Nun bin ich schon 4 Wochen zur Reha und man trifft hier sehr viele interessante und nette Menschen und bekommt viele Impulse zum Nachdenken. So wie zum Beispiel den nachfolgenden Text. Vielleicht spricht er Euch auch an. Den einen mehr, den anderen weniger.

Ich wünsche Euch eine gute Zeit!

Eure Karina

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Die innere Balance

Unsere innere Stimme nehmen wir immer weniger wahr, unsere Seele hat immer weniger Platz. Eine der Ursachen ist, dass wir ständig „online“ leben, rund um die Uhr verfügbar sind. Doch die mobile Freiheit ist auch ein Stressfaktor. Forscher beginnen nun zu merken, dass dies auch eine große Gefahr für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden in sich birgt. Wir vergessen, die Anforderungen und Erwartungen der Umwelt abzuschalten, wir vergessen unsere eigenen Bedürfnisse.
Wir haben das Gefühl, manchmal nur für andere da zu sein, und wir bekommen ein schlechtes Gewissen, wenn wir etwas für uns selbst tun. Die Umwelt will das Zentrum in unserem Leben sein. Wichtige Gespräche werden von den Fernsehnachrichten zum Schweigen gebracht, der Urlaub mit der Familie besteht auch aus Arbeit auf Distanz. Und für diejenigen, die keine Arbeit haben, kann die aufgezwungene Freizeit eine Quelle anhaltender Unsicherheit sein.
Unsere Lebenssituation kann zu Unruhe und Rastlosigkeit führen. Wir haben das Empfinden, als sei unser Leben gar nicht richtig lebendig. Unsere Gefühle kommen nicht mit. Der Lebensfunke erlischt und unsere Lebensenergie versiegt.

Es gibt Zeiten, da brauchen wir Hilfe. Oft können wir Unterstützung von uns nahen und lieben Menschen bekommen, von Menschen, die unsere Bedürfnisse wahrnehmen und die für uns da sind. Aber genauso oft fühlen wir uns einsam und verlassen. Wir schaffen es einfach nicht. Ganz plötzlich wird es uns einfach zu viel. Wir kommen nicht mehr mit uns selbst zurecht und wir wissen nicht, welchen Weg wir einschlagen sollen oder wie wir aus dem Hamsterrad herauskommen. Das sind die Situationen, wo wir in unserem Inneren nach uns selbst suchen müssen.

Wie schaffen wir Balance in unserem eigenen Leben?
Das ist leichter gesagt als getan, wenn die Zeit dazu nicht reicht. Das Positive ist, dass das gar nicht so viel Zeit pro Tag in Anspruch nimmt – einige Minuten reichen vollkommen. Das Wichtigste ist die Handlung selbst: sich selbst zu umsorgen und mit Liebe zu behandeln, die Sinne zur Ruhe kommen zu lassen und sich innerlich zu öffnen.

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