Hallo meine Lieben,

am heutigen Sonntag entführe ich euch mit Teil 4 meines Pfingst-Roadtrips ein vorerst? letztes Mal in das Chiemgau.

Auch dieser Tag startete wieder recht früh und so hatte ich genug Zeit, in Ruhe zu packen und mich fertig zu machen. Gegen 9 Uhr war ich wieder beim Frühstück und die putzige Omi begrüßte mich. An meinem letzten Tag hier hatte ich leider kein Glück mit dem Frühstückstisch direkt vor der Haustüre (den hatte mir Hündin Maya mit Besitzerin weggeschnappt und ich wollte alleine frühstücken), so dass ich heute einmal in der Wohnstube frühstückte. Das war aber nicht weniger schön. :o)

Nach dem reichhaltigen Frühstück packte ich meine Sachen in meinen kleinen schwarzen Flitzer, bezahlte die Unterkunft und verabschiedete mich. Die Vermieterin selber war leider nicht da, aber ich sah sie beim Wegfahren noch im feschen Dirndl aus der Kirche des Ortes kommend. Irgendwie finde ich das echt toll, dass man in Oberbayern wirklich noch sonn- oder feiertags seine Trachten rausholt. Traditionen muss man leben, sonst gehen sie verloren.

Mein Weg führte mich zuerst nach Bad Endorf, wo ich noch volltankte (Überraschung: die Tankanzeige funktionierte einwandfrei! Kann halt nur funktionieren, wenn vollgetankt wird.) und mir an der Tankstelle doch tatsächlich ein sehr altertümliches Gefährt ins Auge fiel – sehr sicher ein Oldtimer:

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Nach dem Tanken fuhr ich Richtung Papa (der noch beschäftigt war) und stellte dort den Flitzer ab und sah mir Bad Endorf zu Fuß an. Ein sehr hübsches Örtchen mit vielen „bemalten“ Häusern und viel Traditionen, wie mir schien. Vor allem die Pfarrkirche St. Jakobus in der Ortsmitte prägt das Ortsbild mit der barocken Zwiebelhaube.

Bad Endorf (bis 1987 amtlich: Endorf i.OB) ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Rosenheim und kann auf eine über 1000-jährige Geschichte zurückblicken, die schon immer eng mit Salz eng verbunden war – damals die günstige Lage an der berühmten alten Salzstraße, heute an den Jod-Thermalsolequellen. Am 19. August 1973 wurde Endorf zum Markt erhoben. Seit 1988, nach der Anerkennung als Heilbad 1987, hat sich Endorf dafür entschieden, die Bezeichnung „Bad“ im Ortsnamen zu führen.
(Quellen: Wikipedia und Homepage von Bad Endorf)

Gegen 11 Uhr hatte dann auch Papa keine Verpflichtungen mehr und wir entschieden uns dazu, einen Abstecher nach Seebruck zu machen und stiegen abermals in den kleinen schwarzen Flitzer. Ca. 20 km später kamen wir im schönen Örtchen Seebruck an, parkten das Auto in der Traunsteiner Straße auf einem Parkplatz und liefen dann am Wasser entlang Richtung „Strandbad“, während die Sonne herunterknallte (ich natürlich wieder mit Langarmoberteil unterwegs, klar). Auch Seebruck hat landschaftlich und aussichtstechnisch einiges zu bieten und auch hier durfte meine Digicam regelmäßig arbeiten.  ;o)

Seebruck am Chiemsee ist nach Seeon der zweitgrößte Ortsteil und der Sitz der Gemeinde Seeon-Seebruck im oberbayerischen Landkreis Traunstein und liegt am Nordende des Chiemsees, der dort in die Alz abfließt.
(Quelle: Wikipedia)

Im Strandbad selbst holten wir uns etwas zu trinken und genossen diese Art der Abkühlung.  ;o)  Auf der Liegewiese wurde gerade die Bühne für die „Alpen Radtour“ von BR und ORF aufgebaut, da am Abend die Auftaktveranstaltung stattfinden sollte. Wir ließen uns nicht beirren und haben uns lieber das Strandbad bzw. die Aussicht auf den Chiemsee angeschaut. Am Abend würden wir sowieso nicht mehr da sein. Danach ging es zurück zum Auto, da die Zeit leider etwas drängte.

