Hallo meine Lieben,

die letzte Zeit war es relativ still hier am Blog und die Posts, die online gingen, waren alle schon vor längerer Zeit geschrieben und das Hochladen jeweils vorgeplant gewesen. Jetzt hab ich eben erschreckenderweise festgestellt, dass ich Euch immer noch nichts von meinem Besuch Ende April im Schwabenländle berichtet habe. Also will ich das mal nachholen, wenigstens heute in einem Teil 1 und die nächsten Tage in einem Teil 2.

Also. Teil 1. Es war das letzte Wochenende im April. Da wurde ich zur begeisterten Bayern – Baden-Württemberg – Hopperin und habe mich schockverliebt in die tolle Stadt Ulm. Dorthin verschlagen hat es mich mit einer Freundin, da ich von ihr auf meinen runden Geburtstag letztes Jahr ein Ticket für das Basketballspiel ratiopharm Ulm – Brose Baskets Bamberg bekam (ein kleines Wunder, denn das Spiel war eigentlich ausverkauft). Also haben wir logischerweise gleich nen ganzen Wochenendtripp draus gemacht.

Wir starteten am späten Freitagnachmittag in meinem Autoli Jake Richtung Ba-Wü. Das Navi lotste uns Richtung Würzburg, Rothenburg ob der Tauber, Ellwangen und weiter nach Ulm. Es war eine sehr kurzweilige Autofahrt mit viel Spaß. :o)  In Ulm angekommen, suchten wir dann nach unserem Hotel für das Wochenende, dem „Orange Hotel & Apartments“ in der Dieselstraße 4, Neu-Ulm (also gleich in der Nähe der ratiopharm Arena) und verließen uns auf das Navi.
Wo wir rauskamen? Auf einem großen Industrieparkplatz und weit und breit keine Wohnbebauung. Ähhm … ja.
Einige Lachanfälle später wussten wir: wir befinden uns gerade in Ulm und nicht Neu-Ulm. Trotz Dieselstraße 4. Ein kleiner, aber feiner Unterschied. Blöd, wenn es diese Straße 2x in kleinem Umkreis gibt.
Also das Navi neu suchen lassen und *zack* hatten wir unsere Bleibe gefunden. Wir fanden auch gleich einen Parkplatz, einige andere Autos mit Bamberger Kennzeichen standen auch schon da und schon fühlten wir uns heimisch.  :o)
Wie der Name schon verriet, war sehr viel des Hotels in orange gehalten, was ja aber super zu Ulmer Basketball passt – nicht wahr? Das Orange Hotel & Apartments kann ich jedenfalls als Unterkunft uneingeschränkt empfehlen! Wir waren nicht im eigenen Restaurant/Bar essen, von daher kann ich darüber nix sagen – aber die Zimmer waren geräumig, schön eingerichtet und vor allem sauber.

Nach einer kurzen Verschnaufpause auf dem Zimmer beschlossen wir, dass wir einen Mordshunger hatten und unbedingt noch etwas zu Abend essen mussten. Und so landeten wir am Dietrich Theater (gleich bei der ratiopharm Arena) im „Peach Pit“. Na, wer von Euch denkt da auch gleich an „Beverly Hills 90210“? Nur Nat hat gefehlt …  ;o)
Wir hatten leckere Farmer Kartoffelspalten und leckere Drinks und wackelten irgendwann in absoluter Dunkelheit zurück ins Hotel. Noch ein bisschen Musik hören und Selfie-Blödeln, dann hab auch ich das Licht ausgemacht und geschlafen. Wenige Stunden in Ulm an diesem Tag, aber auf jeden Fall schon einmal ein sehr guter Start!  ;o)

 

Am Samstagmorgen starteten wir dann erst einmal zu Fuß und machten uns auf die Suche nach der Bushaltestelle, die wir auch gleich fanden (ca. 500 m vom Hotel weg) und auch gleich unseren Bus ausfindig machten, der uns von Bayern nach Baden-Württemberg brachte – oder einfacher (und weniger drastisch) gesagt von Neu-Ulm nach Ulm.
Am Rathaus in Ulm angekommen, machten wir uns auf die Suche nach einem süßen kleinen Cafe zum Frühstücken und wurden auch fündig im „Cafe Brettle“. Schön eingerichtet, leckeres Frühstück – guter Start!  :o) Da wir keine festen Planungen für den Tag hatten und einfach alles in Ruhe angehen wollten, bummelten wir gemütlich und ziellos durch die Straßen, immer das Münster im Blick, da es einfach alles überragte und so auch einen schönen Wegweiser abgegeben hat. Wir verliefen uns in einen Butlers, in süße andere Geschäfte und genossen es, keinen Zeitdruck zu haben.

