Hallo meine Lieben,

auch, wenn ich gerade nicht auf der Arbeit bin, kann ich euch trotzdem wieder eine neue Ausgabe von „Ich liebe meinen Job“ anbieten. Viel Spaß.  :o)

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Das ist natürlich auch mal eine Ansage, wenn man in Urlaub geht (nicht von  mir):

E-Mail Urlaub 14.06.16

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Seit geraumer Zeit besucht meine Kollegin und mich Herr L. – seines Zeichens Firmenkundenbetreuer einer großen Krankenkasse mit weiß-grünem Banner. Am Anfang war das alles etwas komisch (uns hat noch nie ein Firmenkundenbetreuer besucht), aber mittlerweile freuen wir uns immer richtig, wenn uns Herr L. besucht. Nicht, weil er uns Goodies mitbringt, nein – im öffentlichen Dienst darf man 1. keine Geschenke annehmen und 2. sind wir nicht bestechlich außer vielleicht mit Schokolade, sondern weil wir einfach jedes Mal viel zu lachen haben.
Letztes Mal (1 Tag vor meinem Urlaub) kam er vorbei und brachte uns das Herbst-/Winter-Gesundheitsprogramm mit Kursen, die diese Krankenkasse ihren Mitgliedern zahlt. Mir hat er Yoga aufgeschlagen und hingelegt. Ich sah es mir an und sagte dann nur „Wenn Sie wollen, dass ich da schreiend rausrenne, kann ich gerne mal hingehen. Yoga ist mir viel zu langsam und nicht wirklich entspannend.“ Er darauf „Stimmt, als entspannend kann ich es auch nicht bezeichnen. Meine Freundin und ich waren letztes Jahr auf Bali und sie wollte unbedingt eine Yoga-Klasse mitmachen. Also bin ich mit. Es endete damit, dass die Yoga-Lehrerin versuchte, mein Bein in eine bestimmte Pose zu bringen. Mir tat alles weh und alle anderen hatten was zu lachen.“  :D
Anderes Thema: Kinder. Keine Ahnung, wie wir drauf gekommen sind, aber wir erzählten ihm den Spruch unseres Sachgebietsleiters zum Thema „Ich will keine Kinder.“ Der sagte damals: „Es muss auch die reiche Tante geben.“ Hier hat sich Herr L. überhaupt nicht mehr eingekriegt und gefragt, ob wir denn noch einen Arbeitsplatz übrig hätten, er würde sofort zu uns wechseln – bei den ganzen lustigen Stories, die wir immer erzählen bzw. den Spaß, den wir unter den Kollegen haben.
Mal sehen …  :o)

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Neben E-Mails gibt es auch kleine Zettelchen, die immer mal wieder auf dem Tisch liegen oder an der Tür hängen. Mal von mir geschrieben, mal von anderen. Aber immer für ein Lächeln gut:

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Irgendwann Mitte Juni 2016 hatte ich ein Telefonat (unten verkürzt ausgeführt) als Urlaubsvertretung vom Kollegen, bei dem fragte ich mich auch, ob am anderen Ende der „Kleine Nils“ von Antenne Bayern oder die versteckte Kamera ist …

„Hallo, guten Tag. Ich hätte eine Frage: wir haben ein Grundstück gekauft und unser Haus drauf gebaut. Jetzt wollte ich gerne wissen, wer denn den Zaun bezahlt, wenn wir einen brauchen.“
„Naja, derjenige, der anschafft. Also Sie.“
„Ja, aber wir haben am unteren Ende des Grundstückes Zugang zu einem Bach und wir haben ein kleines Kind und einen Hund. Wir wollten den Zaun, damit nix passiert.“
„Den Zaun müssen trotzdem Sie zahlen, wenn Sie ihn wollen.“
„Ja, aber das ist ein Grundstück auf dem zwei Häuser stehen, das Grundstück ist nicht geteilt.“
(So ein Quark, natürlich war das Grundstück geteilt!)
„Wenn Sie einen Zaun wollen, dann müssen auch Sie den bezahlen.“
„Aber ein Bekannter von mir, der aus Berlin kommt, sagte, dass der in Berlin von den Behörden gezahlt wird.“
(???!!!! Die kriegen nicht mal den Flughafen BER hin, aber Zäune zahlen?!)
„Berlin ist ein eigenes Bundesland für sich und liegt am anderen Ende Deutschlands. Das mag vielleicht dort so sein, aber in Bayern ist das nicht so. Da zahlt derjenige, der anschafft.“
„Können Sie nicht noch einmal in die bestehenden Satzungen schauen, ob es da nicht etwas gibt? Da muss es doch etwas geben.“
[…]

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Wooooooaaaaaaaahhhhhhhhh. An der Stelle breche ich mit der Erzählung ab. Ich hab dann natürlich in alle Satzungen geschaut und ihr nochmals erklärt, dass es da in Bayern und auch in unseren örtlichen Satzungen nichts gibt. Wer anschafft, zahlt. Alternativ könne sie sich gerne in 2 Wochen beim Kollegen melden, für den ich Urlaubsvertretung mache. Natürlich hat sie sich nicht wieder gemeldet. Sachen gibt’s.

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Ja, was hatten wir noch im Juni? Genau: Personalratswahlen am 21.06.2016. Da muss man sich als Wahlvorstand ab und zu was einfallen lassen, um doch Mittagspause machen zu können  :D

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Wenn ich ans Auszählen am Abend zurückdenke, muss ich grinsen. Da saßen wir zu dritt und zählten aus. Meine Kollegin prüfte die Stimmzettel auf Gültigkeit vor und las dann die angekreuzten Namen vor, während mein Kollege die Strichliste führte und ich kontrollierte, ob er auch richtig ankreuzt. Die Stimme der vorlesenden Kollegin machte bei bestimmten Namen immer einen Hüpfer, mein Kollege schüttelte oft mit dem Kopf während er Striche machte und ich dachte mir meinen Teil, bei den Namen und bei den jeweiligen Strichen. Sehen wir mal, was der neue Personalrat ab dem 01.08.2016 auf dem Kasten hat …

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Ich wünsche euch noch eine schöne Woche, bis bald.  :o)

Eure Karina

 

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