Nachdem ich Papa dann schweren Herzens abgeliefert und verabschiedet hatte, ging es für mich und den kleinen schwarzen Flitzer auf den Heimweg. Gegen 13:30 Uhr war ich auf der Autobahn und nur wenige Kilometer später im Stop-and-Go bzw. Stau. Kein Wunder, wollten doch die ganzen Münchner wieder nach Hause und auch andere Urlauber aus den Pfingstferien nach Hause fahren.
Ich werde nie verstehen, wie Staus entstehen, obwohl keine Baustelle oder kein Unfall da sind.  (An dieser Stelle denken wir mal zurück an die 500.000 € oder 1-Million-Frage bei Herrn Jauch, wo dies gefragt war. Es gibt nämlich ein Modell, das das erklärt, das Nagel-Schreckenberg-Modell.)
Aber so ein „bisschen Stau“ konnte mich auch nicht aus der Ruhe bringen. Ich hatte ja bis 18 Uhr Zeit, das Auto zurück zu bringen. Außerdem war meine Haut geschützt (Langarm-Allwetterjacke angezogen und bis oben zugemacht plus die Ärmel bis über die Handknöchelchen gezogen, damit auch der Handrücken geschützt ist), dafür die Klima sehr hoch aufgedreht, ich hatte gute Musik, etwas zu trinken und noch dazu immer wieder Autokennzeichen vor mir, die etwas erzählten:

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Auf dem Weg sah ich auch zwei Autos nebeneinander, auf dem einen stand „E – IS“ und auf dem daneben „OL – LI“. Fehlte eigentlich nur noch ein Fragezeichen. :D Mir macht dieses Kennzeichen-Suchen bzw. -Lesen immer sehr viel Spaß und die Zeit vergeht gefühlt viel schneller.
Nach dem Kreuz München-Süd war wieder alles gut und ich konnte ohne Probleme durchfahren (diesmal alles ganz ohne Navi), auch die Baustelle Holledau war kein Problem. Hier überholte ich den Bus der Fans des FCB Basketball und konnte ihn bald nicht mehr sehen – ein Omen für das Basketballplayoffspiel am Abend?  :D  (ja, war es scheinbar, die Bamberger fegten die Münchner mit 96 : 65 weg und schichten sie damit gleich in den Sommerurlaub)

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Den kleinen schwarzen Flitzer, den ich sehr lieb gewonnen hatte (trotz nerviger „Fülldruck prüfen“ Meldung), konnte ich bereits gegen 17:40 Uhr erneut vollgetankt zurückgeben und mein Schwager holte mich kurz darauf ab. Und schon war der Chiemsee passé. Schade. Aber man soll ja niemals nie sagen – wer weiß, wann es jemanden nochmals wohin verschlägt!

Eure Karina

PS: Noch ein paar kleine Funfacts zum Schluss:

  • Die tolle Autovermietung mit weißer Schrift auf grünem Grund hat mir dann sogar noch einen kleinen Preisnachlass gegeben. Bei Abgabe des Schlüssels hatte ich noch einen Zettel eingeworfen, auf dem Stand „Fülldruck passt, wurde nachgefüllt“ und „Tankanzeige in Ordnung!“ Das war aber einfach nur als Hinweis gedacht, damit sie wissen, dass da alles okay war – an einen Nachlass hatte ich jetzt nicht gedacht, habe ihn aber natürlich trotzdem dankend zur Kenntnis genommen und angenommen.
  • Am Montag (Tag danach) rief ich bei der örtlichen Autowerkstatt an, bei der noch mein Jake stand. Ich sagte meinen Namen und dass ich wegen dem Mazda anrufe. Die Reaktion am anderen Ende „Immer noch?“ Ich dachte mir meinen Teil …
    Mein Auto wäre fertig, ich könnte es abholen und wie ich denn nun in den Urlaub gekommen sei. „Mit einem Leihauto.“ Warum ich denn keines von ihnen genommen hätte? WHAT?! Ihr erinnert euch an das Szenario, bis ich an ein Leihauto kam? Und dann sagt mir der Angestellte ernsthaft, dass sie eines gehabt hätten???
    Als ich mein Auto gegen Abend abholte, fragte ich dann nochmals, wie das mit dem Leihauto gewesen wäre. Ja, das hätte mich auch trotzdem etwas gekostet, obwohl mein Auto bei ihnen in der Werkstatt war. Er fragte mich, was ich für mein Leihauto gezahlt hätte und wie viele Kilometer ich gefahren wäre. Dann überschlug er kurz im Kopf und meinte „das hättest du bei uns auch gezahlt“.
  • Meine Hauptbeschäftigung nachdem ich wieder daheim war: Quark schmieren!  ;o)
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