Hallo meine Lieben,

heute habe ich Bilder aus München für Euch. Als ich letzte Woche in München war, haben wir uns (nachdem ein lieber Instagramer geholfen hat – danke tobias__k aus Würzburg!) auch einmal im olympischen Dorf von 1972 umgesehen.

Als olympische Dörfer werden bekannterweise die Unterkünfte für die teilnehmenden Sportler/-innen an olympischen Spielen bezeichnet. Dabei werden entweder bestehende Studentenwohnheime oder Kasernen zu Sportlerunterkünften umgebaut oder aber die notwendigen Gebäude neu errichtet und diese dann nach Ende der olympischen Spiele in Wohnungen oder Studenwohnheime umgewandelt bzw. umgenutzt. So geschah dies auch in München.

Die XX. Olympischen Sommerspiele fanden in München im Jahre 1972 statt. Hierzu wurde das Olympische Dorf im Olympiapark neu errichtet; mittlerweile leben dort in knapp 3.500 Wohneinheiten um die 6.000 Bewohner und das „Olympiazentrum“ ist zu einer äußerst beliebten Wohngegend geworden (mit einer U-Bahn-Station direkt vor der Haustür).

Zuerst entdeckten wir eine Art „Lageplan“, auf dem auch diverse Gedenkorte anlässlich des Attentats vom 05.09.1972 dargestellt wurden.

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Wir beließen es beim ehemaligen Olympischen Dorf der Frauen (Bungalows) und liefen durch die nun als „Studentenbungalows“ genutzen Wohnungen. Diese Bungalows wurden zwischen 2007 und 2009 neu aufgebaut und energetisch saniert. In ihnen finden über 1.000 Studenten Platz. Im in der Nähe liegenden Hochaus findet man nochmals gut 800 Wohnungen. Betreiber ist das Studentenwerk München.

Es war ein ganz komisches Gefühl, durch dieses Bungalowdorf zu laufen. Einerseits war es bedrückend und beklemmend. Betonwände, wohin man sah. So viele Menschen auf so kleinem Raum in recht kleinen Bungalows (da sind wir Menschen vom Land sehr verwöhnt, was Wohnraum angeht). Und andererseits wieder die vielen liebevoll bunt bemalten einzelnen Bungalows, die Lebensfreude und Weltoffenheit ausdrückten. Wie wir da so durchschlenderten, haben wir auch 2 Mädels gesehen, die ihren Bungalow gerade lachend und giggelnd neu bemalten.
Irgendwo zwischen Beklommenheit und Hoffnung hin und her gerissen, habe ich ein paar Bilder mit meinem Handy gemacht und möchte sie Euch hier zeigen. Macht Euch Euer eigenes Bild vom ehemaligen olympischen Dorf inmitten des Herbstlaubes…

Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche,

Eure Karina

 

 

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