Ein Drama in 3 Akten

1. Akt
Freitag, der 13.

Eigentlich fing der Tag gut an. Ich musste zwar trotz Urlaub arbeiten (besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen), hatte dann aber die Folgewoche 3 Tage frei. Außerdem hab ich an dem Tag viel geschafft und abends sollte es zu einem leckeren Geburtstagsessen ins „Hoffmann’s Steak & Fisch“ gehen. So weit, so gut.
Leider war dann mein Liebling mit 4 Rädern der Meinung, nicht mehr anspringen zu wollen, als ich nach der Arbeit heim fahren wollte.
1. Versuch. Gurgel-gurgel. Nix.
2. Versuch. Gurgel-gurgel. Nix. Paar Minuten warten.
3. Versuch. Gurgel-gurgel. Nix.
Bei meiner Family angerufen, ob jemand zum Überbrücken kommen kann (Anspring-Probleme hat mein Auto schon die letzten Wochen und ich war der Meinung, dass es bestimmt die Batterie ist). „Jetzt grad ganz schlecht. “ – „Okay, ich lass Jake stehen und laufe heim. Können wir heut Abend trotzdem mal schauen? Muss um 19 Uhr los nach Bamberg.“ Gut. Alles geritzt soweit.
Abends (im Schutze der Dunkelheit) holte mich mein Lieblingsschwager daheim ab, wir fuhren zu meinem Herzchen und überbrückten – oder vielmehr: versuchten es. Es tat sich leider nichts glücklicherweise auch nicht, als mein Lieblingsschwager es probierte, denn Frauen können das ja nicht :p . Die Batterie wurde ausgebaut, mein Lieblingsschwager von der Family abgeholt und ich bekam das Auto vom Lieblingsschwager (das gleiche wie mein Jake, nur minimal älter und dunkel- statt hellgrau), um zur großen Schlemmerei in die Herzstadt zu kommen.

Samstags wusste ich dann: die Batterie war noch halb voll, nun ganz voll aufgeladen. Wieder eingebaut. Trotzdem tat sich nichts. Bringt also alles nix – Jake einsam und verlassen stehen lassen und am Montag zur Werkstatt vor Ort gehen (obwohl mein KFZler eigentlich woanders ist, aber 15 km wollten wir Jake nicht abschleppen). Meinen Liebling bekam ich am Mittwoch zurück mit den Worten „Haben alles geprüft, wir konnten nichts finden. Filter okay. Einspritzanlage okay. In den Zündkerzen war unverbrannter Kraftstoff, können wir uns nicht erklären. Die haben wir gereinigt. Er läuft wieder wie ne Eins.“ Hab ihn freudestrahlend abgeholt  welcome back sweetheart  , fuhr heim. Sportsachen zusammengepackt. Ab ins Auto. Wieder nicht angesprungen. Zum Glück dann auf’s dritte Mal… Fuhr in die Herzstadt ins Fitnessstudio. Auf dem Weg dorthin kletterte die Kühlerwasseranzeige hoch  oh nein, hatte doch erst letztes Jahr Marderschaden  , aber grad noch so im normalen Bereich.
Rief nach dem Sport bei meiner Family an. Meine kleine Schwester ging ran und anstatt eines „Servus, was gibt’s?“, schallte mir ein „Ha ha, wo stehst‘ denn?!“ entgegen. Man muss sie einfach gern haben… ;D
Kurzes Telefonat mit Papa, Jake sprang auf’s erste Mal an und Papa und ich entschieden „jetzt kommt er zu unserem KFZler, sicher ist sicher“. Also stellten wir Jake irgendwann gegen 21 Uhr dort ab und seitdem warte ich auf ihn … mein Herzchen werde ich aber wohl erst nächste Woche wieder sehen …
Anmerkung: Mein KFZler hat nämlich das offensichtliche Problem gefunden. Leider.

2. Akt
Freitag, der 20.

Man ist fei ganz schön aufgeschmissen, wenn man es gewohnt ist, ein Auto vor der Tür stehen zu haben und los fahren zu können, wann immer und wohin auch immer man möchte, und dann keines hat! Auf einmal ist man wieder auf Taxi Mama, Taxi Papa oder Taxi Schwester angewiesen (oder bekommt im besten Fall das Auto eines Familienmitgliedes überlassen – wobei es da ja noch die Problematik gibt: wer ist auf welchem Auto versichert und darf mit welchem Auto fahren?).

