Hallo meine Lieben,

nur noch 2 Tage bis Silvester, dann sagen wir 2015 leise „Ade.“ und heißen 2016 mit einem großen „Hallo!“ willkommen.

Der Blogtitel verrät Euch ja schon, worum es heute geht. Der Titel mag Euch evtl. auch schon eine Idee geben, welche einfache Antwort es auf die guten bzw. neuen Vorsätze gibt: „Nehme dir nichts vor, dann kannst Du auch nicht versagen und musst Dich nicht grämen.“ oder so ähnlich. Aber nein, so ein Blogpost wird das nicht. Im Gegenteil! :o)

Neulich habe ich einen interessanten Beitrag im Internet gesehen, der den Titel trug „SMART ans Ziel“. Also mit Köpfchen, Überlegung und einem kleinen Masterplan in der Hinterhand. Schließlich geht es ja nicht darum, etwas schnell zu erreichen und dann wieder fallen zu lassen, weil man es ja erreicht hat – (gute) Vorsätze sind eigentlich dazu da, sie längerfristig anzugehen und (im besten Fall) ins Leben zu integrieren und nicht mehr los zu lassen.

Was genau hat es also mit dem SMART-Prinzip auf sich? Jeder Buchstabe steht für ein Kennzeichen der Methode, die auch leicht einprägbar ist. Ich hoffe, ich bringe es noch zusammen, denn den Artikel kann ich nicht mehr finden. Falls dem so wäre, dass ich es ohne Hilfe zusammenbringe, wäre das ja schon einmal ein guter Anfang, um diese Methode letztendlich anzuwenden  ;o).  Also fangen wir mal an:

smart

„S“ wie spezifisch
Das Ziel oder der Vorsatz muss klar formuliert werden, also spezifisch sein. Es muss konkret benennbar sein.

„M“ wie messbar
Formuliert Euer Ziel so, dass man später erkennen kann, ob es erreicht wurde oder nicht.

„A“ wie attraktiv
Macht Euer Ziel für Euch attraktiv, formuliert es attraktiv. Macht es auch für Euch auch zu einem akzeptablen Ziel.

„R“ wie realitisch
Setzt Euch ein Ziel oder nehmt Euch einen Vorsatz vor, der realistisch und realisierbar ist. Alles andere führt nur zu Missmut und Unzufriedenheit. Gleichzeitig schadet es aber auch nicht, wenn das Ziel Euch (ein bisschen) herausfordert.  ;o)

„T“ wie (End-)Termin planen
Was bringt Euch ein Ziel oder Vorsatz, wenn Ihr Euch dafür keinen Zeitrahmen steckt? Bis wann soll Euer Ziel erreicht sein? Benennt einen konrekten Zeitpunkt, so bleibt Ihr fokussiert. (Tipp: Denkt hier auch daran, dass etwas schon dann zur Gewohnheit wird, wenn man es mindestens 30 Tage lang so macht/umsetzt.)

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Hier einige Beispiele, die mir einfallen:

„Ab dem 01.01. renne ich jeden Tag ins Fitnessstudio und mache Sport.“
Merkt Ihr schon, wie Euch die Lust verlässt, wenn Ihr nur den Satz lest? Sport – ja, schön und gut. Aber sich gleich ein 7-Tage-die-Woche-Workout aufzubrummen, ist doch etwas viel. Vor allem, wenn man wochen- oder gar jahrelang keinem regelmäßigen Sportprogramm nachgegangen ist. Weniger ist (anfangs) mehr!
„Ab dem 01.01. werde ich 1-2x die Woche Sport machen.“
Klingt doch gleich viel machbarer, oder? :o)  Wenn einen dann die Lust gepackt hat, kann man das Sportprogramm gerne nach oben schrauben, es aber immer noch im machbaren Bereich lassen, sonst setzt es Euch wieder unter Druck.

„Ich ernähre mich ab sofort nur noch gesund, damit ich abnehme. Keine Schokolade mehr, kein Fast Food.“
Definitiv guter Vorsatz – aber glaubt Ihr, es geht so einfach, das von gestern auf heute abzuschalten? Aus eigener Erfahrung kann ich Euch sagen: irgendwann kommt der Jieper auf Süßes und dann … naja. Geht es langsamer an, dann grämt Ihr Euch auch nicht so, wenn Ihr zwischendrin „zurückfallt“.
„Ab sofort ernähre ich mich gesünder, esse nur noch 1x in der Woche wenig Schokolade und stelle meine Essgewohnheiten langfristig um.“
Ihr habt ein Ziel. Ihr könnt nach und nach die Essgewohnheiten umstellen (von normalen Nudeln auf Vollkornnudeln usw.) und so gewöhnt Ihr Euch leichter und langfristig an die neu gewonnenen Essgewohnheiten.

„Ich will in 1 Monat 20 kg abnehmen!“
Da brauche ich nicht viel dazu sagen, denn es erscheint doch als äußerst unrealistisch, das (auf natürlichem und gesundem Weg) zu schaffen. Das schreit nach Jo-Jo-Effekt.
„Ich fange am 01.01. an und nehme bis zum 01.07. insgesamt 20 kg ab.“
Das klingt viel realistischer, zudem wurde ein konkreter Zeitraum vorgegeben. Abgesehen davon dürft Ihr Euch bei einem Abnehm-Vorsatz über jedes einzelne Kilogramm freuen, dass Ihr losgeworden seid. Der Weg ist das Ziel!

„Ich will ab sofort ganz viele Bücher lesen; 1 Buch in der Woche.“
Da kann man eine Leseratte sein, so sehr man möchte, dieses Ziel setzt einen (vielleicht auch nur unterbewusst) unter Druck. Man hat ja auch noch ein Leben, Freunde, Verpflichtungen. Manchmal ist einem auch einfach nicht nach lesen. Dann hat man mal nicht sein vorgenommenes Buch in der Woche geschafft und ärgert sich. Wie wäre es stattdessen mit dieser Zielformulierung: „Ich lese ab sofort jeden Tag mindestens 10 Seiten.“

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Ihr seht, was kleine Formulierungsänderungen schon für den Kopf erreichen können. Auch diese „aktive“-Formulierung statt der „möchte/würde“-Formulierung.
Damit möchte ich nun auch anfangen. Bisher hatte ich einige Vorsätze, die aber meist nach 1-2 Monaten in Vergessenheit gerieten, weil sie mich nur noch gefrustet haben. Ich wollte zu viel zu schnell erreichen. Kleiner Perfektionist. Aber nun habe ich ja was an der Hand, was ich als durchaus umsetzbar erachte und werde es nach dieser Methode ausprobieren und berichten, wenn Euch das interessiert.

immer gute vorsätze

Das Gute an dieser Methode ist ja – oder allgemein die Sache mit den neuen Vorsätzen: Wer sagt, dass man sie zum Jahreswechsel treffen oder mit der Umsetzung beginnen muss? Es gibt doch noch 364 andere Tage im Jahr (2016 sogar 365 andere Tage), an denen man etwas Neues anfangen kann. Neue Vorsätze kann man immer fassen. Nicht nur am 31.12. eines Jahres. Alleine das ist doch schon einmal unheimlich befreiend, oder?  :o)

Ich sende Euch viele liebe Grüße und wünsche Euch, dass Ihr Eure Vorsätze (insofern Ihr welche habt oder macht) gut umsetzen könnt. Wir lesen uns an Silvester nochmals mit der Rostparade!

Eure Karina

 

 

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