Hier nun der Tierbeitrag zu Tag 15 von Kathrin. Einfach nur genial!  :D

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Jasper Nationalpark.
In der Früh schon wird gestartet,
James hat brav vorm Tor gewartet,
Türen auf und Motor an –
welche Tiere sind heut dran?

Maligne Canyon, dort Wanderung,
Touris in Massen, kein Tier läuft herum,
rein ins Auto und auf die Straße,
langsam kribbelt’s in der Nase:

DA! Da vor uns auf der Strasse
läuft was Schwarzes, es ist kein Hase,
sondern groß und schwarz und schwer –
es ist Ignatz – ein Schwarzbär!

Er trottet langsam einmal quer,
kümmert sich nicht um Verkehr,
um Busse, Autos, viele Leute
er plant was anderes – hier und heute.
Denn dort am rechten Straßenrand
gibt’s Büffelbeeren in Massen, wie Sand am Strand.

Karina bremst und Martha schreit,
Kathrin greift die Kamera, öffnet das Fenster weit,
Teleobjektiv raus und scharf gestellt –
doch Mist – die Belichtung war falsch gewählt.
Never mind – Ignatz sitzt und läßt sich Zeit,
die Beeren hängen ja nicht weit.

Kathrin knippst, der Rest der schaut,
Ignatz schmatzt und futtert laut.
Mahl beendet, ab in den Wald,
James fährt weiter – das nächste Tier kommt bald.

Falsch gedacht –  es ist nicht eines –
auch nicht zwei oder vier oder keines –
es sind drei am Straßenrand
Bighornsheep
– uns wohlbekannt.
Irmi kratzt sich, Inga schaut,
Isabell sitzt da und kaut,
Autos stoppen, Busse halten
alle steigen aus und warten
auf den richtigen Augenblick
um abzudrücken – klick – klick – klick.

James fährt weiter, alle sitzen,
reden, trinken, essen, schwitzen.

HALT ! und STOP! Und TÜREN AUF –
„Kathrin, steig schnell aus und lauf
fünfzig Meter oder mehr,
denn dort am Berghang sitzt ein Bär!“
So schreit Karina laut und schrill,
Kathrin spurtet, Drill ist Drill,
guckt sich dann die Augen aus –
wo soll das sein – o Graus, o Graus?

DA! Am steilen Abhang dort
in der Mitte, am bewachsenen Ort
raschelt etwas im Gestrüpp,
es ist schwarz und klein und dick:
Innozenz ein junger Bär
hopst dort wieselflink umher.

Denn dort am Berg ist’s reich gedeckt
mit Büffelbeeren – und das schmeckt!
Er futtert, frißt sich ohne Ende
quer durch den Busch am steilen Gelände.
Beere um Beere verschwindet im Maul –
Innozenz ist wahrhaftig nicht faul.

Leider sehr weit entfernt von der Straße,
doch was solls – Foto hoch und dicht vor die Nase –
Zoom ganz heraus und ausgelöst,
Bild ist im Kasten, das ist es gewest.

James ist beladen, Maligne Lake wartet
Türen zu – Motor gestartet –
fröhlich kann’s nun weitergehen,
wie? – Das werdet ihr schon sehn!

(P.S:“ Was einem nicht so alles einfällt, wenn man am Abend so herumsitzt…“)

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