Freundschaft. Ein großes Wort, das vieles beinhaltet: Vertrauen und Vertrautheit, ehrliche Gespräche, Gemeinsamkeiten, gemeinsam lachen, Erlebnisse teilen, Toleranz. Für den anderen da sein, wenn er einen am meisten braucht. Jemandem die Wahrheit zu sagen, auch, wenn es weh tut. Aber man nimmt es dankend an, da man weiß, dass es der andere ehrlich mit einem meint und mit seiner Meinung nicht verletzen will.

Haben wir so jemanden gefunden, bezeichnen wir ihn/sie voller Stolz als Freund oder Freundin und wissen, dass wir uns auf ihn/sie verlassen können.

Doch ist es noch „Freundschaft“, wenn von einer Seite nur gefordert wird, ohne etwas zurück zu geben? Wenn die eine Seite nur noch ihre/seine schlechte Laune am anderen auslässt, ihn als Blitzableiter benutzt? Es diese Seite überhaupt nicht mehr interessiert, wie es dem anderen geht?
Und sich der andere, der sich alles anhören darf (und das trotz allem gerne tut), eigentlich nur noch rechtfertigen muss, warum er/sie dieses und jenes so gemacht hat oder so und so über eine Sache denkt? Wenn der andere seine Meinung offen sagt, weil er ehrlich sein möchte, und die andere (fordernde) Seite beleidigt ist und sich tagelang nicht mehr meldet bzw. in einem unangebrachten Ton etwas zurück antwortet, was unter die Gürtellinie geht? Und das mehrfach?

Dann wird es leider unweigerlich so kommen, dass die fordernde Seite zu einem „Freund“ wird…
So schade es um die lange Freundschaft ist. Beide Seiten müssen an einer Freundschaft arbeiten, damit sie bestehen bleibt, weiter wächst, noch größer wird. Nicht nur eine Seite.

Eure Karina

PS: An dieser Stelle möchte ich euch einen Blogeintrag von der lieben Chocowaffel ans Herz legen, da dieser einfach so gut zu diesem Eintrag passt und erklärt, was ich mit „Freund“ meine.

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