) aus kann man den „Southhead“ besteigen und den „Northhead“ zumindest sehen, welche alle Schiffe passieren müssen, wenn sie nach Sydney rein wollen.
Zwischendrin haben uns leider krasse Regenschauer überrascht, sodass wir nach einer Unterstellmöglichkeit suchen mussten. Hierbei habe ich etwas in einem Schaufenster gesehen – das musste ich unbedingt fotografieren. Siehe unten (zur Info: ich besitze einen BlackBerry. Aber der Zettel stammt nicht von mir!)   :o)

Nach der Tour durch den Gap Park haben wir uns mit Ute und Kris am Circular Quay getroffen und sind dann gemeinsam an den Bondi Beach rausgefahren. Dort haben wir ihn dann endlich gefunden: einen BILLABONG-Laden. Ich liebe die Klamotten von Billabong, allerdings bekommt man die in Deutschland schwer oder nur ziemlich teuer. Ihr ahnt es: ich war in meinem Shoppinghimmel angekommen ;o)
Während wir uns so umgesehen haben, hat Kris uns erneut zum Lachen gebracht: sie hat sich im ersten Stock oben Jacken angesehen und auf einmal hat es einen Trümmerschlag getan – und ein männliches Modell war um einen Arm ärmer. Der ist mit einem „Rumms“ auf dem Boden gelandet. Wir konnten uns nicht mehr halten vor Lachen :o)
Aber was soll ich sagen? Der Einkauf war ein voller Erfolg, ich habe Unmengen an Geld dort gelassen. Und der Laden konnte wohl für den Rest der Woche dicht machen, nachdem sie an einem Tag schon den Wochenumsatz eingenommen haben *zwinker*

Mittwoch. Kaum zu glauben, aber nach nur 1 ½ Tagen in Sydney, verließ „Lizzy“ Sydney wieder, um nach Melbourne weiterzusegeln. Das ließen wir uns dann aber nicht entgehen. Wir waren rechtzeitig unterwegs, um um 12:15 Uhr an Ms. MacQuaires Chair zu stehen und „Lizzy“ beim aus dem Hafen auslaufen zuzusehen. Das war schon ein Spektakel. Ganz ohne Witz jetzt. Einfach wunderschön!
Ich habe Leute ja immer belächelt, die bei so etwas von einem Wahnsinnsereignis gesprochen haben bzw. geweint haben. Lacht nicht, aber ich kann es jetzt verstehen. Wie „Lizzy“ aus dem Hafen raus fuhr und dabei von so vielen kleinen Schiffen rausbegleitet wurde … wie sie ihre „Salute Whistle“ gemacht hat und ihre Schwester Queen Mary II darauf geantwortet hat … das ging durch Mark und Bein … und wie der graue Himmel aufgebrochen ist und die Sonne durch kam … Das war irgendwie so erhaben und majestätisch … Einfach nur: Wow. Vielleicht könnt ihr das nicht nachvollziehen, aber es war einfach Hammer. Sogar ich hatte Tränchen in den Augen.
Hier ein Video, welches wir mit unserer Digicam gemacht haben:

Nach diesem wirklich beeindruckenden Schauspiel trafen wir uns mit Ute im Myer Food Court und haben verspätet zu Mittag gegessen. Anschließend sind wir (mal wieder) durch die Pitt Street gegeistert und waren Window-Shopping.

