Hallo meine Lieben,

ich wollte Euch nur mal eben „Grüß Gott“ sagen und herzlichen Dank! <3

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Gestern hatte ich Geburtstag und so viele von Euch haben mir auf den unterschiedlichsten Kanälen liebe Grüße da gelassen. Geburtstag ist für mich so ziemlich der schrecklichste Tag des ganzen Jahres und ja, ich weiß, woher das kommt und versuche schon seit gefühlt 100 Jahren, das zu ändern, aber noch bin ich da nicht wirklich weiter (hallo, Gesprächstante) – aber trotzdem danke, dass Ihr an mich gedacht habt und mich das über Telefon bzw. Mailbox, SMS, WhatsApp, Twitter, Facebook, Instagram, E-Mail, Post … habt wissen lassen.  <3

Die ganzen Wünsche werde ich erst heute im Laufe des Tages lesen, da ich es an meinem Geburtstag grundsätzlich vorziehe, zu fliehen. Das Handy (auf dem gleichzeitig das Festnetz landet) geht in den Flugmodus und ab geht’s. Vorzugsweise niemanden sehen oder hören und einfach tun, worauf ich Lust habe. Das ist die beste Entschleunigung überhaupt. So war es auch gestern.

Morgens gegen 8:30 Uhr wurde ich von Feuerwehrsirenen geweckt. Danach gab es ein kleines Frühstück, ich habe noch ein bisschen in der Wohnung gewerkelt und gegen 10 Uhr lief ich los. Eigentlich wollte ich mit dem Auto wegfahren, aber da mein Auto es vorzog, am Dienstag unerwarteten und Angst einflößenden Krach hinten rechts von sich zu geben (sogar Papa hat sich nicht mehr getraut, mit meinem Auto zu fahren), ist es mal wieder in der Werkstatt … das verflixte 13. Jahr, ich sag’s Euch. Wie sich mittlerweile herausgestellt hat, wird es wohl nicht zu kostenintensiv werden. Puuh. Irgendein „Teller“ am Radlauf hinten rechts ist durchgerostet und muss ersetzt werden. Zuerst gab ich in der Postfiliale noch 2 Päckchen auf, lief dann weiter zum Zug und fuhr in meine Herzstadt, wo ich gegen 11 Uhr ankam. Gemütlich bummelte ich durch die Straßen Richtung Innenstadt. (Nun weiß ich auch endlich, wo ich „Pekahuna“ und die süße „fika“ finden kann.) In einem schwedischen Modehaus mit roten Buchstaben erstand ich einen süßen Norwegerpulli (50% reduziert *yaaay*), bevor ich Richtung Konzert- und Kongresshalle lief. Einem Geheimtipp folgend habe ich auf dem Weg dorthin und auch vor Ort so viel an Rost gefunden, dass die Rostparaden von der lieben Frau Tonari bis Mitte 2017 gesichert sein dürften.  ;o)

Anschließend ging es für mich in eines meiner Lieblingscafés, das Cador (Cafe An der Oberen Rathausbrücke). Wie hab ich mich gefreut, dass mein Lieblingsplatz am Fenster frei war und scheinbar nur auf mich gewartet hatte. Es gab eine leckere Hähnchenbrust mit Pflaumen-Zwiebel-Soße, Rösti und Salatbouquet. Währenddessen beobachtete ich die Menschen, die draußen vorbei liefen und überlegte mir schon einmal, wer dieses Jahr alles eine Weihnachtskarte von mir bekommen soll (wie gut, dass Frau manchmal Stift und Zettel in der Handtasche mitführt).
Die Blicke der Menschen (im Cafe und am Cafe vorbei huschend) irritierten mich. Waren es bemitleidenswerte Blicke („die Frau sitzt da ganz alleine“) oder doch bewundernde („ich würde mich nie allein in ein Cafe setzen“) oder etwas ganz anderes? Ich kann nur sagen, ich fühlte mich nicht schlecht dabei, obwohl ich das so noch nie gemacht hatte. Wenn ich allein in einem Cafe war, dann hatte ich ein Buch dabei. Doch diesmal war ich völlig blank. Kein Buch, kein Handy (Flugmodus!). Nur ich, meine Gedanken sowie Stift und Zettel. Es war okay und ich lebe noch! ;o)  Hätte vorher auch nie gedacht, dass ich das könnte. Aber Frau lernt nie aus (auch mit nun 31 nicht). Neben mich setzte sich dann ein älteres Ehepaar (ich tippe auf Touristen), die netterweise auf meine Sachen aufpassten, als ich kurz um die Ecke musste.  <3

Danach bummelte ich noch weiter durch die Innenstadt. Kaufte ein paar Weihnachtsgeschenke, bestaunte die Kauffenster, gönnte mir einen Blumenstrauß für mich. Alles ohne Hast. Ganz gemütlich. Hielt hier und da einen kleinen Smalltalk mit Bedienungen oder Verkäuferinnen. Und meine These hat sich wieder einmal bestätigt: bist Du freundlich zu anderen Menschen und lächelst, so sind sie es auch. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück. Punkt.
Ich bin gestern nur an durchwegs liebe, zuvorkommende und nette Menschen geraten.  <3  Und dabei bin ich eigentlich gar nicht der Typ für Smalltalk.

Es hat jedenfalls alles supergut zusammen gepasst: es war großteils trocken, nur wenige Minuten hat es genieselt und es waren angenehme 10 Grad. Ich bin gute 9 km zu Fuß in meiner Herzstadt unterwegs gewesen, bis mich dann meine kleine Schwester gegen 16 Uhr im Feierabend in ihrem Auto mit nach Hause zu meiner Familie genommen hat. Dort haben wir in Ruhe verspätet Kaffee getrunken, später gab es dann noch eine große Familienpizza und Salate. Alles ohne Trubel.

Als ich gegen 20 Uhr wieder daheim war, haben sogar noch 2 Päckchen vor meiner Haustüre auf mich gewartet (ich habe noch nicht reingeschaut, aber Ihr seid verrückt, liebe Sandra und lieber Berthold!!!) sowie meine Badewanne, in der ich noch einige Runden geschwommen bin. Zusammen mit einem guten Buch und leider gegen 21:30 Uhr wieder Feuerwehrsirenen …

Alles in allem ein schöner Tag. Auch, wenn es leider einige Menschen da draußen gibt, die mein „Geburtstagsverhalten“ immer noch nicht nachvollziehen können oder wollen und ich mir jedes Jahr deswegen dumme Sprüche anhören darf … Aber soll nicht mein Problem sein, denn schließlich muss der Tag für mich stimmig sein und wie Pippi schon sagte „ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt“.  ;o)

Herzliche Grüße von
Eurer Karina

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