Hallo meine Lieben,

am 01.12. stand mal wieder der Betriebsausflug des #irrenhausontour an und heute möchte ich euch davon berichten. Wer mir auf Instagram folgt, hat darüber oder auch über die Instagram-Story vieles mitbekommen. Für alle anderen hier nun ein ausführlicherer Bericht. :o)
An dieser Stelle noch der Hinweis: Bilder mit Datum- und Zeitangabe sind nicht von mir, sondern von einem Kollegen.

Wir starteten morgens um 7:30 Uhr an unserer Arbeitsstätte und unser Busfahrer Stefan brachte uns sicher zu unserem ersten Zwischenstopp. Nach sehr langem „sich schlafend stellen“ war ich sehr froh, als wir ankamen (ich würde mich nicht als Morgenmuffel bezeichnen, aber ich brauche morgens noch ein bisschen meine Ruhe, um langsam im Tag anzukommen. Extrem angeknipste Personen sehr früh am Morgen kann ich nur sehr schwer ertragen – aber davon hatten wir leider einige dabei). Der erste Stopp auf diesem Ausflug (der erste, den ich nicht mitorganisiert hatte und mich demnach entspannt zurücklehnen konnte) war Laaber. Kennt irgendwer von euch die Confiserie Seidl? Seid froh – oder auch nicht. Je nachdem, wie sehr ihr Schokolade liebt – denn dort wird man mehr als fündig, wie ihr auch auf der dazugehörigen Homepage sehen könnt. Ich bin da ja eine extrem süß Veranlagte und könnte mich vermutlich nur von Schokolade ernähren.  ;o)  Aber ich muss sagen, dass mich das Angebot erschlagen hat. Einige Räume voll nur mit tollsten Schokoladenvariationen, auch Gummibärchen und Co. – das war zu viel für mich (mal ganz abgesehen davon, dass die Schokolade vermutlich nicht mal bis zur Heimkehr überlebt hätte). Während andere Kolleginnen und Kollegen den Laden (übertrieben gesagt) leer kauften, ging ich ohne irgendetwas wieder raus und zurück zum Bus, wo ein kleines Frühstück auf uns wartete (Wiener und Brötchen – das seit jeher wichtigste bei einem Ausflug von uns ist scheinbar Essen. Ganz ohne Witz jetzt!). Natürlich wurden da dann auch schon die ersten Bierflaschen geleert – es ist schon interessant, wie manche Dinge vorhersehbar sind bei bestimmten Personen. ;o)

Nachdem die Confiserie Seidl also vermutlich ihren Wochenumsatz innerhalb 1 Stunde mit uns gemacht hatte, fuhren wir weiter zum nächsten Stopp: nach Regensburg, was nur wenige Kilometer entfernt lag. Wir parkten am Busterminal für Reisebusse („Am Protzenweiher“), packten uns warm ein gegen den eisigen Wind und schon nahm uns unsere Stadtführerin in Empfang und die Stadtführung begann. Ich war sehr gespannt darauf, welche Ecken wir zu sehen kriegen würden, da ich schon sehr oft in Regensburg war und daher schon sehr vieles kannte.

Regensburg (von lateinisch Castra Regina, auch lat. Ratisbona) ist eine Großstadt und kreisfreie Stadt in Ostbayern. Sie ist Hauptstadt des Regierungsbezirks Oberpfalz und Sitz der Regierung der Oberpfalz sowie Sitz des Landrats des Landkreises Regensburg. Seit dem 13. Juli 2006 gehört die Regensburger Altstadt mit Stadtamhof zum UNESCO-Welterbe.
Die Stadt hat 145.465 Einwohner (31. Dezember 2015) und steht damit nach München, Nürnberg und Augsburg an vierter Stelle unter den Großstädten des Freistaates Bayern.
Sie ist Bischofssitz der Diözese Regensburg, hat drei Hochschulen und ist eines der 23 bayerischen Oberzentren.
(Quelle: Wikipedia – siehe auch Homepage der Stadt)

Wir liefen also im Gänsemarsch erst einmal vom Busterminal in Richtung Steinerne Brücke und hielten mehrmals für Informationen an. Auf der Steinernen Brücke waren wir dann mal wieder der Meinung, dass es Zeit für ein Hüpffoto wäre. Während die anderen alle schon weiterliefen, blieben wir zu viert zurück, drei hüpften (inklusive ich) und eine drückte ab. Einmal, zweimal, dreimal … Mehrfach. Und kein Bild wurde etwas. Woher kennen wir das bloß???  ;o)  Also tauschten die Fotografin und ich den Platz und *zack* auf’s erste Mal funktioniert. Eventuell sollten wir unsere Einstellungskriterien beim Personal mal überdenken.  ;o)

Wir eilten nach erfolgreichem Hüpffoto also dem Rest der Truppe hinterher und landeten wenig später an der Historischen Wurstküche von Regensburg. Weiter ging es zur Porta Praetoria, die gerade leider saniert wird (wie die Steinerne Brücke auch – diese von einer Firma aus dem Bamberger Landkreis. Wir Bamberger sind halt überall. :D ) und daher nicht sichtbar war. In einem in der Nähe liegenden Hinterhof, in dem man zum Domschatzmuseum kam, zeigte uns die Stadtführerin eine interessante Statue, von der ich in der nächsten Galerie ein Bild einstellen werde. Mit knappen Worten gesagt „Vorne rum freundlich und hinten rum böse.“ Was es mit der Statue auf sich hatte, kann ich euch leider nicht mehr sagen. Nur wenige Meter weiter standen wir dann vor dem Dom St. Peter, welcher zusammen mit der Steinernen Brücke das Wahrzeichen der Stadt Regensburg ist.

