Hallo meine Lieben,

der Winter ist angekommen und die Gärten draußen sehen alle wunderschön gezuckert aus. Die Temperaturen rauschen zwar auch gerade in den Keller, aber was kann man da besseres tun, als an die warme Jahreszeit zu denken? Eben.

Daher gibt es für Euch jetzt endlich den längst überfälligen Reisebericht von Anfang August, als es meine Lieblingsbirgit und mich ins wunderschöne Heidelberg verschlagen hat, um unseren lieben Berthold zu besuchen. Oder heute zumindest Teil 1 des Reiseberichts, denn alles hab ich grad nicht mehr so parat … ich werde älter und mein Gedächtnis auch …  ;o)

Vor ziemlich genau 15 Wochen machten wir uns auf den Weg ins gut 250 km entfernte Heidelberg, um dort ein paar entspannte und lustige Tage zu verbringen. Genau so sollte es auch kommen … nur mit der Hitze hatten wir nicht gerechnet, aber dazu später mehr. Wir kamen also über die A3 und die A6 am Sonntagnachmittag in der Altstadt Heidelbergs an und hatten erst einmal leichte Probleme, einen Parkplatz vor unserem Hotel zu finden, ohne den restlichen Verkehr lahm zu legen. Aber Birgit hat das ganz wunderbar gelöst und so konnten wir rasch einchecken. Nachdem uns die junge Dame von der Rezeption in unser Zimmer geführt und alles erklärt/gezeigt hatte, fuhren wir unser Auto in eine ca. 500 m entfernte, zum Hotel gehörende Tiefgarage, schleppten unser restliches Gepäck von dort aufs Zimmer (Ihr glaubt ja gar nicht, wie viel Gepäck Frauen für einen 3-Tage-Trip so brauchen können … ;D ) und fielen erst einmal aufs Bett. Ja, der Sommer war auch in Heidelberg so richtig angekommen und mit ihm die sagenumwobene Hitzewelle.

Dann riefen wir erst einmal unseren lieben Berthold an und teilten ihm mit, dass wir gut angekommen waren und verabredeten uns zum Kaffee trinken. Wenig später war er dann auch schon mit seinem E-Bike da und wir sind uns erst einmal alle in die Arme gefallen. Wir drei Hübschen kennen uns nämlich von der Reha von September/Oktober 2013 und nun hatte es endlich mal geklappt, dass wir uns sehen und das war einfach ein sehr schöner Moment, sich nach längerer Zeit wieder zu sehen.  <3  Herzmenschen unter sich!
Bei leckerem Kaffee und Kuchen in der Altstadt im Cafe-Restaurant Knösel haben wir uns dann einige Zeit erst einmal gegenseitig upgedatet, was die letzte Zeit so los war, wie es jedem ergangen ist und und und …

Anschließend machten wir uns auf den Weg, denn wir wollten auf den Königstuhl hoch! Wir schlenderten durch die Haspelgasse, vorbei an der Heiliggeistkirche und dem Hotel Ritter bis hin zum Kornmarkt, welche quasi die „Talstation“ der Heidelberger Bergbahnen darstellt. Weitere Stationen sind „Schloss“, „Molkenkur“ und schließlich „Königstuhl“.
Wir lösten also unsere Tickets und stiegen in die „neue“ Bahn ein, um mit ihr vom Kornmarkt aus über das Schloss bis zur Molkenkur zu kommen. Dort stiegen wir in die historische Bergbahn um, um mit ihr bis auf den Königstuhl in 567,8 Meter Höhe zu gelangen (der Königstuhl ist der höchste Berg des Kleinen Odenwalds). Die historische Bergbahn ist über 100 Jahre alt und echt sehenswert! Mit einer Gesamtstrecke von 1,5 Kilometern ist die Heidelberger Bergbahnstrecke heute übrigens die längste in Deutschland. An der steilsten Position überwindet die Bahn eine 43-prozentige Steigung!!! Da wird einem kurzzeitig mal anders, das könnt Ihr mir glauben …

Der Hitze trotzend kamen wir am späteren Nachmittag oben auf dem Königstuhl an und machten erst einmal bei einem kühlen Wasser kurz Rast. Man braucht sich ja nicht gleich überanstrengen, gell? :o)  Nach dieser kleinen Verschnaufpause liefen wir zur Aussichtsplattform und genossen die grandiose Aussicht über Heidelberg. Damit nicht genug, wir liefen auf dem Königstuhl noch ein bisschen spazieren und entdeckten dabei auch ein Auto, das uns lieb hatte  ;o)

Nach diesem Ausflug stiegen wir wieder in die historische Bahn und stiegen diesmal bei der Station Schloss aus, um uns das berühmte Heidelberger Schloss anzusehen (ich muss dabei ja immer an die Serie „Hallo, Onkel Doc!“ denken, die früher auf SAT 1 lief). Nach einem sehr kurzen Fußweg sind wir am Schloss Heidelberg angekommen und was soll ich sagen – ich konnte meinen Foto gar nicht mehr weg packen. Mich hat diese Kulisse und auch dieser „rote Stein“, aus dem die Burg gemauert ist, so fasziniert (vor allem die unterschiedlichen Rottöne, je nach Lichteinfall), dass ich nur noch am Knipsen war.

