Hallo meine Lieben,

eigentlich sollte an dieser Stelle erst der andere Roadtrip (Ulm) zu lesen sein. Und eigentlich sollte dieser Post schon vor mindestens 1 Woche online gehen. Aber manchmal kommt das RL dazwischen und dann gibt es eben alles in anderer Reihenfolge und verspätet.

Wie bereits im letzten „I see faces“-Beitrag erwähnt, ist war „das Irrenhaus wieder on tour“. Das bedeutet, meine dazu angemeldeten Kollegen teilweise mit Partner und ich machten uns auf zum Betriebsausflug. Dieses Jahr mal wieder 4-tägig (jedes 2. Jahr, dazwischen 1-tägig) und zwar auf ins schöne Hamburg. Hummel Hummel, Mors Mors. Ihr wisst schon.
Hier und in den 2 oder 3 Folge-Posts erfahrt ihr, was jeden Tag so los war. Ach ja, die Gesichter meiner Kollegen sind mit nem Balken überzogen – wer weiß schon, wer sich von denen im WWW wiederfinden möchte ;D  Wie immer gilt: Galerien anklicken, damit die Bilder größer werden – aber das wisst Ihr ja schon.

Starten wir mal mit Tag 1:

Der Wecker klingelte gegen 4 Uhr. Fertig machen, Koffer packen, draußen auf meine liebe Kollegin und Zimmermitbewohnerin für die nächsten Tage warten, die für mich Taxi spielte. Um Punkt 5:01 Uhr starteten wir unsere Tour, nachdem alle an Bord waren. Pünktlichkeit können wir meistens. Nach einem kurzen Bordfilm (kannte das ja bisher nur vom Fliegen) versuchte ich, noch eine Runde zu schlafen. Kleine Karina mit den kurzen Beinen in der ersten Sitzreihe, wo man besonders viel Platz hat. Hat aber auch nix gebracht, konnte nur dösen. Nach zwei Pausen (#1 zum Beine vertreten gegen 6.40 Uhr „nein, ich geh nicht ausm Bus raus – da könnt ich ja aufwachen!“ und #2 zur Raubtierfütterung am Zwischenzielort) kamen wir in Osterode am Harz an. Als wir die historische Altstadt erkundeten, gab es viel zu lachen und unter anderem auch 3 Esel auf einmal zu sehen ;D (Das Zitat stammt von einem Esel auf dem Foto – nicht von mir! :D) Zum Abschluss ging es in eine Eisdiele mit einer „netten Toilette“ („um 9 a Bier, um 10 a Eis, so muss es sein!“) und anschließend weiter Richtung Hamburg – mit einem Döschen Prossecco, Aperol Sprizz oder Hugo in der Hand. :o)

 

Mehrere stockende Verkehre später kamen wir in Hamburg an und unser Busfahrer hat uns schnell die Hotspots gezeigt, bevor wir dann gegen 15 Uhr beim „Motel One am Michel“ eincheckten. Die richtigen VIPs parken direkt vor der Haustüre – auch, wenn kein Parkplatz ausgewiesen war. Weder für Autos und schon gar nicht für Busse. Aber wer kann, der kann. ;o)
Alle erhielten die Karten zu ihrem Zimmer. Immer mit dem Hinweis „ruhige Lage“. Carola und ich gleich zum netten Menschen an der Rezeption: „Wir hätten es gerne nicht ruhig :D“ – „Okay, dann müssten Sie runter ins Souterrain Süd :D“ Nein, wir hatten letztendlich auch ein Zimmer in ruhiger Lage und mit Ausblick auf viele junge knackige Männer in der Firma gegenüber (blau.de).

