Hallo meine Lieben,

heute gibt es wieder mal eine „Ich liebe meinen Job“-Meldung.
Manche Menschen, ey …  ;o)

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Kam eine E-Mail rein. Die war für eine Kollegin aus einem anderen Sachgebiet gedacht.
„Wir haben Ihnen vor 2 Wochen eine E-Mail geschickt. Wir haben keine Lösung erwartet, aber eine Bestätigung über den Erhalt der E-Mail schon.“ Einfache Lösung: Lesebestätigung anfordern! Bzw. wenn sie nicht angekommen wäre, wäre eine Fehlermeldung gekommen. Alternativ können wir für sämtliche E-Mails, die den ganzen Tag bei uns eingehen, nochmals eine Ganztagskraft beschäftigen, die auf alle E-Mails brav antwortet und den Eingang bestätigt …

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Zu meinem Job gehört auch ein bisschen die Öffentlichkeitsarbeit bzw. Pressemitteilungen schreiben, Korrektur lesen usw. Meine Kollegin von den Blitzern hatte mir zu einem bevorstehenden Projekt („Auf die Bremse, fertig, los!“, ein Projekt für Grundschulkinder, damit sie Geschwindigkeiten besser einschätzen lernen usw., ein sehr sinnvolles Projekt, das mittlerweile natürlich schon rum ist, war im März 2015) eine vorgefertigte Pressemitteilung gegeben von gGKVS mbH mit der Bitte um Korrektur. Da zögert Karina natürlich nicht lange, holt den Rotstift raus und legt los. Da ist kein Leerschritt zu viel vor mir sicher, Zeichensetzung, da geht’s rund! (An mir ist wirklich eine Lehrerin verloren gegangen.)

Mit meinen ganzen Anmerkungen hab ich das der Kollegin zurückgegeben, die sich wiederum mit der Verfasserin in Verbindung setzte. Die wiederum war wohl etwas „geschockt“ über das viele rot in ihrer vorgefertigten Pressemitteilung und sagte das auch. Meine Kollegin darauf hin „Machen Sie sich mal keine Gedanken! Das sehen Normalsterbliche nicht, ich auch nicht. Aber meine Kollegin ist geprägt vom alten Chef und findet ALLES“. Musste grinsen, als sie mir das später erzählte  :D

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Die Kollegen von den Blitzern halten regelmäßig Sitzungen ab, bei denen es dann auch etwas zu Essen gibt. Meist bleibt etwas übrig und die Kollegen stürzen sich darauf wie die Wölfe. Die lungern dann schon immer ca. 15 Minuten vorher in der Personalküche rum und warten auf die Fütterung.  :D
Woher sie das wissen, wann Sitzung ist? Aus den öffentlichen Outlook-Kalendern. Daher ist es ganz gut, wenn man die regelmäßig durchsieht und ggf. Termine rausstreicht:

E-Mail 03.03.15

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Was auch noch zum Aufgabengebiet meines Sachgebietes gehört, ist der Postauslauf. Manchmal muss man schon grinsen, an wen da so Briefe rausgehen, v.a. wenn sie in der Reihenfolge Nachname/Vorname im Anschriftenfeld stehen. Aber seht selbst:

  • Süße Lisa
  • Schöner Klaus
  • Wilder Markus

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Noch so ein kleines Geschehniss, was weder meine Kollegin noch ich zuordnen konnten – bis jetzt!

Neulich kam per Fax (der Faxeingang wird von uns bearbeitet) ein leerer Stundenzettel an. Wir (als Personalamt) wussten nichts damit anzufangen. „Warum schickt jemand einen leeren Stundenzettel? So ein Quatsch.“ Gelöscht. Fertig.
Das Rätsel löste sich, als nun mein Vorarbeiter da war. „Wo sind meine Stundenzettel?“ – „Welche Stundenzettel?“ – „Ich hatte dem Stenz gesagt, dass wir neue Stundenzettel brauchen, weil wir keine Leeren mehr zum Ausfüllen haben und er meinte, er kümmert sich und gibt euch Bescheid.“ Stenz hatte also den leeren Stundenzettel vom Fax unten im Erdgeschoss auf unser Fax im 1. Stock geschickt. Ohne Kommentar.
Männer. Und dann wundern sie sich, dass wir nicht verstehen, was sie von uns wollen!

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Ganz frisch, erst heute passiert:
Mein Kollege/Sachgebietsleiter war vergangene Woche nicht da. Freizeitausgleich. Eine schöne Sache, die es im öffentlichen Dienst gibt. Er hat das Büro direkt neben mir und meiner Kollegin. Damit die Leute nicht gegen seine verschlossene Tür rennen oder sich halb zu Tode klopfen, hatte ich ein Schild angebracht „Büro nicht besetzt. Bitte wenden Sie sich an Zimmer-Nr. xx. Vielen Dank.“
Seit heute ist er also wieder da und ich wunderte mich, warum die Leute allesamt immer noch zu mir ins Büro liefen und erstaunt kuckten, wenn sie dann da meinen Kollegen im Nebenzimmer sitzen sahen. Hab mir trotzdem nix weiter dabei gedacht, da meine Tür zum Flur offen war, seine nicht. Von daher sahen die Leute zuerst mich.
Später war ich oben in der Küche und hab mir meinen verdienten Kaffee geholt, fragt mich die Kollegin „Sag mal, dein Kollege, ist der eigentlich da oder net?“ – „Ja klar ist der da. Warum fragst du?“ – „Weil da immer noch das Schild an der Tür hängt von letzter Woche.“ Ich nach unten gestiefelt – Tatsache, hing noch da.
Tür vom Kollegen sperrangelweit aufgemacht (der hat gerade telefoniert) und mich in die Tür gestellt und auf das Schild gedeutet. Schaut er mich fragend an. Ich nahm das Schild raus und sagte zu ihm „Das hättest du ja mal rausmachen können.“ Er grinst mich an, sagt in den Hörer „Moment mal, ich krieg grad Anschiss von der Kollegin“, hält den Hörer ein bisschen weg und schaut mich herausfordernd an. „Ich hab das Schild nicht hin gemacht, also brauch ich es auch nicht weg machen.“ So sind meine männlichen Kollegen … Hab dann nur zu ihm gesagt „Trotzdem hättest du das wegmachen können … LIEBLING.“ Der Zuhörer am anderen Ende der Telefonleitung hat gelacht, mein Sachgebietsleiter auch und es gab einen Kussmund für mich. Nett. Immer wieder nett.

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Das war es wieder für den Moment mit Job-Erlebnissen. Mal sehen, wie lange der nächste Post braucht :D Denn jetzt hab ich erst einmal Urlaub und habe meine Ruhe vor dem „Irrenhaus“  :D

Ich wünsche Euch noch eine schöne Woche (und bald kommen dann auch mal die Reiseposts, warte noch auf bestimmte Bilder),
Eure Karina

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