Am Abend wartete dann das nächste Highlight auf Kathrin und mich: Der Bridge Climb. Nachdem wir erst am Montag auf dem Sydney Tower waren, wollten wir nun abends die Harbour Bridge besteigen. Bereits am Vortag hatten wir die Tickets gebucht und gezahlt und heute abend sollte es endlich um 18:55 Uhr soweit sein. Vor uns lag eine 3-Stunden-Tour bei Nacht. Aber die Verlockung, Sydney von oben bei Nacht sehen zu können, war einfach zu groß. Also wollten wir unbedingt da hoch und uns bis zum höchsten Punkt des oberen Bogens vorarbeiten.
Vorher stand allerdings wieder erstmal ein Formular an (denn wir wissen genau, was wir tun), ein Alkoholtest und mal wieder ein Jumpsuit. Diesmal in grau-blau. Nachdem das alles erledigt war, ging es in die „Simulation Area“, wo wir mit Sicherheitsgürtel und Headset ausgestattet wurden und gleich testen durften, wie es ist, die steilen Treppen auf der Harbour Bridge hoch- und runterklettern zu dürfen. Während dieser Übung hat sich gleich unser Tourguide Jack bei jedem persönlich vorgestellt und ausgequetscht, wer woher kommt. Unsere Standardantwort war „area around Munich“ – was sagte Jack drauf „oh, that’s great. My dad’s from Nuremberg.“ Bingo!!! :o)
Nach all dem Vorgeplänkel ging es dann endlich an den eigentlichen Bridge Climb. Es war anstrengend, aber auch total toll. Und die Aussicht, die sich uns geboten hat, war alle Mühen wert – es war der Wahnsinn!!!
Außerdem hatte Jack einen Schwank für uns, als wir am Zenit angekommen waren. Unzwar kommt es regelmäßig vor, dass sich Paare auf der Harbour Bridge verloben. Darüber bekommt man dann auch später ein Zertifikat. Dass man sich eben auf der Harbour Bridge verlobt hat.
Eines Tages kam sein Chef zu Jack und sagte „You’ve got an engagement on your tour.“
Jack war hellauf begeistert. Der Mann wollte seiner Freundin den Heiratsantrag machen und dabei waren seine Familie und ihre Familie. Er hatte es anscheinend als „Sightseeing“ getarnt, da die Familien nicht in Sydney lebten.
Sie stehen oben auf der Brücke, er stellt ihr die alles entscheidende Frage und was sagt sie? Nein, sie sagte nicht, sie schrie „How could you do this to me? This is so embarassing! In front of our families … We talked about it before – I don’t want to marry you!” Autsch!
Jack erzählte, dass sie die Gruppe dann in 2 Gruppen aufteilen und die Tour getrennt fortführen mussten … Das ist schon böse, oder? Irgendwie (wobei der Typ ja selber schuld ist, wenn er wusste, dass sie ihn -noch?- nicht heiraten will. Naja.)

Auf jeden Fall war es echt der Oberhammer! Das in vielen Farben schimmernde Sydney zu deinen Füßen, die beleuchtete Opera … himmlisch. Der Bridge Climb war zwar echt teuer, aber für diese Aussicht hat es sich –meiner Meinung nach- gelohnt. Wir haben auch ein Zertifikat bekommen, dass wir die Brücke hochgeklettert sind. Um 23 Uhr waren wir dann wieder zurück in unserem Hotel und haben die Nacht sehr gut geschlafen :o)  Wie würde Jack sagen? „Alrighty“ (damit hat Jack jede seiner Erzählungen über die Brücke begonnen).

Donnerstag. Ja, was sollte man unternehmen, wenn man nur noch 1 ½ Tage da ist?! Schwierig. Wir haben uns dann dazu entschieden, mit der Fähre nach Manly zu fahren und uns dort etwas umzusehen. Manly hat nämlich den zweitschönsten Strand in Sydney nach Bondi Beach. Das mussten wir uns natürlich ansehen und haben die 30-minütige Fahrt mit der Fähre auf uns genommen. Der Wellengang war recht hoch, daher uns auch leicht schlecht. Aber das kann uns ja nicht von unserem Entdecker-Gen abbringen  ;o)
In Manly angekommen, haben wir erstmal das Gebiet um den Hafen erkundet. Dabei sind wir auf einen Weg gestoßen, auf dem man -wenn man Glück hat- Pinguinen begegnen kann. Wir hatten leider kein Glück. Wahrscheinlich war es den Pinguinen auch nur viel zu warm, als dass sie sich hätten blicken lassen wollen.
Danach sind wir an den Manly Beach gelaufen. Der war schon sehr schön, aber halt trotzdem auch „nur“ ein Strand. Wir haben uns nur wenige Minuten dort aufgehalten, da es auch wahnsinnig warm und kein Schattenplatz mehr frei war.
Also sind wir zurück ins Hotel, haben dort (mal wieder) unsere Wäsche gewaschen und haben rumgegammelt.
Abends sind wir dann nochmal schick essen gegangen, wir vier Mädels. Unzwar sind wir an den Darling Harbour ins „Baia“, das ist ein Italiener. Wir hatten Glück und haben direkt einen Tisch an der Promenade erhalten, von wo wir einen super Blick auf alle Passanten und den Darling Harbour hatten. Es war ein sehr lustiger Abend, mit viel Essen, viel Alkohol (für unsere Verhältnisse) und einer glänzend aufgelegten Kris.
Ihr müsst wissen, dass die Kris eigentlich auch nicht viel verträgt. Sie musste vor unserem Abendessen noch arbeiten (Cateringservice) und hat es leider auch nicht pünktlich um 19.30 Uhr zu unserer Verabredung geschafft. Sie kam dann gegen 21 Uhr an und war schon etwas angetrunken. Also, man hatte zumindest den Eindruck. Spätestens, als sie dann bayerische (Heimat)Lieder anstimmte, haben wir nachgefragt, was mit ihr los ist. Achtung, die Erklärung: „Da war noch so ne Dame, die hat 2 Gläser Sekt gewollt. Die restliche Flasche Sekt hätte ich wegschütten sollen. Das hab ich aber nicht übers Herz gebracht … und hab sie halt allein leergetrunken.“ Jawoll, alles klar  :o)
Als wir dann später gegangen sind, hat uns auch ein Typ angequatscht „You’re having fun, aren’t you?“ Und wie wir unseren Spaß hatten  :o)