Und dann kam ich auf die glorreiche Idee, dass ich das Münster besteigen will. Wenn schon, denn schon! Obwohl meine Freundin nicht so begeistert war (bin mir nicht mehr sicher, ob es die Höhe oder die vielen Stufen waren), war sie auch mit dabei. Zuerst sahen wir uns im Inneren des Münster um und zündeten auch Kerzen an (natürlich für unsere Jungs am Sonntag-Gameday ;D). Dann starteten wir die Mission „Wir bezwingen das Münster!“ Manch eine hatte zwischendrin ob der unendlich vielen Stufen schon leichte Panik  ;o)  aber wir kamen doch oben an. Wer hätte es anders erwartet? Was ich mir/wir uns in den Kopf setzen, wird normalerweise auch umgesetzt. Auf der Zwischenebene bzw. Galerie nach oben war dann Schluss für meine Freundin, die den Ausblick von dort genoss – aber ich wollte bis ganz nach oben, auch über die letzte Wendeltreppe hoch und die Aussicht von ganz oben genießen (soweit eben möglich). 768 Stufen später war ich dann ganz oben und wurde empfangen mit den Worten „Gehörst Du auch zum THW?“ Nein, gehörte ich nicht. Aber deswegen durfte ich trotzdem raus und die Aussicht genießen. So ein Glück aber auch.  ;o)   Während zig Jung-THWler um mich rum waren und anscheinend einen Tagesausflug auf das Münster gemacht hatten (oder war das vielleicht eine Sporteinheit als Ausflug getarnt?), ließ ich mir in 143 m Höhe den Wind um die Nase blasen und erholte mich von der „kleinen Sporteinheit“. Echt schön da oben!!!  <3
Nichtsdestotrotz ging es natürlich irgendwann an den Abstieg und auch ich muss sagen: so viele Wendeltreppen hintereinander runter marschieren, da kann es einem schon schummrig werden! Aber wir kamen unversehrt unten an und entdeckten dann orange Linien auf dem Münsterplatz, die ein Basketballfeld zeigten mit dem Schriftzug „Uuulmer!“ und gleich darauf auf einem „Feschdle rund um desch Ulmer Münschter“ Herrn Schwethelm ganz entspannt mit Freunden abhängen. Nach einer Paparazzo-Einlage machten wir noch ein bisschen Sightseeing (dazu in Teil 2 mehr) und genehmigten uns einen Smoothie bei „FruchtRausch“ (1x Weltenbummler, bitte!), bevor wir am späten Nachmittag nochmal auf nen Sprung zu einem kurzen Powernap ins Hotel zurückzukehren. Aber nicht, ohne vorher uns einen Tisch zum Dinner in einem Restaurant zu reservieren …

Später liefen wir also nochmals los. Ab zur Bushaltestelle, wieder am Rathaus raus und ab in ein leckeres Sushi-Restaurant. In der „Sushi-Lounge“ genossen wir leckere Vorspeisen, leckeres Sushi und hatten einfach eine gute Zeit mit Blick auf das Rathaus (Sitzplatz direkt am Fenster). Das Leben, wie es immer sein sollte. Punkt.

 

Und ich merkte: ich liebe diesen Dialekt. Ich liebte ihn schon in der Reha und ich liebe ihn immer noch.  <3

Also dann, wir sehen uns die Tage bei Teil 2  :o) Passt auf Euch auf und eine gute Zeit,

Eure Karina

PS: Wusstet Ihr eigentlich, dass das Münster mit 161,53 m den bis heute höchsten Kirchturm der Welt hat? Und ich war ganz oben. Yaaaaaay.  (Die Folgewoche hatte ich ja dann den Michel in Hamburg bestiegen. *lach*)
Dieses Jahr 2015 hat das Ulmer Münster übrigens 125-jähriges Jubiläum, denn im Jahr 1890 wurde das Ulmer Münster mit dem Aufsetzen der Turmspitze fertiggestellt.

 

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