Hallo meine Lieben,

wie geht es Euch? Wir sind mittlerweile schon 14 Tage hier in Kanada und genießen die Zeit (die leider irgendwie zu schnell zu verfliegen scheint)!

Einen kleinen Nachtrag, bevor ich es vergesse: wir haben unseren Dodge „Sir James“ getauft, weil er sich so schön ruhig und galant fahren lässt und schick aussieht. Nicht, dass Ihr Euch wundert, warum in manchen Beiträgen von „James“ die Rede ist  ;o)

Heute ging es einmal mehr on the road – nämlich den „Icefields Parkway“ entlang, vielleicht habt Ihr schon von ihm gehört? Er ist einer der tollsten Panoramastraßen der Welt.

Aber bevor es los ging, gab es wieder ein fully home-made breakfast von Roseanne. Diesmal zuerst einen selbstgemachten Obstsalat mit Joghurt, danach ein „Baked Aimish Porridge“ (wir haben das Rezept bekommen, das werde ich irgendwann daheim einmal nachbacken), das himmlisch schmeckte. Als drittes gab es dann noch so eine Art Dampfnudeln mit Rosinen und Zimt, die wie Schnecken gerollt waren. Ein Wahnsinn, was sich Roseanne da jeden Morgen für Arbeit gemacht hat.
Ach ja, ich hab Euch die beiden noch gar nicht gezeigt, wahnsinnig gastfreundliche Menschen, von denen wir auch viele Insidertipps bekamen. In den Bildern unten sehr Ihr sie, plus ein paar Bilder zu unserer Unterkunft.

Um 10 Uhr war dann Abfahrt am „The Quilters Inn B&B“. Wir fuhren von Canmore nach Banff und von dort weiter über den „Icefields Parkway“ nach Jasper.
Wir verbrachten ca. 7 Stunden mit der Fahrt, weil es viel zu sehen gab und wir oft ausstiegen (auf dem ganzen Weg von 280 km gab es nur 1 Restaurant, wo wir auch zu Mittag aßen, und keine einzige Tankstelle. Glücklicherweise haben wir vorher vollgetankt!). Es ist wirklich eine faszinierende Landschaft, die sich ca. alle 70 – 80 km von einer anderen Seite zeigt. Einmal grün, dann sumpfig, dann wiederum felsig. Sollte man mal gesehen haben, sehr beeindruckend.
Zudem hatten wir wieder einmal wahnsinniges Glück mit dem Wetter, welches den ganzen Tag über gut war (es regnete nur, wenn wir im Auto saßen)  :o)

Erster Stopp war am „Peyto Lake Viewpoint“. Nach einem kurzen, steilen Spaziergang von ca. 10 Minuten kam man am Viewpoint an, von dem man einen fabelhaften Panoramablick über den Peyto Lake und den Mystaya River Canyon hat. Wen trafen wir an der Spitze? Deutsche, die lustigerweise aus Erlangen kamen … die Welt ist klein! (Genauso wie wir an den Niagarafällen auf dem SkyTower waren und dort eine Reisegruppe aus Erlangen-Höchstadt getroffen hatten. Unglaublich.)

Zweiter Stopp war kurz vor dem Mittagessen am „Mystaya Canyon“ – angeblich waren es nur 300 m hin zu laufen. Entweder war derjenige, der den Weg ausgemessen hat, betrunken oder aber er hat Luftlinie gemessen. Wer weiß, aber der Weg war es definitiv wert!!!
Das Wasser, das sich durch den Mystaya Canyon schlängelt, stammt vom o.g. Peyto Lake, welcher wiederum dafür bekannt ist, dass sein Steinmehl das Wasser so toll färbt (tolles türkis).

Dritter und letzter Stopp an diesem Tag war am „Tangle Creek“, einem schönen Wasserfall direkt am Icefiel Parkway gelegen. Kathrin hatte ihre liebe Mühe mit einem nervigen Franzosen, der sich etwas wichtig machte mit seiner Kamera – aber offensichtlich deren Funktionen nicht kannte. Das war sehr witzig anzusehen  :D

Natürlich hätte es noch zig andere Dinge gegeben, die man am Icefields Parkway hätte ansehen oder machen können – aber uns fehlte einfach schlicht und ergreifend die Zeit dazu. Leider.
Man hätte zum Beispiel auch eine Abenteuertour über die „Columbia Icefields“ machen können. Da fährt man mit einem Spezialbus über die Gletscher der Rocky Mountains und darf dann auch selber dort rumlaufen. (Wir hatten im Vorfeld die Info, dass es enttäuschend ist, wenn man die Bayer. Alpen kennt, also haben wir uns das Geld gespart.)
So konnten wir leider auch die „Athabasca Falls“ nicht mehr ansehen. Aber vielleicht gibt es noch ein nächstes Mal – wer weiß  :o)

Am Abend kamen wir dann in Jasper an und fanden auch gleich (danke, Brunhilde) unser B&B für die kommenden 3 Nächte: das „Seldom IN Guest House“. Es ist sooooooo toll hier! :o)
Man kommt zur Tür rein und fühlt sich wie zu Hause. Alle leben unter einem Dach, in einem Haus. Alles wird geteilt: Wohnzimmer, Bäder (teilweise), Küche (nur eines ist Sperrgebiet: der Ofen).
„Alle“ sind in diesem Fall Sherrill und Doug (Besitzer), Kimi und Eddie (Au-Pairs) und die Gäste. Normalerweise 6 Gäste, max. 8.
Man lernt einfach so schnell so viele neue Menschen kennen, die auch gerne reisen und etwas erzählen können, das ist super.
Am heutigen Abend lernten wir noch Ken und seine Mutter (Chinesen), sowie Andreas (Deutschland) und Caroline (Frankreich) kennen. Und wir 4 natürlich. Full house! Und immer was los – lovely.
Nachdem wir in Jasper Laundry gemacht und eingekauft hatten, hatten wir noch ein supernettes Gespräch mit Sheryll im Wohnzimmer, bevor wir ins Bett gingen und wunderbar schliefen.
Bilder vom „Seldom IN Guest House“ gibt es demnächst.

Das war es für den Moment von mir – natürlich gibt es auch zu diesem Tag einen tierischen Gastbeitrag von Kathrin (sie macht das meiner Meinung nach so gut, dass sie das Resort „Tiere“ ab sofort für den Urlaub übernehmen darf :o)  ), den Ihr hier finden könnt.

Bis bald,

eure Karina

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