Freitag. Der letzte Tag in meinem geliebten Sydney. Und den wollten wir auch noch genießen und auskosten, bevor der Flieger um 16:30 Uhr gen Heimat abheben sollte.
Wir sind also echt früh aufgestanden, um unsere Koffer noch fertig zu packen (mit einer zusätzlich gekauften großen Tasche als Handgepäck haben wir auch alles untergebracht).
Um 8 Uhr haben wir uns dann mit Kris (der es blendend ging) in dem Cafe vor unserem Hotel zum Frühstück getroffen, in der „Petrol Bar“. Leider ging auch dieses Frühstück viel zu schnell rum, um 10 Uhr mussten wir uns schon von ihr verabschieden, da sie zur Arbeit musste. Aber Kris kommt ja im April auch wieder heim nach Deutschland – ist ja auch nicht mehr lange hin *freu*
Danach haben wir uns auf den Weg zur Ute ins Entertainment Quarter gemacht, um auch sie nochmal zu sehen. Und – lacht nicht – wir haben mal wieder 1 Stunde bis zu ihr gebraucht. Wir haben auch wieder den Busfahrer gebeten, uns zu sagen, wann wir bei „Victoria Baracks“ sind (diesmal war es extrem peinlich! Wir stiegen am Taylor Square zu, haben den Busfahrer nett gefragt, er hat irritiert geschaut und gesagt „okay“. Warum er irritiert geschaut hat? Der nächste Stop war schon „Victoria Baracks“ … Wenn wir das gewusst hätten, wären wir das Stück auch noch gelaufen). Lange Rede, kurzer Sinn: wir haben den Weg zur Ute gefunden, auch, wenn es mal wieder länger gedauert hat. Wir haben dann auch nochmal eine German Brezl gegessen und uns mit Ute unterhalten. Allerdings mussten wir auch schon wieder bald gehen, wir haben uns gegen 13 Uhr von ihr verabschieden müssen.
Komischerweise haben wir von Ute’s Arbeit aus wieder den schnelleren Weg gefunden (Frauen und ihre Orientierung, sag ich bloß) und hatten so nochmal die Chance, ein letztes Mal zum Circular Quay zu fahren und der Opera und der Harbour Bridge ein leises „goodbye“ zuzuhauchen…

Der Rest ist schnell erzählt. Wir sind ins Hotel, haben unsere Sachen geholt, haben ein Taxi zum International Airport genommen (wir haben 1 Stunde gebraucht, weil wir in die Rush Hour gekommen sind. Normal sind 30 Minuten.) und eingecheckt. Dann war wieder langes Fliegen angesagt, heimwärts allerdings nur 21 Stunden, wieder mit Zwischenstopp in Singapur. Und dann wurden wir am Samstag, 26.02.2011 von meinem Papa und meiner kleinen Schwester Simone  mit einem Bund Rosen willkommen geheißen.

Das war mein Urlaub. Ein wundervoller, toller, warmer, lustiger, erlebnisreicher und trotzdem viel zu schnell vergangener Urlaub in Down Under…

Und als ich da oben auf dem Zenit der Harbour Bridge stand, das nächtliche Sydney zu meinen Füßen, wusste ich:
Sydney, I’ll be back. And I’ll really miss you. A lot indeed.

Eure Karina

P.S.: Wir haben auch viele Dinge gelernt, so z.B., dass von all unseren Taxi- und Shuttle Bus-Fahrern alle schon einmal in Deutschland waren. Und alle davon eigentlich schon einmal in Heidelberg (ich sollte mir wahrscheinlich echt überlegen, dort auch mal hinzufahren?). Verrückt, oder?

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