Hallo meine Lieben,

so schnell kann’s gehen – wir sind nun schon bei Tag 4 unseres Ausflugs ins schöne Hamburg und damit auch beim letzten Tag angelangt. Wer die ersten 3 Tage noch nicht gelesen hat oder sie nochmals lesen möchte, findet Tag 1 hier, Tag 2 hier und den Tag 3 hier.

Ja, wo war ich das letzte Mal stehen geblieben? Ach ja, Bar/Restaurant „Zwick“ auf der Reeperbahn. Um Mitternacht. Richtig?

Also. Genau. Wir wollten ja die Nacht von Samstag auf Sonntag durch machen wegen dem Fischmarkt früh um 5 Uhr – Ihr erinnert Euch? Gut. Dann haben wir den gleichen Wissensstand  ;D

„Wir wollten durchmachen“ ist in dem Fall nicht so ganz richtig. Denn eigentlich wollte ich durchmachen (wenn ich  mich dazwischen nur ein paar wenige Stunden hingelegt hätte, wäre ich total grandig gewesen, ich kenne mich – also lieber gleich durchziehen!) und habe Mitstreiter/innen gesucht. Denn alleine haben sie mich nicht auf die Reeperbahn lassen wollen. Ich wäre so klein und mir könnte was passieren… Hmpf. Haben die eine Ahnung. Die hätten mich nach wenigen Stunden wieder zurückgegeben, wenn mich jemand geschnappt hätte.

Wir waren da also gegen Mitternacht gut angetrunken zu 14. im „Zwick“ und genossen die gute Live-Musik. Zwischendrin (wenn die Band Pause machte), gab es Rock’n’Roll vom Band. War sehr nett und wir konnten viele Lieder mitsingen und hatten Spaß.
Gegen 0:30 Uhr begann dann der große Aufbruch. Alle verschwanden sie – bis auf Tino und mich. Wir konnten und wollten noch nicht ins Bett und „ich kann dich ja nicht alleine lassen!“ und ja … Waren also noch bis gut dreiviertel Viertel vor 2 Uhr im „Zwick“. Dann wurde auch mein Aufpasser Tino müde und ich ergab mich in mein Schicksal, dass ich doch noch mein Bett wiedersehen würde vor dem Morgengrauen. Frau kann halt nicht alles haben.
Bevor ich aber nicht alleine in mein Bett verschwand, wollten wir noch kurz etwas an der Bar trinken. Betonung liegt auf kurz. Da hatten wir aber nicht mit Sven und Jürgen gerechnet, die wir an der Bar kennenlernten bzw. die uns in ein Gespräch verwickelten und wir da dann doch noch fast 1 Stunde saßen. Neben vielen Späßen (2 Franken, 1 Quiddje und 1 NRW-ler) war es aber auch sehr lehrreich, da uns Jürgen den Unterschied zwischen einem geborenen Hamburger, einem gebürtigen Hamburger und einem Quiddje erklärte (das Wissen haben wir dann gleich später am Morgen angewandt).
Gegen 2:45 Uhr konnten wir uns dann loseisen und gingen zu unseren Zimmern, die im gleichen Gang waren und nur durch wenige andere Zimmer getrennt. „Hey, bei dir ist doch die Carola mit im Zimmer?“ –  ?!?!?!?!?!?
Ehe ich mich so wirklich versah, stand Tino in unserem Zimmer. Ich konnte ihn grad noch so zurechtweisen, dass er bloß keinen Krach machen und wieder gehen soll. Da war Carola aber schon wach („ich habe so unruhig geschlafen, ich wusste ja nicht, ob du nochmal kommst oder nicht“ <3 ) und ehe wir zwei uns versahen, lag Tino auf unserem Bett und war schon eingeschlafen. So schnell kann es gehen. Da lagen wir dann also zu dritt in unserem Bett – ich auf meiner Seite, Carola in der „Besucherritze“ und Tino auf Carola’s Seite. Problem: ich war nicht müde und wollte auch nicht mehr einschlafen (Wecker klingelte um 3:45 Uhr), aber das Licht konnte ich auch schlecht einschalten, wollte die anderen 2 ja schlafen lassen. Das Unvermeidliche passierte – ich schlief gegen halb vier ein. ZONK.  Als die Wecker klingelten (ich machte meinen gleich wieder aus), stand Carola auf und machte sich fertig. Sie stand dann schon halb in der Tür und meinte „Karina? Kommst du mit zum Fischmarkt?“  –  „Neeeiiiiin.“ Decke über den Kopf. „Tino? Kommst du mit?“ – „Bist du verrückt?“ – „Okay, ich geh dann. Und lass bloß die Karina in Ruhe!“ Zack, weg war sie. Als ich dann wenig später wieder fit war, war Tino auch verschwunden. Hat sich wohl nach seinem Stenz gesehnt  ;o)

