Whadda’yat meine Lieben?

Wir sind mittlerweile schon den 4. Tag in Kanada und heute wollten wir uns eines der berühmtesten Wahrzeichen ansehen, weshalb wir schon gegen 8 Uhr morgens mit unserem Mietwagen Richtung Süden starteten (woran wir merkten, dass es früh war? nicht einmal die Coffeeshops hatten samstags so früh geöffnet, erst gegen 9.30 Uhr). Also fuhren wir los und hielten unterwegs kurz an, um zu frühstücken und dann weiterzufahren.

Auch mit Klothilde kommen wir mittlerweile sehr gut zurecht. Am Anfang zickte sie viel rum, zeigte komische Dinge an, die verwirrend waren (es ist nicht einmal eine Biegung vorhanden und sie zeigt eine Kurve an!) und brachte uns manchmal zum Verzweifeln – was auch ihren Namen erklärt … ;D
Seit kurzem haben wir uns aneinander gewöhnt und sie weiß, was wir wollen: immer so nah wie möglich an die Attraktionen ran. Da reicht schon die Eingabe „City Center“ und wir wissen, wir werden gut ankommen. Klothilde und wir mögen uns mittlerweile sehr. Ach ja, das hier ist sie übrigens:

Nach 170 km kamen wir dann an, an den weltberühmten Niagarafällen. Unweit von ihnen war ein Parkplatz, den wir ohne Klothilde so nicht gefunden hätten – Klothilde, wir lieben dich! :o)
Wir stiegen aus und bewunderten die Fälle, die amerikanischen und die kanadischen. Und was soll ich sagen? Kanadier, ich verstehe euch, dass ihr auf eure Niagarafälle stolz seid – die USA kann einfach nicht mithalten (was man unten auf den Fotos super sieht! Die amerikanischen sind felsig, die kanadischen nicht)!

Natürlich machten wir unzählig viele Fotos, wie sich das für Touris so gehört. Auch die „Jump around the world“-Pics durften wieder nicht fehlen – Ulli, du kriegst nach dem Urlaub eine E-Mail mit vielen Anhängen von mir, wenn das so weiter geht, glaube ich ;o)
Eigentlich wollten wir auch mit der „Maid of the Mist“ fahren, zumal sie uns empfohlen wurde (ein Schiff, dass direkt bis an die Niagarafälle ranfährt) – aber dafür war es dann doch zu regnerisch, also ließen wir es. Dafür sind wir anschließend noch auf den Skylon-Tower hoch, da hatte man auch eine schöne Sicht!

Das ist auch wieder so ein Beispiel für die herzlichen und offenen Kanadier: am Freitag im Hotel haben wir an der Rezeption gefragt, ob es Orte gibt, die einen Besuch wert sind, wenn wir eh mit dem Auto zu den Niagarafällen fahren. Wir haben einige gute Tipps erhalten.
Als wir dann in den Aufzug zu unserem Zimmer stiegen, war ein Mann mit im Aufzug, der anscheinend unsere Frage vorher mitbekommen hatte.
„You’re going to the Niagara Falls? You have to do the ‚Maid of the Mist‘, it’s great!“
„And we’ll get all wet, right?“
„Yes, you’ll get wet but it’s so great and so touristic. You NEED to do that. Have fun!“

Es war auf jeden Fall toll, die Niagarafälle gesehen zu haben, wobei ich leider zugeben muss, dass ich mir irgendwie etwas tolleres, mächtigeres erwartet hatte. Da war ich fast ein bisschen enttäuscht :o(

Zurück am Auto baten wir Klothilde darum, uns zu „Niagara-on-the-lake“ zu leiten, da das laut Reiseführer ein kleines schönes Örtchen ist, welches sehenswert ist. Also fuhren wir los (diesmal war ich mit fahren dran) und landeten ohne Probleme dort – und mitten in einem Festival. Wir fragten nach, welches Festival es denn wäre. Man sah uns halb entgeistert an und sagte „the Peach Festival“. Ehhhm, okay?
Wir parkten unseren Flitzer (ich möchte betonen, dass ich nicht einmal mit meinem Jake daheim seitlich einparke bzw. einparken kann – unser Flitzer stand perfekt. Lobt mich mal  ;o)  ) und sahen uns auf dem Festival um, auf welchem alles rund um den Pfirsich zu kaufen war. Pfirsich-Kuchen oder -muffins oder -cookies. Marmelade oder die Früchte selber. Zudem Wein, Hüte, Klamotten usw. War echt schön gemacht – man konnte sich das stundenlang ansehen! Live-Musik gab es auch:

Natürlich – wie sollte es anders sein – wollten wir wissen, warum es dieses Festival gab. Kathrin fragte nach und – voila – wir sind wieder etwas schlauer:
das „Peach Festival“ findet jährlich statt und ist DAS Ereignis, dem der ganze Ort entgegen fiebert (einmal mehr zur richtigen Zeit am richtigen Ort, würde ich sagen). Die Region ist das Hauptanbaugebiet für Pfirsich und Wein in der nördlichen amerikanischen Hemisphäre. Außerdem haben wir noch viel anderes interessantes über die Geschichte des Ortes erfahren (was ich peinlicherweise schon wieder großteils vergessen habe … im Urlaub fährt auch mein Gehirn ein bisschen runter, sorry ;o)  ).

Hier ein Ausschnitt aus der Homepage der Stadt:
In 2012, Niagara-on-the-Lake was named one of North America’s Top 10 Most Romantic places to visit, and last year we were chosen as the #1 Wine and Food Destination in Canada. This goes along with our designation as Canada’s Prettiest Town.
Das sagt schon alles darüber aus – wir waren froh, da zu sein. An diesem ruhigen und idyllischen Plätzchen  :o)

Liebe Grüße über den großen Teich!!!

Eure Karina

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