Lange ist sie her, meine Reha im Allgäu. Schon fast ein Vierteljahr. Und doch habe ich immer noch sehr schöne Erinnerungen daran. Vor allem an die Ausflüge, die wir am Wochenende gemacht haben. Wenn wir Lust hatten und es die Zeit bzw. auch das Wetter erlaubten oder es gut mit uns meinten.

An einen Ausflug wurde ich Dank eines Kalenders erinnert, den ich von meiner lieben Birgit zu meinem Geburtstag bekommen hatte. Vielleicht kennt Ihr diesen Kalender – er heißt „Der andere Advent“ und beginnt am 01.12., endet aber nicht mit dem 24.12., wie jeder andere Advents-Kalender, sondern erst am 06.01. des Folgejahres mit Dreikönig.

Ich schlug nichts ahnend den heutigen Tag auf … und mir blieb erst einmal das Herz stehen. Dann musste ich schlucken und dann hab ich mich unbändig gefreut. Aus Abermillionen Fotos war heute ausgerechnet DAS EINE drin, was Birgit und mich so überrascht hatte bei dem damaligen Ausflug. Wir nannten sie unsere persönliche „stairway to heaven“. Unsere Himmelstür. Auf dem Zeigersattel in 1920 m Höhe (wenn der WordPress-Schnee hindurchfliegt, sieht das noch viel toller aus! <3  ).

Nachtrag vom 06.11.2015:
Dank einer lieben Blogleserin weiß ich nun, wer für diese Tür verantwortlich ist und was es mit ihr auf sich hat. Die liebe Birgit aus Sulzberg hat mir das nämlich in einer E-Mail geschrieben:
„Die Türe ist Umfang eines Projekts eines Allgäuer Künstlers, Günther Rauch.  Das Projekt heißt Porta Alpinae und umfaßt ca. 25 Türen bzw. Türrahmen in Italien, Österreich und Deutschland. Der Link zu dem interessanten Kunstprojekt. Es ist im weitesten Sinne das Öffnen der Türe in eine andere Welt.“

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LIEBE <3

Aber ich sollte von vorne beginnen. Denn dieser Ausflug an sich war im Ganzen einfach wunderschön.

Paul, Ralf, Angelika, Birgit und ich nahmen uns vor, am letzten Samstag unseres Aufenthaltes in Isny in die Alpen aufzubrechen. Genauer gesagt nach Oberstdorf. Ins Ostallgäu.
Während die anderen 3 gemeinsam wandern gingen, wollten Birgit und ich „nur“ auf das Nebelhorn und dort ein paar schöne Stunden verbringen. Zumal das Wetter einfach bombig war mit Sonnenschein und in den Höhen mit Unmengen Schnee.

Wir kamen schon recht früh in Oberstdorf an. Es war kaum etwas los und wir noch ein bisschen müde, also ging es erst einmal in ein Café. Dort gab es noch ein bisschen Koffeinnachschub.
Wenig später stiefelten wir los in Richtung Nebelhornbahn – unserem (zugegeben … einfachem) Weg auf den Gipfel in 2.224 m Höhe. Nachdem wir die Tickets gelöst hatten und auch noch keine langen Warteschlangen da waren, konnten wir recht schnell in eine Gondel steigen, die uns (über die Zwischen-Stationen Seealpe und Höfatsblick) auf das Nebelhorn beförderte. Was soll man sagen? Ein Wahnsinnsausblick, tolles Wetter – und das Gipfelkreuz haben wir natürlich auch bestiegen … wenn schon, denn schon!!!  ;o)

Nach einiger Zeit ganz oben fuhren wir auf die Station „Höfatsblick“ (auf 1932 m) hinab und legten uns auf der Terrasse erst einmal gemütlich in die Sonne. Mit Musik im Ohr ließ es sich dort wahrlich gut aushalten!
Aber nur rumliegen und sich fahren lassen, ist ja auch doof. Also beschlossen wir, wenigstens eine kurze Wanderung zum „Zeigersattel“ zu unternehmen. Einfach 30 Minuten Fußweg mit einigen Höhenmetern Unterschied. Los ging’s!

Vorbei an kleinen Bächen, toller Natur, tollen Ausblicken und von Sonnenschein begleitet stiefelten wir durch den Schnee(matsch). Bis wir ankamen und nicht schlecht staunten – da stand einfach so eine Tür mitten in der Gegend rum. In 1920 m Höhe. Einfach nur wunderschön anzusehen – und zu fotografieren  ;o)
In die eine Richtung (s.o.) sah man den strahlend blauen Himmel, in die andere Richtung (wenn man durch die Tür schaute) sah man auf einen idyllischen Bergsee. Ein Traum.
Dort ließ es sich einige Minuten gut aushalten. Mit Besuch von Schmetterlingen und Marienkäfern allemal.

Leider mussten wir auch da irgendwann Abschied nehmen, da unsere anderen 3 Begleiter im Tal auf uns warteten. Aber es war ein toller und entspannter Ausflug – mit vielen tollen Momenten, Gesprächen und bleibenden Erinnerungen <3

Eure Karina

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