Hallo meine Lieben,

der erste Monat des neuen Jahres ist schon wieder vorbei und das bedeutet wieder: es ist Zeit für die von Frau Tonari ins Leben gerufene

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Wie wir schon alle erlebt und mitbekommen haben, hat Rost seinen ganz eigenen Charme. Daher präsentieren wir immer wieder (völlig zwangslos) am letzten des Monats rostige Funde, die uns vor die Linse gekommen sind.

Heute habe ich in dieser Reihe ein etwas ernsteres Thema … die Hexenverfolgung.
Was genau hatte es mit der Hexenverfolgung im Mittelalter und in der frühen Neuzeit auf sich? Was genau verstand man darunter? Wikipedia liefert die kompakte Antwort:

Hexenverfolgung bezeichnet das Aufspüren und Verhaften, Foltern und Bestrafen sowie insbesondere die Hinrichtung von Personen, von denen man glaubte, sie praktizierten Zauberei bzw. stünden mit dem Teufel im Bunde. In Mitteleuropa fand sie vor allem während der Frühen Neuzeit statt; etwa drei Viertel der Opfer der mitteleuropäischen Hexenverfolgung waren weiblich und ein Viertel männlich. Global gesehen ist die Hexenverfolgung bis in die Gegenwart verbreitet.

Leider war das Hochstift Bamberg vor allem in der frühen Neuzeit zwischen 1612 und 1631 in Mitteleuropa die „Hochburg“ der Hexenverfolgungen. In mehreren Prozesswellen wurden unter dem Fürstbischof Johann Gottfried I. von Aschhausen, Fürstbischof Johann Georg II. Fuchs Freiherr von Dornheim sowie dem Weihbischof Friedrich Förner in dieser Zeit rund 1000 Menschen grausam gefoltert und ermordet, darunter Frauen, Männer und auch Kinder. Ein sehr dunkles und sehr trauriges Kapitel „meiner Herzstadt“.

Um dieses traurige Kapitel in den Köpfen der Menschen präsent zu halten, wurde im August 2015 ein Mahnmal für die Opfer der unrechtmäßigen Hexenprozesse und Hexenverfolgungen eingeweiht. Es wurde von zwei Künstlern aus Essen erschaffen und trägt den passenden Titel „Brandmal“. Hergestellt wurde es aus Cor-Ten-Stahl und Acrylglas und hat seinen Platz auf der Freifläche zwischen dem Alten Kanal und dem Rathaus Geyerswörth gefunden. Eine beigefügte Tafel erläutert den Hintergrund des Mahnmals.

Eure Karina

PS: Wer mehr zum Mahnmal und diesem dunklen Kapitel wissen möchte, kann einmal hier klicken und landet so direkt auf der Seite des Bürgervereins Bamberg-Mitte.

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