Hallo meine Lieben,

längere Zeit war es hier wieder ruhig, da will ich Euch nun endlich mal wieder was zu lesen geben – bevor Ihr mir noch alle verschwindet, weil nix mehr passiert  ;o)  Aber nachdem ich mich eben seeeeehr lecker gestärkt habe (die Instagramer wissen es: ich hatte leckeren Kaiserschmarrn zum Abendessen  <3  ), fühle ich mich auch stark genug, wenigstens einen Blogbeitrag zu schreiben und online zu stellen  ;o)  Wobei das fast auch schon wieder peinlich ist, denn meine Radtour war irgendwann Anfang August 2015, an einem Samstag während meinem Urlaub und vorher auch nicht geplant gewesen … aber wie es manchmal so spielt, wurde eine größere 30-km-Radtour daraus, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Denn leider streben wir alle immer mehr danach, weit entfernt Urlaub zu machen (da darf ich mich nicht ausnehmen, bin ja selber eine kleine Weltenbummlerin), anstatt die schöne Landschaft vor der Haustür zu genießen und zu erkunden. Warum weit weg, wenn das Gute so nahe liegt???
Die liebe Paleica hat da einen Hashtag erfunden, den ich mir nun ganz frech klauen werde – ich hoffe, Du kannst mir verzeihen, liebe Paleica …  <3   Denn auch ich habe schon länger mit dem Gedanken gespielt, meine Umgebung genauer unter die Lupe zu nehmen; Städte, Burgen und Landstriche in der Nähe. Die Umgebung, in der ich nun schon 30 Jahre lebe, sie aber teilweise immer noch nicht erkundet habe oder es vielleicht auch schon wieder vergessen habe, falls ich als Kind da war. #travelathome lautet der Hashtag und passt wie die Faust aufs Auge. Passend für wenige Touren, die ich schon gemacht habe … aber dazu in den nächsten Tagen/Wochen/Monaten mehr.

An diesem Samstag, es war relativ warm, aber die Sonne knallte glücklicherweise nicht runter, hab ich mir mein Rad geschnappt und bin einfach los gefahren. Zuerst zu meinen Eltern (hatte nach wenigen Kilometern gemerkt, dass es unclever war, ohne Frühstück oder irgendeine Grundlage los zu fahren) durch einen lang gezogenen Weiher mit der wohl momentan schlechtesten Straße ever und hab dort erst einmal zu Mittag gegessen und mit der Family ein bisschen quality time verbracht.

Anschließend fuhr ich Richtung „Gottesgarten am Obermain“. Klingt lustig? Irgendwie schon. Dabei beschreibt es einfach nur eine wundervolle Gegend in Oberfranken. Ich zitiere von Franken’s Paradiese

Gottesgarten am Obermain
Ein Landstrich zum Träumen

Einen Garten der besonderen Art können Sie in der Gegend zwischen Lichtenfels, Weismain und Ebensfeld erleben. Der „Gottesgarten am Obermain“ ist ein Landstrich, der sich mit malerischen Dörfern, bunten Obstwiesen, schroffen Felsformationen und munter rauschenden Bächen wie ein riesiger Landschaftspark ausbreitet. Kloster Banz, die Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen und der Staffelberg, der in der Frankenhymne besungen ist, ragen als krönende Landmarken heraus. Preisgekrönt sind auch die Dörfer der Umgebung. Acht Ortschaften des Gottesgartens haben bereits im Dorfwettbewerb auf Bundesebene gewonnen. Ursprüngliche Bauerngärten, schmucke Häuser, Dorfbrunnen und eine kleinteilige Kulturlandschaft prägen die Orts- und Landschaftsbilder. Die für die Gegend typischen, zahlreichen Brauereien und Gasthäuser sorgen dafür, dass Sie auf Ihrem Ausflug durch den Gottesgarten immer gut gestärkt bleiben.

Und genau dahin war ich unterwegs in meiner kurzen Hose und langärmelig (ja, auch ich bin so ein Käseofen, der einfach nicht braun wird, wie die Bilder beweisen *hmpf*). Schön auf dem Radweg durch Ebensfeld und Unterneuses durch, an Maisfeldern vorbei und ein paar kleine Hügelchen hoch – schon war ich mittendrin.

Bad Staffelstein hat so viele schöne Ecken, so schönes Fachwerkhaus und schön angelegte Bäche. Der Tourismus dort boomt (nicht zuletzt wegen der sehr bekannten ObermainTherme) und man kann dort wirklich schön verweilen oder einfach nur durch die Straßen flanieren. Die Stadtgeschichte geht zurück bis auf das Jahr 800, als sie das erste Mal in einer Urkunde erwähnt wurde. Besonders stolz ist man hier auf das „Bad“ in Bad Staffelstein, welches erst seit 2001 verliehen wurde und mit im Namen steht. Genaueres zur Stadtgeschichte erfahrt Ihr auf der Internetsteite der Stadt Bad Staffelstein – da gibt es auch direkt einen Link zur Therme.

Das Rathaus selber ist auch ein Blickfang und heutiges Wahrzeichen der Stadt.

Gleich neben dem Rathaus am Anfang der Bahnhofstraße unterrichtet Adam Riese gerade einen Schüler in Mathematik (mein absolutes Hassfach in der Schule). Diese Statue wurde zum 450. Todestag von Adam Riese, der in Bad Staffelstein geboren wurde, aufgestellt; das war im Jahr 2009.

Nach diesen vielen schönen Eindrücken machte ich mich wieder auf den Heimweg. Natürlich fuhr ich einen anderen Weg zurück, denn sonst wäre es ja langweilig  ;o)  Also fuhr ich durch Unterzettlitz Richtung Wiesen. Dort kam ich (mehr durch Zufall) auf den Radweg „Auenweg Obermain“; ein Skulpturenweg, der am Main entlang führt.  Diesen Weg bin ich an dem Tag nur von Wiesen über Niederau und über Ebensfeld gefahren. Aber selbst das war landschaftlich schon so schön, dass ich ihn unbedingt mal ganz abfahren will. Wird aber wohl erst im nächsten Jahr passieren, wenn das Wetter jetzt nicht besser wird …

Das war mein kleiner Radausflug. Ungeplant. Einfach drauf los gefahren. Glücklicherweise mit gutem Radfahrwetter. Ganz zufällig konnte ich auch noch herausfinden, wo Amaretto angebaut wird …  :D

Versteht Ihr nun, warum ich von der Landschaft vor meiner Haustür so angetan bin? Der Gottesgarten halt! ;o)

Ich wünsche Euch noch eine ruhige Woche!

Eure Karina

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