Hallo meine Lieben,

während ich mich auf dem Weg „in den Osten“ befinde, da wir heute Betriebsausflug haben, wollte ich Euch etwas zu lesen da lassen. Während ich also im Erzgebirge unterwegs bin, möchte ich Euch eine richtig tolle Stadt noch näher bringen …

Nachdem ich schon einen Beitrag hier gemacht habe, der das zauberhafte Bamberg zeigt, möchte ich Euch heute die „rätselhafte Seite“ zeigen. Oder eben ein Paar kleine Kuriositäten, die mir in den vergangenen Jahren so untergekommen sind  ;o)

An dieser Stelle muss ich mich bereits für die grauenhafte Bildqualität entschuldigen, die Bilder sind schnell mit dem Handy gemacht worden!

Herzchen - verschieden
Altes Rathaus

Das Alte Rathaus an und für sich ist ja schon ein Schmuckstück für sich. Erstmals 1387 erwähnt, wurde es mitten in die Regnitz gebaut.
Warum? Der Sage nach wollte der Bischof von Bamberg den Bürgern keinen Platz für den Bau eines Rathauses gewähren. Deshalb rammten die Bamberger Pfähle in die Regnitz und schufen eine künstliche Insel, auf der sie das Gebäude errichteten. Die Lage des Alten Rathauses markiert noch heute die alte Herrschaftsgrenze zwischen bischöflicher Berg- und bürgerlicher Inselstadt.

Wie prachtvoll das sehr alte Rathaus auch heute noch da steht. Mit seinen Rokoko-Balkonen und den Fresken. Wer ganz genau hinsieht, entdeckt auch eine Besonderheit …

 

Genau! Da steht eine Plastik raus! Genauer gesagt ein ganzes Bein. Wem das gehört und warum es da ist?
Das Bein gehört zu einer der Putten (Was das wieder ist? Der Begriff stammt aus dem Italienischen „putto“ und bezeichnet in der Malerei eine Kindergestalt, die meist wenig bekleidet oder nackt Auftritt und das entweder mit oder ohne Flügel.), die der Künstler Anwander gemalt hat.
Die Frage, warum dieses plastische Bein da ist, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Zumindest kann einem da niemand so wirklich eine Antwort darauf geben. Angeblich hängt dieses Plastikbein da raus, weil kein Platz mehr da war, um der Putte das Bein hinzuzeichnen. Klingt logisch, oder?

Herzchen - verschieden
Bamberger Dom St. Peter und St. Georg

Auch den Bamberger Dom habe ich Euch schon ein wenig näher gebracht. Fertig gestellt und somit in Betrieb genommen wurde er im Jahre 1012 unter Kaiser Heinrich II. Er beherbergt nicht nur den Bamberger Reiter, sondern auch das Grab des Kaiserpaars Heinrich II und seiner Kunigunde (das einzige heiliggesprochene Kaiserpaar des Heiligen Römischen Reiches) sowie das einzige Papstgrab in Deutschland und nördlich der Alpen (das Grab von Papst Clemens II).

Als ich einmal durch den Dom gelaufen bin und nichtsahnend nach oben gesehen habe, als ich vorne beim Altarraum stand, musste ich mir erst einmal die Augen reiben, ob ich da auch richtig sehe:

Dom Fratze - 20140717_161025

Ja, da ist eine Art „Fratze“ hingemalt. Die auch nicht weiter einsehbar ist, außer man steht vorne beim Altar.

Warum und wieso?
Es heißt, dass der Bischof beim damaligen Dombau den Handwerkern aus Geldknappheit den Lohn gekürzt/gestrichen habe. Deswegen rächten sie sich und malten in den Deckenbogen eine „Teufelsfratze“ mit herausgestreckter Zunge. Diese war vom Sitz des Bischofsstuhls aus sehr gut zu sehen. Diese soll dem Bischof so eine Angst eingejagt haben, dass er die Löhne in voller Höhe bezahlte…

Hier habe ich noch ein Bild gefunden, auf welchem man die Fratze viel besser sehen kann (Quelle: Nürnberger Nachrichten)

Dom Fratze - groß

Herzchen - verschieden

Hier noch ein Nachtrag von Kristin – sie kann uns erklären, warum das „Schlenkerla“ heißt, wie es heißt. Vielen lieben Dank, liebe Kristin!

Das Schlenkerla hieß ursprünglich „Zum blauen Löwen“. Dann kam aber die Zeit wo alle Bamberger Brauereien auf neue, industrielle Technologien umstellten – nur beim Schlenkerla blieb alles traditionell. Und weil der gemeine Bamberger Veränderung nicht mag sind alle nur noch zum Schlenkerla gegangen. Also stapelten sich in seinem Bierkeller unzählige Fässer. Eines Tages gerieten diese Fässer aber ins Rollen und erfassten den Wirt und brachen ihm die Beine. Nach diesem Unfall hatte er einen sehr markanten Gang – er schlenkerte beim Laufen. Und wenn die Leute ihn sahen riefen sie: „Ach schau an, da kommt das Schlenkerla!“ Seit dem Tag ist die Brauerei als Schlenkerla bekannt.

 

Herzchen - verschieden

Sind Euch noch Kuriositäten in Bamberg begegnet?
Oder hat Euch jemand von etwas erzählt?
Ich bin neugierig und freue mich über alle Infos, die Ihr mir da evtl. geben könnt  :o)

Eure Karina

 

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