Hallo meine Lieben,

ich sage Euch: irgendetwas muss in der kanadischen Luft sein, denn wir lagen gestern schon so bald im Bett und kamen heute ewig nicht raus. Wir haben 9 – 10 Stunden durchgeschlafen (und darüber leider den Fitness Trail verpennt, obwohl der Wecker ab 6.30 Uhr halbstündlich klingelte – but who cares, we’re on vacation ;o) ).

Nach einem späten Frühstück ging es auf zum nächsten Abenteuer: in den „Killbear Provincial Park“, nur gut 30 Minuten von Parry Sound entfernt. Letzte Woche wurden dort einige Bären eingefangen, zudem trifft man dort immer wieder auf „Rattlesnakes“, giftige Klapperschlangen. Ihr seht schon: much fun to be had!  :o)
Unzählige Kilometer und Auseinandersetzungen mit Klothilde später (wir nehmen das „Klothilde, wir lieben dich!“ hiermit offiziell zurück), sowie immer enger werdenden Straßen im eigentlichen Nationalpark (fragt mal die Fahrerin, was die geflucht hat), kamen wir schließlich an.

Regenjacken und Wanderschuhe an. Kameras eingepackt und zusätzlich Regenschirme. Voll ausgestattet stapften wir also los (MacGyver wäre stolz auf uns!!!). Nein, sorry: wir trampelten los (Rattlesnakes kommen einem normalerweise nicht in die Quere, wenn man laut ist). Zuerst über den „Lighthouse Point Trail“, der sehr felsig und rutschig war, danach über den „Lookout Point Trail“, der tollen Waldboden, viele Felsen und einen tollen Ausblick über die Georgian Bay bot. Alles in allem waren wir gut 3 – 4 Stunden unterwegs und haben dabei auch Spikey’s Vater Alfred in den Baumwipfeln gesehen. Ein Monster von einem Papa, ca. 3x so groß wie Spikey – aber er wollte leider nicht fotografiert werden. Dafür sahen wir den Shit of a bear …
Außerdem sahen wir vom Auto raus Rotwild umherflitzen. Also wenigstens ein paar Tierchen gesehen  ;o)

Am Abend haben Kathrin und ich es uns am Parry Sound Pier bequem gemacht und ein kleines Picknick veranstaltet. Ich habe die Sonne genossen, solange unsere super Fotografin den Pier nach perfekten Bildaufnahmen abgesucht hat – and guess what: sie hat einmal mehr wunderschöne Fotos von der „blauen Stunde“ gemacht (siehe unten).
Nachdem wir dann durchgefroren den Heimweg antraten, lief bzw. schwamm uns ein weiterer Genosse über den Weg:  Brünooo (Achtung, französische Aussprache „r“ und das lange „ooo“!), der Fischotter.  Reiche Tierwelt hier, reiche Tierwelt!

Long story short: nach 1 Woche hier haben wir folgendes festgestellt:

  • wir haben bereits ca. 2.000 Fotos geschossen
  • Cliff diving kann schmerzhaft enden (pain in the ass)
  • wir breaken nicht for snakes, auch, wenn sie unter Naturschutz stehen (nicht, dass es dazu gekommen wäre, aber wenn sie doch giftig sind …)
  • „eh“ geht immer und überall
  • uns ist noch nie so eine Masse an Herzlichkeit untergekommen, wie hier. Thanks, Canadians!!! <3

Good night, eh!

Karina

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