Hallo meine Lieben,

na, seid Ihr gut ins Wochenende gekommen und genießt die Sonne (die leider auch nicht viel an den Minusgraden ändert, aber die einen doch schön wärmt, wenn  man in ihren Strahlen steht)?

Für mich stand gestern mal wieder ein Pflichttermin auf dem Programm: graue Haare verschwinden lassen. Nein, war nur ein Witz ;o) Zum Glück hab ich noch keine grauen Haare (wäre mit Mitte 20 auch ziemlich beängstigend), aber es war mal wieder an der Zeit, nachfärben zu lassen.
Falls Ihr Euch jetzt wundert und Euch denkt „nachfärben?!“: eigentlich bin ich dunkelblond bzw. habe dieses „straßenköterblond“ – aber seit gut 4-5 Jahren bin ich „schokobraun“. Das gefällt mir selber sehr viel besser und auch meine Familie und Freunde finden das schöner.
Weder ich noch meine Friseuse (gibt’s das Wort seit der Rechtschreibreform noch?) können uns das heute noch vorstellen, wie ich blond ausgesehen hab. Und das ist auch gut so :o)

Jedenfalls, was ich eigentlich erzählen wollte: zum Friseur gehen bzw. den Friseur seines Vertrauens zu finden, ist ja immer so eine Sache. Ich hatte Glück und habe vor eben 4-5 Jahren DEN Friseur für mich gefunden. Nach jahrelangem Friseurläden ausprobieren (mit teilweise schrecklichen Ergebnissen), bin ich zur Freundin (jetzt Frau) meines Cousins gekommen. Von da an war alles spitze; mein Haar bekam die Pflege und die Schnitte, die es verträgt (lasst euch nie, nie, niemals bei feinem Haar eine Dauerwelle machen! Ein guter Friseur redet Euch das aus.) und wir hatten immer eine gute, lustige Zeit während meines Termins.

Tja, dann wurde sie schwanger und hatte Beschäftigungsverbot. Was nun? Sie würde mindestens 3 Jahre nicht da sein (Elternzeit usw.) – von den anderen Mädels dort war ich nicht so wirklich angetan, weil wir auch nie Gesprächsthemen gefunden haben, nur so oberflächlich. Und ich mag mich eigentlich schon wohl fühlen, wenn ich da mehrere Stunden irgendwo verbringe (mein Termin dauert meist 2-3 Stunden).

Ich dachte mir „probier es einfach mal aus“ und habe einen Termin bei ihrer Chefin gemacht. Die ersten Male war die Konversation so … naja, nix Halbes und nix Ganzes, aber von den Resultaten war ich immer super begeistert und bin weiterhin bei ihrer Chefin geblieben. Wir kämpften uns halt irgendwie durch, diese paar Stunden.

Und dann waren wir letzten Dezember einmal ganz allein im Laden, weil die andere Mitarbeiterin grad Mittagspause hatte und die anderen Termine erst später kamen. Mir gingen so viele Gedanken durch den Kopf „über was sollen wir reden? anschweigen ist doch auch Mist“ und und und.
Entgegen aller Befürchtungen haben wir beide gequatscht und gequatscht – das hätte ich nie gedacht. Ich fing mit einem Thema an, einfach, um etwas zu erzählen und sie stieg sofort ein und hat von sich erzählt, wie es bei ihr ist usw. Wir kamen von einem Thema ins nächste. Dabei haben wir festgestellt, dass sich Schützen und Steinböcke wohl sehr ähnlich sind bzw. wir zwei uns wahnsinnig ähnlich sind. Wir haben genau den gleichen Dachschaden, wenn es um gewisse Dinge geht, haben die gleichen Vorlieben (verreisen, essen) und und und.
Auch gestern haben wir wieder geschnattert ohne Ende (bei Frauen ja nicht schwer vorzustellen, oder? *zwinker*), als wenn wir uns schon ewig kennen würden. Es war sehr entspannt und einfach nett. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und als sie mir am Schluss dann einmal mehr eine neue, aber sehr schöne Frisur gezaubert hat (diesmal waren es Locken), war mal wieder alles bestens. Und genau so soll es ja sein :o)
Ich freue mich schon auf den nächsten Termin in 6 Wochen.

Wie ist das bei Euch? Habt Ihr schon DEN Friseur für Euch gefunden? Seid Ihr eher experemtierfreudig oder bleibt Ihr bei Altbewährtem?

Ich wünsche Euch noch ein wunderschönes Restwochenende (ich gehe heute Abend ins Kino in „Ziemlich beste Freunde“ und bin schon sehr gespannt, weil alle meine Bekannten den Film in den Himmel loben), bis bald!

Eure Karina

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