Hallo meine Herzchen,

es ist Sonntagabendnacht, kurz nach 23 Uhr. Ich hab mich eben bettfertig gemacht und sitze nun eingekuschelt in eine schöne warme Decke auf der Couch, den Laptop auf den Knien und zig Kerzen um mich rum … also eigentlich alles perfekt, um euch nun endlich von meinem Österreich-Kurztip zu erzählen! Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen (der Beitrag geht natürlich in jedem Fall erst Montagvormittag online).

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Wer hier schon länger mitliest kennt mich und weiß, dass das bei mir mit dem Packen am Vorabend nicht wirklich klappt (vor allem nicht, wenn ich mit dem eigenen Auto verreise, wenn ich wegfliegen würde, wäre das was anderes und klappt komischerweise). Auch diesmal hat es wieder nicht geklappt sonntags zu packen, also klingelte mein Wecker erbarmungslos am Montagmorgen um 06:15 Uhr. Brrrr, grässliche Uhrzeit! Also nochmal umgedreht und tatsächlich erst gegen 07:05 Uhr aufgestanden …  ;o) Trotz dieser Verspätung klappte alles weitere ohne Probleme. Fertig machen, packen, noch Kleinigkeiten erledigen und aufräumen. Check! Als ich dann alles ins Auto lud musste ich schon grinsen, hätte das Gepäck doch auch bestimmt locker für gefühlte 8 Tage gereicht – und wir wollten nur insgesamt 4 Tage weg sein. Naja … mein liebster Jake fährt es ja!  ;o)

Nach einem kurzen Zwischenstop bei der Tankstelle und der Bank am Ort fuhr ich auf die A73 auf und los ging’s gegen 09:00 Uhr! Die Fahrt nach Regensburg war sehr neblig, typisch für Ende Oktober. Ab Nürnberg bis nach Beratzhausen gab es superschönen Sonnenschein und mir fiel siedend heiß ein, was ich nicht dabei hatte – meine Sonnenbrille. Aber keine Sorge, nach Beratzhausen gab es wieder richtige Nebelsuppe. Unvergleichlich natürlich auch jedes Mal kurz hinter Nürnberg der Rastplatz „Ludergraben“, wo ich jedes Mal grinsen muss wegen dem Namen. :D

Ich kam richtig gut durch bis Regensburg, aber einmal dort angekommen gab es leider nur noch Verkehrschaos. Geschlagene 40 Minuten habe ich bis in die Innenstadt bzw. das Parkhaus „Dachauplatz“ gebraucht. Von dort bin ich zu Fuß zum Dom gelaufen und von dort durch den Domgarten zu meiner Cousine Kathrin, mit der ich 2012 in Kanada war. Dort gab es erst einmal Tee, Kuchen und ihr tolles Afrika-Fotobuch zu sehen. Noch fix die letzten Sachen zusammengepackt und dann noch das Auto getauscht (eigentlich wollten wir mit meinem weiterfahren). Also parkte ich mein Auto vom Parkhaus um auf ihren Anwohnerparkplatz und legte ihren -ausweis rein. Perfekt. Gegen Beifahrer-Sein hatte ich nichts einzuwenden.  :o)

Mit Kathrin’s Skoda und dem Apfel-Handy-Navi fuhren wir dann los nach Oberösterreich, lauschten dem Ellen Berg-Hörbuch „Ich koch dich tot“ und genossen das Kaiserwetter ab Regensburg. An der Raststätte Donautal erstanden wir eine Vignette für 8,80 €. Beim Grenzübertritt nach Österreich ging dann auf einmal die Autoanzeige des Skodas nicht mehr – hatte das Auto etwa einen Blitz-Kulturschock erlitten? Kurz auf den nächsten Rastplatz rausgefahren, Auto aus, wieder an, alles funktionierte wieder. Die liebe Technik… ;o)
Wir fuhren also brav weiter auf der Autobahn A1 und bemerkten schnell, dass man von Österreich einiges in der Straßenführung lernen kann!  So gab es Richtungspfeile auf der Autobahn am Boden angezeichnet plus Zielnamen (teilweise zumindest, z.B. Wien, Linz), am Seitenstreifen gab es „Böbberla“ zwecks nötigem Abstand bei Nebel. Außerdem sahen wir auch auf der jeweiligen Fahrspur manchmal zwei Pfeile knapp hintereinander, anhand denen man sehen konnte, ob man den nötigen Mindestabstand zum Vorderauto einhält. Unübersichtlich fand ich hingegen die Autobahnschilder an und für sich – ich kam mir vor wie in Italien; es war ein unruhiges Schriftbild durch größere und kleinere Schrift gleichzeitig auf den jeweiligen Tafeln. Außerdem gab es gefühlt fast alle 2 km eine Radarkontrolle – was ja nicht schlecht sein muss.