Das Eingangstor, die Ahnengalerie aus Stein am Friedrichsbau, der Ottoheinrichsbau, der große Altan (Terrasse mit Blick auf den Neckar) … überhaupt der Innenhof. Da musste natürlich auch ein Hüpfbild her … nur leider war da mein Schal etwas im Weg! :o)

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Wie um jedes alte Gemäuer, ranken sich natürlich auch um das Heidelberger Schloss einige Sagen und auch Anektoden. Eine davon möchte ich Euch heute erzählen (Text herauskopiert von der Homepage Schloss Heidelberg):

Der Rittersprung
Auf dem Großen Altan von Schloss Heidelberg fasziniert eine schuhähnliche Vertiefung Besucherinnen und Besucher aus aller Welt. Ein kühner Ritter soll einst diesen tiefen Abdruck im Sandstein hinterlassen haben, als er aus einem Fenster des Friedrichsbaus sprang.
Der Legende nach soll sich die junge Kurfürstin mit einem Edelmann in den Gemächern des Friedrichsbaus vergnügt haben. Als man das Liebespärchen in flagranti erwischte, soll der Ritter aus Verzweiflung aus dem Fenster gesprungen sein. Der Eisenschuh seiner Rüstung habe dabei den tiefen Abdruck im Sandstein des Großen Altans hinterlassen. Einer anderen Version nach wäre der Ritter in voller Rüstung durch ein Feuer zum Springen getrieben worden.
Vergleich der Schuhgrössen
Heute ist es ein beliebter Spaß für Besucher von Schloss Heidelberg, mit ihrem eigenen Schuh in den „Rittersprung“ zu treten. Wenn der Abdruck passt, dann soll der Sage nach ein glückliches Leben vor dem Besitzer des Schuhs liegen.

Ich bin mir nicht mehr sicher, ob mein Fuß samt Ballerina genau in den Abdruck gepasst haben – aber ich sag jetzt mal „ja“  ;o)  Da kam auch eher das Kind in mir durch, was das spaßeshalber ausprobieren wollte, ob der Abdruck passt – da wusste ich noch gar nichts von der Sage mit dem glücklichen Leben. Im Nachhinein gesehen intuitiv alles richtig gemacht, würde ich sagen!

Das Deutsche Apothekenmuseum war dann leider schon geschlossen, was schade war, weil wir es gerne angeschaut hätten, aber wir finden ja immer Ersatzlösungen, also haben wir uns in den Schlossgarten begeben, haben diese wunderschöne Anlage bewundert und uns schließlich auf der Scheffelterrasse niedergelassen und ein Weilchen ausgeruht bei schönem Blick auf die Altstadt. Heidelberg ist schon wirklich zauberhaft!!!  <3

Nachdem wir uns einigermaßen satt gesehen hatten, machten wir uns über die untere Bergbahn wieder auf den Weg zum Kornmarkt und in die Altstadt, denn es war dann doch schon gegen 20 Uhr und wir hatten Hunger.
Fündig nach einem tollen Restaurant wurden wir im Cafe Burkhardt in der Unteren Straße. Jeder von uns hatte ein sehr leckeres Gericht – ich hatte mich für eine gebratene Hähnchenbrust an mediteranem Mittelmeergemüse mit Gnocchi sowie einen Sauvignon Blanc entschieden und … es war der Essenshimmel auf Erden. Sooo lecker!!!  <3  Von Berthold durfte ich dann noch Sweet Potatoe Fries klauen, die auch sehr lecker waren und bei weiteren guten Gesprächen verging der Abend im Nu!

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Unser lieber Berthold machte sich dann gegen 22 Uhr auf seinem E-Bike auf den Heimweg, während Birgit und ich einfach nur platt vom langen Tag und der Hitze waren und nur noch ins Bett wollten. Wäre da nicht noch das Verlangen gewesen, schöne Bilder vom Schloss bei Nacht machen zu wollen. Was lag da näher, als noch einmal auf die Alte Brücke zu gehen und sein Glück zu versuchen? Eben. Wir marschierten also nochmals auf die Alte Brücke und trotz Alkoholgenuss beim Abendessen haben wir doch ein paar schöne Bilder machen können  ;o)

Schlussendlich kamen wir noch in den Nieselregen, was aber eine willkommene Abwechslung zu der vorherrschenden Hitze war. Zudem war unser Hotel „Schnookeloch“ nur gute 50 m von der Alten Brücke entfernt, also alles kein Problem.

Ein Problem war hingegen leider, dass das von der jungen Dame von der Rezeption angepriesene „air conditioning“ im Zimmer leider kein Air-Conditioning war, sondern einfach nur ein Ventilator … die Nacht war demnach sehr heiß mit nicht all zu viel Schlaf, denn die Fenster konnten/wollten wir nicht öffnen mit dem Partyvolk auf der Straße, aber was soll’s. Wir lassen uns von sowas doch nicht unterkriegen.  :o)

Im Teil 2 erfahrt Ihr dann, was wir an unserem 2. hitzigen Tag so angestellt haben im schönen Heidelberg.

Ich wünsch Euch was, passt auf Euch auf,

Eure Karina

PS: Ist nur mir grad so warm geworden bei den Erinnerungen an die Hitzewelle?  ;o)

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