Hello folks,

heute bekommt Ihr endlich Bilder vom „Seldom IN Guest House“ zu sehen (nachdem unser Zimmer wieder einigermaßen aufgeräumt war ;D ) – unzwar, wie üblich, ganz unten am Ende des Eintrages!

Ich habe Euch ja erzählt, dass gestern Abend ein Ehepaar aus Frankreich angekommen ist. Ja, die beiden sind schon ein bisschen speziell … Heute morgen sind sie in die Küche eingefallen (als wir gerade mit Frühstück fertig waren und los wollten). Mitsamt Eiern und Bacon, die sie zum Frühstück zubereiten wollten. So, wenn Ihr den letzten Eintrag aufmerksam gelesen habt, müssten die Alarmglocken klingeln …
Eier und Bacon zubereiten. Dazu braucht man einen Herd. Aber – Ihr erinnert Euch – der Herd ist Sperrgebiet für alle Gäste … mmmmh. Blöd gelaufen!
Wir wissen nicht, wie die Geschichte ausgegangen ist – Fakt ist jedoch, dass Doug (Hausherr) mit der Situation leicht überfordert war und das Au-Pair bat, den beiden doch die Mikrowelle zu erklären. Danach wurden die Franzosen nicht mehr gesehen und es kamen andere Gäste an… :D

Wir nutzten indes das schöne Wetter des Morgens und standen bereits um kurz nach 9 Uhr an der „Jasper Tramway“ an, um auf den Whistler’s Mountain zu fliegen. Ja, Ihr lest richtig: zu fliegen. Man kauft sein Ticket, da steht dann eine „Boarding Time“ drauf und erst da darf man mit der Gondel hochfahren. Man kommt sich wirklich vor wie am Flughafen, nur dass die Sicherheitskontrollen fehlen  ;o)
Die Jasper Tramway gibt es seit 1964 und beförderte seitdem schon Unmengen an Personen auf den 2.277 m über dem Meeresspiegel liegenden Whistler’s Mountain. An der Upper Station angekommen, wanderten wir noch bis hoch auf den Gipfel, von wo man einen tollen Ausblick hatte (der Ort „Jasper“ sieht aus wie ein Boomerang, was bedeutet, dass man irgendwann wieder zurück kommt laut unserer Gondel-Guiderin). Zwischendrin war es sehr neblig, was aber auch wieder schnell vorbei war – denn in den Bergen ändert sich das Wetter ja bekanntlich sehr schnell  :o)
Wir fühlten uns wohl dort oben und sind auf einige Steine gekraxelt. Bevor wir wieder ins Tal fuhren, haben Kathrin und ich uns noch unseren eigenen „Inukshuk“ mit Blick auf Jasper gebaut, der jetzt auf dem Whistler’s Mountain verweilt.
> Ein Inukshuk ist ein Gebilde aus Steinen, das der Form eines Menschen ähnelt. Dieser geleitet einsame Reisende in Nordkanada auf ihrem Weg, da er ihnen immer den besten und sichersten Weg zeigt. Egal, ob zu Land oder zu Wasser. (So wurde es uns erklärt – und weil wir das so toll finden, haben wir einen gebaut – er wird aber von uns liebevoll „Manschgerl“ genannt :o)  ) <

Das Glück war uns auch an diesem Tag hold, denn es begann erst zu regnen, als wir wieder in unserem Sir James Platz genommen hatten.
Nach einem kurzen Zwischenstopp in unserem B&B fuhren wir weiter zu den „Miette Hot Springs“, wo wir Konrad und Martha absetzen. Während es sich die beiden in den 40° warmen Thermalquellen gut gehen ließen, fuhren Kathrin und ich mit Sir James durch die Gegend und suchten nach Elchen oder Hirschen (Achtung, wir haben das am Anfang auch verwechselt: ein „elk“ ist ein Hirsch und ein „moose“ ist ein Elch – auch wenn man meinen könnte, dass vom Wort her der „elk“ der Elch wäre!).
Ob das von Erfolg gekrönt war bzw. welche Tiere wir gesehen haben, erfahrt Ihr wie immer in einem Gastbeitrag von Kathrin, der noch folgen wird  :o)

Als wir 4 dann wieder beisammen fahren, fuhr Sir James uns nach einem langen Tag wieder in Richtung Jasper. Dort machten wir noch einen kleinen Abstecher zur „Jasper Park Lodge“ – der etwas an „Dirty Dancing“ erinnerte.
Auch der nebenan gelegene „Lake Annette“ war einen kurzen Besuch wert.

Am Abend stand dann noch einmal die Laundry an. Diesmal gingen wir in eine andere Laundry: „Snowdome“ und die war echt toll!!! In der Laundry gab es ein Café sowie Internetzugang. Man konnte es sich also gemütlich machen, während man auf seine Wäsche wartete. Gibt es so etwas auch schon in Deutschland?
Wir sind jedoch lieber zu einem Italiener gegangen und haben dort lecker gegessen, während unsere Wäsche vor sich hinschleuderte („Famoso“ in Jasper, sehr gut!).
Kaum hatten wir die Wäsche trocken abgeholt, begann eine Art Monsunregen. Es kam runter, was runterkommen konnte (das waren dann wohl die 80% Niederschlagswahrscheinlichkeit, die am Vortag gemeldet waren) – und wir rannten quer durch die Stadt zu unserem Auto, was leider etwas weit weg geparkt war. Regen beschleunigt das Laufen/Rennen jedenfalls etwas  ;o)
Als Schmankerl gab es danach dann aber so einen schönen Regenbogen (eigentlich einen doppelten Regenbogen, wenn man genau hinsieht), dass man den Regen schon wieder vergessen hatte.

Am späteren Abend, als wir wieder im „Seldom IN“ ankamen, hatte eine ‚Invasion der Deutschen‘ begonnen: 2 neue Paare waren angekommen. Matthias und Fabienne aus der Schweiz und ein Ehepaar aus Trier.
Doch auch das konnte uns nicht daran hindern, wieder einem kleinen Konzert von Doug und Kathrin zu lauschen. Hierzu servierte uns Sherrill noch ein kleines Dessert (Naturjoghurt mit selbst gepflückten wilden Heidelbeeren, Honig und Walnüssen. Yummy!) und der Abend war einmal mehr perfekt <3

Ihr seht, uns geht es hier richtig gut  :o)

Passt auf Euch auf und bis bald,

eure Karina

Advertisements