Hallo ihr Lieben,

da bin ich mal wieder. Diesmal mit einer amüsanten Story, die ich euch nicht vorenthalten will :o)

Eine Freundin von mir ist nach Bamberg umgezogen, in die ersten eigenen 4 Wände. Jedoch fehlt noch ein Sofa (das zeitgleich auch als Schlafcouch genutzt werden kann). Sie hat auch eines gefunden, das ihr total gefallen und zugesagt hat, erhältlich bei einem großen, schwedischen Möbelhaus (ich will ja hier keine Schleichwerbung machen *g*). Das nächste dieser Art ist in Fürth-Poppenreuth zu finden.
Da meine Freundin und ich beide am Mittwoch Urlaub hatten, hat sie beschlossen, dass wir uns nen Sprinter mieten, da hoch sausen (einfache Strecke ca. 60 km), ein paar nette Männer finden, die uns die Einzelteile verladen, zurück sausen, irgendwie in die Wohnung schaffen, aufbauen, fertig. Ja, das war der Plan. Aber es kommt ja oft anders, als gedacht.
Wir sind also gegen 14 Uhr zu einer Autovermietung in Bamberg und haben gesagt, dass wir einen Sprinter für die nächsten 5 Stunden bräuchten, es sollten innen 1,80 m Ladefläche sein. Die nette Dame hat also nachgeschaut und sagte „ja, das haben wir nur noch 1 Wagen übrig“ Wir schon so „yay, der Roadtrip kann starten“ Dann die Ernüchterung „also, es ist ein Transporter, ein 3,5-Tonner, mit Aufbau und Hebebühne. Etwas anderes haben wir nicht mehr da.“ Wumm. Das hat uns dann doch etwas schockiert – aber was sollten wir machen? Anders hätten wir das Sofa nicht transportieren können.
Also hat meine Freundin die Papiere unterschrieben, Perso, Führerschein etc. vorgelegt und dann bekamen wir den Transporter übergeben.
Als wir starteten, rief die Dame uns noch hinterher „noch ein kleiner Hinweis: fahrt nicht die Unterführung in der Memmelsdorfer Straße, ihr seid 3,80 m hoch, ihr würdet stecken bleiben!“ Aaaah ja …
Sind dann außenrum auf die Autobahn und Richtung Nürnberg gefahren. Es ging recht zügig voran, wir hatten schnell Bamberg-Süd hinter uns gelassen. Und dann kam der Stau. Kaum, dass wir 15 Minuten unterwegs waren.
Das war dann eigentlich eine ganz witzige Angelegenheit. Alle, die uns in diesem riesigen Transporter gesehen haben, haben gestaunt (könnte aber auch an unserer Performance gelegen haben: das Radio aufgedreht und wir voll mitgegangen und Spaß gehabt – wir wussten halt, uns die Zeit zu vertreiben *g*).
Über eine Stunde standen wir im Stau, es ging kaum etwas vorwärts. Im Radio kamen dann zwischenzeitlich Meldungen, dass die A 73 vierfach gesperrt war wegen Hochwasser. Zwischen Hirschaid und Buttenheim, zwischen Forchheim-Nord und Forchheim Süd, zwischen Forchheim-Süd und Baiersdorf sowie das Erlangener Kreuz. Alles Punkte, die wir passieren mussten. Nur wie???
Die Umleitungen waren auch alle schon überlastet. Von den 5 Stunden Ausleihzeit hatten wir auch nur noch gut 2,5 Stunden übrig. Einen Atlas hatten wir auch nicht an Bord, auch kein Navi. Wer weiß, ob wir über Landstraßen angekommen wären … und wann.

Schließlich hatten wir uns entschieden: wir fuhren Ausfahrt Hirschaid ab (da wurden eh alle runtergelotst, es konnte niemand weiterfahren) … und sind zurück nach Bamberg gefahren. Warum? Wir hätten es zeitlich nicht mehr geschafft, außerdem blieben wir so innerhalb der freien 50 km, mussten nichts mehr draufzahlen. Jede Menge Spaß hatten wir auch … so what. Und bevor wir da noch ewig drauf bzw. nachzahlen müssten, kommen wir halt mit dem „kleinen Schaden“ davon.

Die Damen von der Autovermietung haben natürlich auch nicht schlecht gestaunt, als wir nach knapp 3 Stunden wieder da waren. „Sie waren aber schnell.“ Wir haben gegrinst und dezent geschwiegen.
Die eine Dame hat dann noch einen wahnsinnigen Aufstand gemacht, warum wir nicht voll getankt hatten (die Tanknadel war vielleicht 2 mm weiter unten als am Anfang), das müssten wir unbedingt noch machen. Ihre Kollegin hatte eingelenkt, dass wir doch nicht weit gefahren sind und es nicht unbedingt notwendig wäre. Aber „unsere“ Bedienung blieb knallhart und sagte „Jeder muss sich an die Regeln halten.“ Also sind wir nochmal gestartet, diesmal zur Tankstelle. Und haben sagenhafte 3,81 Liter getankt, dann war der Transporter wieder voll (gibt es nicht eine Mindestabnahmemenge von 5,0 Litern?). Naja.

Ihr seht, es kommt manchmal alles anders, als wie es geplant war – aber hauptsache Spaß gehabt und das Beste aus der Situation gemacht. Und wir haben was zu erzählen und zu lachen …

In wenigen Minuten starte ich wieder auf einen Roadtrip. Nein, nicht nach Fürth und nicht zum großen, schwedischen Möbelhaus, auch nicht mit dieser Freundin.
Ich starte mit meiner kleinen Schwester nach Östringen (Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg) zu unserer Cousine und verbringen dort ein Wochenende. Mal sehen, ob es diesmal wieder Probleme gibt … ich hoffe nicht. Aber selbst wenn: diesmal sind wir vorbereitet und haben ein Navi dabei :o)

Habt ein tolles Wochenende!!!

Eure Karina

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