In diesem einen Moment scheint alles perfekt. Dieser eine Moment. Nachts, von der Dunkelheit sanft eingehüllt.

Rauschende Bäume, ein verträumtes Glitzern der Stadtlichter. Ein einzelner Nachtfalter. Vorbeihuschend. Leiser Flügelschlag am Ohr. Ein Kitzeln.

Ihr Gesicht an seiner Halsbeuge verborgen. Schützend.

Sein stockender Atem. Sein Luftanhalten, in der Hoffnung,  damit auch die Zeit anhalten zu können. Festhalten.
Um den Moment völlig auszukosten. Um ihn zu Schmecken. Auf der Zunge und in den Mundwinkeln.

Ein Flüstern. Ihr Name. Und doch so vieles mehr. Das Ausprobieren wie er klingt, wie es sich anfühlt.  Noch einmal. Bestimmter und voller Sehnsucht. Die Geschichte dahinter im Nebel versteckt.

Denn ihre Geschichte scheint für den Moment unwichtig.
Was zählt ist das Gefühl. Das Gefühl endlich zu Hause zu sein. Bei ihr.

Ein Lächeln. Sein Name. Und doch so vieles mehr. Schon oft genannt, schon oft flehend gerufen. Und immer noch fühlt es sich neu an. Unbekannt und immer wieder erzählt sein Name eine andere Geschichte. Diesmal die, die sie gemeinsam schrieben.

Doch auch sie ist unwichtig. Für den Moment.

Nur das Zusammensein zählt. Die Geborgenheit. Das Auskosten dieses einen Moments.

Auch wenn er davon fliegen wird. Eilend und ohne einen Blick in die Vergangenheit zu zulassen. Und das „Wir“ sich wieder in ein „Er“ und ein „Sie“ spalten wird.

Noch einmal ihren Namen flüstern. Nicht denken. Fühlen und Sammeln.

Denn die Erinnerung wird bleiben. Spuren im Herzen. Festgehalten.

Aus der Gedankensammlung von Sandra

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