“Freitag nach eins, macht jeder seins.”

Und genau deswegen zeige ich euch, meinen Lieben, heute wieder etwas, das bimmeln, läuten, gongen oder “glocken” kann – genau so, wie sich die Erfinderin, die wunderbare Frau Tonari, ausgedacht hat.

Diesmal läute ich das Wochenende für mich und euch mit einer „Gemaagloggn“ ein. Moment … mit einer … WAS?

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Mit einer Gemaagloggn, die ein Gemeindediener bei sich trug. Klingt komisch? Ist aber ganz einfach!

Von Alters her war ein Gemeindediener ein haupt- oder nebenberuflicher Beschäftigter einer Gemeinde, dessen Aufgabe (unter Zuhilfenahme einer „Gemaagloggn“, zu hochdeutsch: Gemeindeglocke) die mündliche Verbreitung gemeindlicher und sonstiger Angelegenheiten im Ort war. Der Gemeindediener lief also durch den Ort, schwang seine Glocke, wartete, bis sich genügend Menschen des Ortes um ihn versammelt hatten und erzählte dann die neuesten (gemeindlichen) Nachrichten. Manch einer soll auch bimmelnd und schreiend durch den Ort gelaufen sein und nicht gewartet haben, bis sich die Einwohner um ihm herum versammelt haben. Wer weiß das schon genau.  ;o)

Ich weiß nicht, wie es in anderen Bundesländern war oder ist, aber so war es zumindest in Bayern. Der Job des Gemeindedieners hat sich dann mit der Zeit erledigt, als die Kommunen ihre Amts- bzw. Mitteilungsblätter einführten und so die gemeindlichen Bekanntmachungen und Nachrichten verbreiteten. Das war bei den meisten kurz nach der Gemeindegebietsreform in Bayern von 1972 bis 1978 der Fall.

Schon wieder was gelernt. Wir werden noch richtig schlau mit den Freitagsklingeln.  :D

Ich wünsche euch einen guten Start ins Wochenende!

Eure Karina
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