Für Freitag hatte ich mich mit einer Freundin beim Inder in Lichtenfels verab-redet. Wir hatten das Treffen schon einige Mal verschieben müssen und daher wollten wir dieses Mal nicht wieder verschieben. Meine Mama musste sowieso nach Lichtenfels fahren und etwas umtauschen, also fuhr sie mich hoch und wollte mich später wieder abholen. Wie sich auf der Autobahn herausstellte, hat sich auch meine Freundin hinfahren lassen, weil sie selber grad kein Auto fahren darf aus gesundheitlichen Gründen. Wir sind schon zwei … :D
Jedenfalls waren wir sehr gut in der Zeit und daher fuhren Mama und ich zusammen noch schnell zum LIF.E-Center, um etwas aus der Reinigung abzuholen. Auf dem Weg dorthin mussten wir an einer roten Ampel stehen bleiben. Wir stehen und warten, meine Nase vernimmt einen komischen leider bekannten Geruch und ich sehe vor mir leichten Dampf. „Nein Karina, sag nix, das bildest du dir nur ein!“, hämmerte es in meinem Kopf und ich biss mir auf die Zunge.
Nächste Ampel, wieder rot, wieder warten. Es dampfte wieder. „Ääähm, Mama, du dampfst…“ – „So ein Quatsch, das sind die Abgase von dem vor uns!“ Tja.
Noch eine Ampel. Wieder rot. Wieder warten. „Mama, sei mir nicht böse, aber du dampfst wirklich und es riecht so nach Wasserdampf …“ – „Das kann nicht sein, das sind die Abgase von dem vor uns!“
Wir kommen am LIF.E-Center an, parken. Dampf, Dampf, Dampf. „Mama … ?!“  –  „Ach sch****, das ist ja wirklich mein Auto. Was machen wir denn jetzt?!“ Ja, was macht man in so einer Situation? Genau: Papa anrufen  :D  Denn einfach so weiterfahren sollte man nicht, ohne zu wissen, woran es liegt. Seine Reaktion auf den Anruf war verständlicherweise „Ihr und Eure sch*** Böcke!!!“ Aber natürlich kam er doch gefahren und schaute es sich an, während ich dann zu Fuß zu meinem Inder-Date bin und später vom Freund der Freundin heimgefahren wurde. Männer halt manchmal  <3
Anmerkung: Kühlerwasser nachgefüllt, alles okay. Dachten wir.

3. Akt
Dienstag, der 24.

Oma hatte gestern Geburtstag. Da ich ja nach wie vor autolos bin, fragte ich bei meiner kleinen Schwester an, ob sie mich auf dem Heimweg von der Arbeit mitnehmen könnte zum Geburtstag. Ruft sie an „Würde ich ja gerne machen. Aber ich hab auch kein Auto. Das ist grad in der Werkstatt“, und lacht. Zum Glück nur zum TÜV und nix weiter dran.  „Mama holt mich später vom Zug ab, dann nehmen wir dich mit. Ich rufe rechtzeitig an, dass du dich fertig machen kannst.“ So weit. So gut.
Ich sitze auf Arbeit und warte, klingelt mein Handy „Du, Karina, ist dein Kollege noch da, der sich mit Autos auskennt?“  ANGST.  „Mama hat mich abgeholt, aber ihr Auto dampft schon wieder. Mit dem können wir nicht zur Oma fahren.“ Oh Mann.
Mama und kleine Schwester fuhren vor, ich stieg ein und wir fuhren nach Hause zur Family. Dort angekommen war glücklicherweise die Soulsista noch daheim, also konnten wir deren Auto nehmen und packten gleich noch die Lieblingsnichte mit ein … dem Auto geht es übrigens auch heute noch gut  ;D

Ende mit den bisherigen Vorkommnissen. Und mit den Nerven.

Da denkt man, man kennt solche Situationen und dann kommt halt nochmal was oben drauf …

Fazit:
6 Autofahrer in der Familie und jede/r hat ein Auto. Irgendwie sprechen sich die Autos ab, dass sie gleichzeitig einen Schaden haben und das dann in der Folge eine ziemliche Logistik erfordert, die verbleibenden Autos auf die Leute aufzuteilen. Wahnsinn.
Während der 1. und 3. Akt geklärt sind (Zylinderkopfdichtung und TÜV), müssen wir mal sehen, was beim 2. Akt noch rauskommt (wir tippen auf defekten Kühler).

Vielleicht mag der Osterhase zu Ostern einfach 3 neue Autos bringen?!  :D

Ich wünsche Euch was (und uns bald unsere Autos heile zurück),

Eure Karina

PS: Euch könnte der Osterhase übrigens auch etwas bringen, wenn Ihr bei meinem kleinen Giveaway mitmacht und Euer Glück versucht.  :o)

 

 

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