Hallo meinen Lieben,

warum immer in die Ferne schweifen, wenn es daheim doch mindestens genauso schön ist und so viel zu sehen gibt? Genau!  :o)

Heute möchte ich Euch einmal mit in den herbstlichen Hain nehmen.
In den Hain? Ja, so heißt der Stadtpark in Bamberg. Eine große grüne Oase im Süden von Bamberg, in der man lange Spaziergange machen und es sich z.B. beim Tretboot fahren, Minigolfen oder schwimmen im Hainbad gut gehen lassen kann.

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Leider macht Graffiti und Zerstörung vor nichts Halt …

Der Stadtpark besteht aus dem Theresienhain und dem Luisenhain und ist zwischen dem Main-Donau-Kanal und dem linken Arm der Regnitz gelegen.

Zur Entwicklungsgeschichte (laut der Schautafel oben):
Vom Mittelalter bis zur Säkularisation ist der Mühlwörth – ein mit Eschen, Ulmen und Eichen durchsetzter Auenwald – im Besitz des Domkapitels und den Bamberger Müllern zum Lehen gegeben.
Von 1803 bis 1824 lässt der neue Landesherr durch Stephan Freiherr von Stengel den Unteren Mühlenwörth, ab 1816 Theresienhain genannt, zu einem Volkspark im englischen Landschaftsstil umgestalten (angeblich nach dem Vorbild des Englischen Gartens in München). Monopteros, Badehaus, Wirtshaus und Ruhetempel entstehen.
Von 1825 bis 1851 wird der Obere Mühlwörth, ab 1828 Luisenhain genannt, auf Kosten der Stadt erworben und zum Landschaftspark umgestaltet.
Von 1851 bis 1937 wird der Botanische Garten mit einer Gebietserweiterung aufgrund der Regulierung des Rechten Regnitzarmes angelegt. Die Schillerwiese erhält ihren Eichenkranz. Bootshaus, Hainbad und erste Tennisplätze entstehen.
1975/2001 wird der Hain in die Denkmalliste der Stadt Bamberg aufgenommen und als europäisches Flora-Fauna-Habitat-Schutzgebiet (FFH) ausgewiesen.

Soviel zur Geschichte des Hains. Mitte Oktober war ich auf einen Sprung dort und bin ein bisschen rumspaziert, da ich noch Zeit bis zu meinem nächsten Termin hatte. Obwohl es November ist, ist das Wetter immer noch so unglaublich herbstlich und warm, dass ich Euch die Bilder doch zeigen möchte – ein Besuch lohnt auch jetzt bestimmt noch.
Da die Fotos nur mit meinem Handy gemacht wurden, ist die Qualität vielleicht nicht immer so top, aber es wird reichen … hoffe ich.  ;o)

Also folgt mir …

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… und schauen wir mal, was ich im Luisenhain im Herbst so alles gesehen habe!

Vorbei am Musikpavillon (von 1914) mit Festwiese sowie dem Gelände des Tennisclub Bamberg (seit 1908) kam ich im Botanischen Garten an, der seit 1923 besteht. Er ist klein, aber fein und lässt einen auch im Herbst an den Blumen und der Anlage erfreuen.

Von dort lief ich weiter zum Hainweiher, dessen Wasser zu der Jahreszeit schon halb abgelassen war. Dennoch waren viele Enten unterwegs, man sah eine Rettungsleiter und trotzdem noch einige Farbkleckse in der Natur.

Auf dem Rückweg zum Parkplatz, an dem mein Auto geparkt war, konnte ich noch ein bisschen die Natur und den Musikpavillon fotografieren …

Am Gewässer „Hollergraben“ entstanden noch ein paar Bilder von unter der Autobrücke (durch den Hain führt per Brücke der Münchner Ring). Auch dort sah ich einen schönen Schutzpavillon sowie einige quadratische Steine als Sitzmöglichkeiten, die im Sommer bei großer Hitze bestimmt aufgrund des Wassers ein recht angenehmer Aufenthaltsort sind.

Und dann war ich schon wieder bei meinem Jake und weiter ging’s!  :o)

Ich hoffe, ich konnte Euch einen kleinen Einblick in den wunderschönen Hain geben, in dem ich öfters mal spazieren gehe, wenn ich in Bamberg bin. Manchmal schnappe ich mir auch ein Buch und setze mich in den Hain, um es dort in Ruhe zu lesen. Meist sind auch viele Radfahrer und Jogger unterwegs, auch Menschen mit ihren Hunden. Eine gute Einkehrmöglichkeit (Bootshaus) sowie eine Badestelle (Hainbad) und andere Aktivitäten (vgl. ganz oben) sind auch vorhanden; also alles da, was man so braucht, um einen ganzen Tag dort verbringen zu können.  :o)

Habt eine schöne und ruhige Woche (diese Woche ist schon wieder das November-Going out von Sari),

Eure Karina

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