Hallo meine Lieben,

endlich mal wieder eine Meldung von mir (wenn Ihr nicht eh schon von den täglichen Berichten genervt seid ;D ).

Nach einer relativ kurzen Nacht weckte mich die Sonne durch Nasekitzeln und man staune: Calgary hat doch eine wunderschöne Seite, und wenn es nur der Sonnenaufgang früh gegen 5.30 Uhr ist  ;o)
Bereits um 8 Uhr sind wir mit dem Busshuttle wieder zum Flughafen gefahren, um unser Mietauto in Empfang zu nehmen. Diesmal von „Alamo“.

Wir hatten uns ja gedacht „oh, wie wäre das toll, wenn wir genau den Dodge bekommen, den ein anderer Entleiher damals in Toronto hatte“. Der war groß, geräumig und weiß, sehr stylish. Da wir eh ein großes Auto für den Westen bestellt hatten (viele und lange Autofahrten!), kann man ja mal träumen. Und taa-taaaaa: wir bekamen einen weißen Dodge  :o)


Leider nicht lange … als wir alles Gepäck eingeladen hatten, konnten wir endlich los fahren. Kaum aus dem Parkhaus draußen haben wir kurz gehalten, weil wir etwas aus dem Kofferraum holen wollten. Motor wieder angelassen: „Change oil“. Motor wieder ausgemacht. Motor wieder an „Change oil“.
Also gingen Kathrin und ich zurück und teilten das den Leuten von Alamo mit, dann hieß es, wir sollen das Auto zurück bringen, sie regeln das mit dem Öl.
Über Millionen Umwege also das Auto zurück zum Abholort gebracht (wer kennst sich schon in den Parkhäusern an Calgary’s Flughafen aus?!), mit dem Büro gesprochen. Alles kein Problem, aber wir müssen ein anderes Auto nehmen. Also bekamen wir dann quasi einen Zwilling – nur (leider) in schwarz. Nicht ganz so stylish, aber auch super zu fahren  :o)

Dazu gab es wieder ein Navi, welches auf „deutsch“ eingestellt ist. Sie ist wesentlich detaillierter und genauer, was das Fahren einfacher macht. Dafür ist sie leider der englischen Sprache nicht ganz so mächtig … Sie spricht alles so aus, wie es geschrieben wird, also anstatt „Bänff“ (Aussprache) sagt sie „Banff“ (Schreibweise). Aber auch das werden wir irgendwie in den Griff kriegen …
Darf ich Euch vorstellen: das ist die jüngere Schwester von Klothilde, Brunhilde.

Nachdem dann also das ganze Mietwagen-Chaos erledigt und verdaut war, kamen wir (endlich) gegen 10 Uhr aus Calgary weg und fuhren Richtung Banff los. Auf dem Weg dahin sahen wir aus der Entfernung noch die Anlage der Olympischen Winterspiele 1988, welche in Calgary statt fanden (und schon wieder habe ich einen Ohrwurm … „das geht über Eure Vorstellungskraft, Jamaika hat ne Bobmannschaft!“ Ihr kennt das sicherlich auch  :D  ).
Dann hieß es erst einmal: Dringend etwas zu Essen besorgen! Wir waren ja seit 7 Uhr auf und auf den Beinen und hatten bis dato nichts gegessen. Glücklicherweise kann man auch hier an Tankstellen so ziemlich alles erwerben (leider auch wie in Deutschland recht überteuert, aber gut. Was tut man nicht alles, um nicht zu verhungern.)
Außerdem besuchten wir auf dem Weg in Cochrane gegen 12 Uhr noch Father Bob im Franziskanerkloster „Mount St. Francis“ – den Bruder von Nancy aus Parry Sound. Wenn wir schon einmal in der Ecke sind, schauen wir natürlich auch vorbei und haben uns das Kloster zeigen lassen :o)

Nach gut 1,5 Stunden kamen wir dann endlich am Banff Nationalpark an (an einem Ende davon). Dort kauften wir uns einen „Parkpass“, um in alle Parks gehen zu können (knapp 137 CAN-$ für eine Gruppe für 1 Jahr – kann man später ggf. weiterverkaufen – war die billigste Lösung, als täglich je Person zu lösen!) und dann ging es los: Banff, wir kommen :o)
Wir fuhren weiter ins Örtchen Banff und hielten uns dort einige Stunden auf. Ein wirklich hübsches kleines Städtchen, das ein bisschen an „Wertheim Village“ erinnert. Wenn Ihr Euch unten die Bilder anseht, wisst Ihr warum – wobei nur die Haupteinkaufsstraße so aussieht  ;o)
In der Tourist-Info haben wir uns mit Infos eingedeckt und beschlossen dann, am heutigen Tag nur noch Kleinigkeiten anzusehen.
So wie zum Beispiel den „Bow River“ bzw. die „Bow Falls“ in der Nähe des „Banff Springs Hotel“, welches Ihr bestimmt auch aus einigen Filmen kennt!
Leider goss es dann wie aus Eimern, sodass wir ins Auto flüchteten und zu unserem B&B fuhren. Dieses befindet sich in Canmore, ca. 20 km von Banff weg.

Dort angekommen, hießen uns Roseanne und Grant herzlich willkommen in ihrem „The Quilters Inn B&B“ und zeigten uns unsere Räumlichkeiten. Auch sie bezeichneten uns als „you’re so well organised“, als sie unser Manuskript mit allen Reiseunterlagen sahen, welches Kathrin glücklicherweise im Vorfeld zusammengestellt hatte (Reiseroute, Infos zur Region, Google Maps Ausdrucke, E-Mail-Verkehr usw.). Die Kanadier sind anscheinend nicht so organised, scheint mit  ;o)

Nachdem wir sämtliches Gepäck reingeschleppt hatten, erkundeten Kathrin und ich dann noch ein wenig die Gegend. Wir liefen zum Beispiel am River entlang (nur gut 200 m von unserem B&B weg), da man dort angeblich Elche sehen konnte. Wir haben leider keinen gesehen und blieben auch nicht lange, da Unmengen an Moskitos da waren und es zudem recht schnell wieder wie aus Eimern goss. Well, can’t have it all, eh?
Dafür sind uns ein paar Häschen über den Weg gehoppelt, die da frei und wild leben und umherhoppeln. Cuties!

See and read ya later,

Karina

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