Und dann kamen wir gegen 15 Uhr an. Diesmal hatte es uns nach Linz verschlagen, wie die liebe Paleica bereits in einem früheren Post von mir erraten hat. :o)  Linz war Kulturhauptstadt 2009. Zudem ist Linz Donaustadt, Mittelalterstadt, Stahlstadt, Kunststadt und UNESCO city of media arts. Ganz schön viel für die drittgrößte Stadt Österreichs, oder?

Nachdem wir dann auch gut am Arcotel-Nike-Linz-Hotel angekommen waren und eingecheckt hatten, fuhren wir erst einmal hoch aufs Zimmer. Das war auch etwas strange, da uns die Angestellten etwas komisch anschauten und der Boden im Aufzug stellenweise nass war. Echt komisch. Bis wir irgendwann später am Tag merkten, dass wir in den Personalaufzug gestiegen und die „Gästeaufzüge“ um die Ecke waren … Typisch wir!  :D   Unser Zimmer mit Stadtblick entpuppte sich als Zimmer mit halb Donau- und halb Stadtblick. Sehr schön!  Fast zeitgleich gab es auch per SMS eine tolle Meldung von o2 – kostenloses Datenroaming. Yeah!!! :o)

Fix haben wir uns umgezogen und sind dann an der Donau entlang zur Altstadt gelaufen, vorbei am Brucknerhaus und dem Lentos Kunstmuseum. Dort angekommen schauten wir uns kurz am Hauptplatz und der Landstraße um. Da wir aber einfach nur mächtig Hunger hatten, ging es ab ins Vapiano … und *zack* war ich verliebt! Das ist schon witzig – da muss ich erst nach Linz in Oberösterreich, um endlich mal Vapiano zu probieren. Ich genoss leckere Gamberettini e spinaci, einen halben kleinen Caesar Salad und ein stilles Wasser. Wir waren gegen 17 Uhr zum Essen dort und wir mussten schon eine Ecke auf unser Essen warten – da fragt man sich unweigerlich „was machen die zur rush hour?!“ Aber es war wirklich meeegalecker in einem tollen Ambiente!

Danach bummelten wir durch die Landstraße (Haupteinkaufsstraße) und die Seitenstraßen. Dabei kundschafteten wir in der Dunkelheit ein bisschen aus, was man noch so in den Folgetagen machen könnte. Dabei sind wir über eine Spendendame gestolpert, die für Kinder sammelte (SOS Kinderdorf?). Wir waren dann für sie aber schnell uninteressant, als sie erfuhr, dass wir aus Bayern sind. Wir fragten sie im Gegenzug, was in Linz sehenswert ist bzw. wo man gut frühstücken gehen kann. Sie kam aber leider aus Wien und hatte auch keine Ahnung. Auf unserer Erkundungstour kamen wir auch am „Höhenrausch“ vorbei, der aber leider nur bis zum 16.10.2016 offen hatte. Das wäre bestimmt auch toll gewesen.

Dafür sahen wir passenderweise zum 31.10.2016 einige wirklich gruselige Halloweenmenschen in der Landstraße und kamen zudem an einer Nespresso-Boutique vorbei. Meine Cousine ging gleich rein und kaufte ein, glücklich, dies ohne Internet zu tun (wg. Mindestabnahmemenge). Hier gab es auch drei saisonale Sorten: Apfelstrudel, Sachertorte und Linzer Torte. Während ich draußen wartete, kam meine Cousine raus und meinte, dass wir beide einen Kaffee kriegen würden und ich reinkommen solle. Also bekamen wir beide eine Kapsel in die Hand gedrückt (sie wählte Linzer Torte und ich Apfelstrudel), gingen in die Verkostungsecke und probierten diese. Es schmeckte anders, aber trotzdem lecker. Es war auch faszinierend zu beobachten, wie die Verkäufer ohne hinzusehen hinter sich in die Regale griffen und immer die richtigen Sorten rauszogen, die die Kunden kaufen wollten. Gelernt ist scheinbar gelernt! Einzig George Clooney fehlte, ansonsten war es echt super.   ;o)

Auf dem Rückweg zum Hotel, als wir wieder an der Donau entlang liefen, stand dann urplötzlich ein roter Teufel neben uns, der uns aber nicht erschreckte, sondern einfach nur stumm schaute. Damit war Halloween für uns also auch erledigt. ;o)

Im Hotel haben wir dann noch unsere Reiseführer gecheckt und kurz besprochen, was wir an Tag 2 tun könnten. Und darauf gewartet, dass es endlich nach 22 Uhr ist, um ruhigen Gewissens schlafen gehen zu können.  ;D  Diese Zeitumstellung macht einen echt fertig. Man hängt in den Seilen. Ist müde. Der Körper sagt „es ist nach 22 Uhr“, die Uhr sagt „bätsch, es ist erst 21:23 Uhr“.  :o(  Naja.

Für den nächsten Tag war auch Kaiserwetter gemeldet und wir freuten uns schon sehr darauf. Bis dahin hörten wir aber erst einmal das Hörbuch „Ich koch dich tot“ weiter und waren im Nu eingeschlafen …

Baba! (österreichisch für „tschüss“)

Eure Karina

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