Es war da gerade 6 Uhr, ich wieder topfit und schrieb Carola noch schnell „bist du noch am Fischmarkt? Kann um halb sieben da sein.“ – „Ja, super, komm! Ich warte beim Nudel Olli.“  Also hab ich mich schnell fertig gemacht, Sachen gepackt und los. Recht flotten Schrittes über die Landungsbrücken Richtung Fischmarkt. Wie still und ruhig doch alles morgens gegen 6:25 Uhr ist! <3

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Kurz vorm Fischmarkt traf ich dann wieder auf unsere Lemminge, von denen natürlich gleich kam „Na, ausgeschlafen? Wo hast du denn den Tino gelassen?“ Wie schnell sich doch Geschichten verbreiten …
Nach einem kurzen Gespräch lief ich weiter und traf kurz darauf Carola und wir hatten noch eine Fetzengaudi zu zweit  :D  Sie war sehr froh, dass ich noch geschrieben hatte und gekommen bin, denn unsere Leutchen waren wohl etwas morgenmuffig und waren zu nix zu gebrauchen. 3x schnell über den Fischmarkt gerannt, vielleicht 10 Minuten in der Fischauktionshalle („ist zu laut hier!“) und dann gleich hoch ins Hotel zum Frühstück gerannt. Ich sag ja, Carola und ich haben uns sehr gut ergänzt  :o)
Zu allererst sind wir in Ruhe über den Fischmarkt gelaufen und haben uns umgesehen. Dann ging es in die Fischauktionshalle und wir haben noch gesungen und getanzt. Zum Abschluss gingen wir noch auf einen Kaffee zu Jessy (kennt Ihr vielleicht auch, der war schon mehrfach im Fernsehen), was ja auch irgendwie eine Show für sich ist. Extrem gut gelaunter Jamaikaner (?) an seinem Wägelchen. Verkauft Kaffee. Ist richtig gut gelaunt. Es läuft Raggae-Musik und es sind auch andere Rastamen da, die zur Musik tanzen. Sehr entspannt und etwas Urlaubsfeeling (und der Kaffee war auch sehr lecker!). Ich habe wieder ein kleines Video davon mit dem Anfängerfehler, hochkant gefilmt zu haben – sogar mit Blumenzusatz!  :D

Gegen 8 Uhr sind wir extrem entspannt zurück Richtung Hotel gestartet – mit einem kleinen Abstecher über das Bismarck-Denkmal, das zwischen Landungsbrücken und unserem Motel One thronte (wir brauchen jeden Tag eine kleine Sporteinheit, egal wie müde oder kaputt – habt Ihr ja sicherlich schon gemerkt). Danach ging es zum Koffer packen aufs Zimmer und anschließend zum Frühstück. Kurz nach 10 Uhr ging es dann schon Richtung Heimat – mit der Destination gut sichtbar im Bus  :o)

Nach diesem langen und doch intensiven Wochenende waren wir dann alle ganz froh darum, keinen großen Zwischenstopp mehr zu machen (war eigentlich für Göttingen oder Hannoversch Münden gedacht gewesen) und nur für die vorgeschriebenen „Busfahrerpausen“ rauszufahren. So kam es, dass wir zwar trotz mehreren Staus und stockenden Verkehren nach 7 Stunden reiner Fahrtzeit daheim waren. Das war gegen 18:30 Uhr.

Im Bus war es recht ruhig wen wundert’s und jede/r war am Dösen oder Lesen. Das Wichtigste das Bier stand ganz vorne bei mir, damit sich unsere Bierfreunde wenigstens ein bisschen bewegten und man sie mal zu Gesicht bekam (die saßen alle weit hinten). Unser Stenz saß in der Eselsbank und hat vor sich hin gegrinst. Ich vermute ja, dass er sich die Gegen-den-Schlaf-ankämpfende-Karina-Bilder und andere lustige Handyfotos vom Wochenende ansah.

Das war er also, der #IrrenhausOnTour-Ausflug 2015. Wir hatten echt immer super Wetter, hatten einiges zu sehen und zu lachen. Uns wurde nicht langweilig und es ist einiges passiert, was natürlich niemals an die Öffentlichkeit darf  ;D

„Was in Hamburg passiert, bleibt in Hamburg!“

Da ich nicht viele Stunden Schlaf bei diesem Ausflug hatte (von Mittwoch auf Donnerstag bis einschließlich Samstag auf Sonntag waren es insgesamt nur knapp 15 Stunden Schlaf), war ich dann auch extrem froh, als ich nach der Rückkehr bald ins Bett konnte und ein paar Stunden mehr Schlaf erhalten habe.

Eure Karina

PS: Unseren Schaden haben wir natürlich auch alle weg. Erst heute kam eine Kollegin von einer Außenstelle rein, stellte sich ins Zimmer und rief „KUSCHELN!“  :D

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