Um 16 Uhr ging es gleich weiter mit einer Stadtführung. Wir waren knapp 30 Personen und wurden auf 2 Gruppen aufgeteilt. Wie sich am Ende herausstellte, hatten ich und meine Mitläufer den besseren Guide erwischt – Andreas. Er zeigte uns viele interessante Stellen in Hamburg und erzählte viel Interessantes über die Stadt. Wir begannen am Michel (logisch, wohnten wir doch nur glatt 2 Gehminuten daneben), weiter über die Krameramtsstuben, die zerstörte St. Nikolai-Kirche und zur Trostbrücke. Weiter Richtung Handelskammer und an unserem Abendessen-Restaurant vorbei *hi hi hi*, weiter Richtung St. Petri Hauptkirche und den „Grundmauern“ von Hammaburg (das war der Ursprung für den späteren Namen „Hamburg“), weiter zum Jungfernstieg und dem Rathausmarkt samt Rathaus. Es war wirklich unterhaltsam, wir brachten unserem Guide fränkisch bei und es gab gelegentlich kleine Verständigungsprobleme, die wir aber mit viel Witz und Spaß beseitigten  :D  Die andere Truppe hat während dessen nicht viel von Hamburg gesehen und wurde um die Binnenalster rumgejagt. Blöderweise brach dann noch ein Platzregen los (den wir auch mitbekamen, da waren wir aber gerade untergestellt und uns wurde die Geschichte von Hammaburg erklärt.) Manchmal muss man halt auch mal Glück haben im Leben, wa?  :D
Danach war erst einmal Freizeit angesagt – der nächste Termin war erst für 20.30 Uhr angesetzt. Carola und ich schnappten uns unseren „Reiseleiter“ (Kollege, der alles organisiert hatte) und wollten in das uns von unserem Guide Andreas empfohlene Restaurant – leider kamen noch ca. 20 andere Lemminge (Mitreisende) hinterher. Das ist immer etwas anstrengend, die sind alle über 18, aber nicht in der Lage, selber was zu entscheiden. Hmpf. Wir jedenfalls genossen unseren „Fish n Chips“ und hatten unsere Gaudi mit dem Küchenchef (der mit dem Ansturm fast ein bisschen überfordert war). Lecker! Empfehlung!

Ja, das war noch nicht alles für den Tag (Ihr seht, der 1. Tag war gleich ziemlich voll!) – wir hatten um 20:30 Uhr ein Date mit unserer Titten-Tina auf der Reeperbahn! Unsere Tina war besser bekannt unter dem Namen „der 3. Zwilling“ oder „Nachgeburt“ und am Anfang packte sie erst einmal für alle einen „Ficken“ aus – denn eine Tour will ja richtig gestartet werden, nicht wahr?  ;D  Dann stolzierte sie voraus mit ihrem Stab, an dem ein pinker Penis angebracht war. Immer, wenn sie diesen schwenkte, hieß es „KUSCHELN!“ oder zu deutsch „kommt ma näher, ich erzähl Euch was!“ :D  Diese Tour war wirklich äußerst witzig und auch sehr interessant – wer Genaueres wissen möchte, kann es hier nachlesen. Ich würde die Tour jederzeit wieder machen!
Es ging über die Reeperbahn zur Schmuckstraße, in und über die Große Freiheit, an das Denkmal für den ehemaligen Star-Club (das übrigens aus indischem Granit besteht, ganz wichtig!), in den (Box-)Club „Zur Ritze“ (dort auch wieder mit einem Kurzen) und zurück. Zu guter Letzt landeten wir in „Tina’s Bar“ und waren unsere eigene geschlossene Gesellschaft. Wir tranken, rauchten, tanzten, hatten unseren Spaß und wurden unterhalten von einer Burlesque-Tänzerin und einem Elvis Presley-Double.
Während ich gegen Mitternacht die Segel strich (nach über 20 Stunden wach), hielten die Kollegen noch bis 1 oder 2 Uhr aus. Durch mein frühes Gehen hab ich natürlich wieder etwas verpasst … aber Ihr wisst ja:
„Was in Hamburg passiert, bleibt in Hamburg!“
… also kann ich an dieser Stelle leider nix erzählen. Betriebsgeheimnis.

Das also war Teil 1 … Teil 2 folgt bald!

Eure Karina

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