Von dort ging es – vorbei am „Hutmacher“, der den Hut für Johnny Depp in „Alice im Wunderland“ herstellte – durch die vielen putzigen Gassen der Altstadt, die auch schon weihnachtlich geschmückt waren. Von Zeit zu Zeit blieben wir natürlich stehen, weil uns die Stadtführerin etwas erklärte. Immer wieder stand unsere Truppe hierbei für Passanten im Weg und so kam es zum neuen Ausspruch „Gasse bilden!“, der unser „Kuscheln!“ von Hamburg 2015 damit ersetzte.  :o)  Vorbei ging es auch am Dampfnudel-Ulli und dem Alten Rathaus zum Haidplatz, wo uns das „steinerne Stadtmäuschen“ gezeigt wurde. Dieses befindet sich im Erdgeschoss einer ehemaligen Hauskapelle und ist eher unscheinbar – außer, man wird darauf hingewiesen. Wenn man mit der Hand über das Stadtmäuschen streicht und sich dabei etwas wünscht, geht es angeblich in Erfüllung. Natürlich darf man nicht aussprechen, was man sich gewünscht hat. Eh klar. ;o)  Ich will ja nicht unken, aber mein Wunsch geht scheinbar langsam in Erfüllung. Hi hi.

Von dort ging es in den Innenhof eines Palais, wo eine Kunstaustellung war. Besonders lachen mussten wir über den Wegweiser mit der Aufschrift „Himmel“, der zu dem Zeitpunkt auf ein Dixie-Klo zeigte.  :D
Die Stadtführung ging dann noch eine ganze Ecke weiter und endete nach insgesamt ca. 80 Minuten am Neupfarrplatz. Die Stadtführung war grundsätzlich ganz schön, aber leider hab ich mir nicht viel davon behalten. Die Stadtführerin hat mit Jahreszahlen um sich geworfen und da steige ich dann irgendwann aus – weil ich mir das eh nicht alles merken kann. Wenn Anektoden erzählt werden, wie z.B. zum steinernen Stadtmäuschen oder zu den Patriziertürmen (je höher, desto reicher war jemand – wobei die oberen Stockwerke „Deko“ waren und nicht zu Wohnzwecken genutzt wurden), merke ich mir die, aber alles andere ist leider vergebene Liebesmüh.

Da wir noch kurz Zeit zur freien Verfügung hatten, blieben wir gleich am Weihnachtsmarkt am Neupfarrplatz und gönnten uns etwas zu trinken und teilweise auch zu essen. Hier lernten wir auch zwei nette ältere Regensburger Herren kennen, die sich dann wohl auch irgendwann ihren Teil zu unserer Truppe dachten.  :D  Wir kennen uns ja und wissen, wie was gemeint ist – aber wenn Außenstehende Dinge hören wie „Und du wunderst dich, dass du keine Freunde hast?“, worauf kommt „das darf er nur sagen, weil er so gut im Bett ist“ und noch jemand anderes drauf sagt „Was? Du hast noch eine? Ich dachte, ich wäre die Einzige für dich!“, denken die sich wohl ihren Teil … :D  Ich wanderte dann noch mit einem Kollegen ein bisschen durch die süßen Gassen, wir knipsten hier und da ein Bild und liefen dann zurück zum Busterminal, um pünktlich weiter zum nächsten Stopp zu fahren. Auf dem Rückweg entdeckte ich dann noch einen zauberhaften kleinen Laden, der „Coming Home“ hieß. Das nächste Mal bleibe ich dort länger!  ;o)

Als wieder alle an Bord waren (wie immer ging es nicht nach Zeitplan weiter, aber so kennen wir das ja  :o)  ), fuhren wir weiter in den Landkreis Kehlheim und kamen in Abensberg an. Nachdem wir auf einem Großparkplatz geparkt hatten, gingen wir zu Fuß unserem Ziel entgegen – der Brauerei Kuchlbauer.

Die Brauerei Kuchlbauer ist eine mittelständische, vorwiegend auf Weißbier spezialisierte Brauerei in der Hallertau mit Sitz in Abensberg im Landkreis Kelheim (Niederbayern). Jährlich werden rund 93.000 hl Bier gebraut.
(Quelle: Wikipedia und Homepage der Brauerei)

Dort angekommen startete auch schon wenige Minuten später unsere Brauereiführung. Wir erfuhren, dass durchschnittlich jeder Mensch in seinem Leben 29.000 Liter Weißbier trinkt (bei mir sind es 0,00 Liter, aber das holt der Bauhof wieder mit rein  ;D ), wie Weißbier entsteht, welche unterschiedlichen Sorten die Brauerei herstellt und wie sie sich unterscheiden. Außerdem wurden im Bereich des Bierabfüllens sehr lange Zeit nur Frauen beschäftigt, weil diese flinker und ausdauernder bei der Arbeit waren als Männer – und um 16 Uhr noch nicht betrunken.  ;o)  Meine Kolleginnen und ich bejahten das gleich, was unser Umschüler scheinbar ein bisschen anders sieht… ;o) Vorbei an einem auf einem Holzfass liegenden schlafenden Zwerg, in den Keller sowie wieder zurück ins Erdgeschoss war die Tour dann fast schon zu Ende, nachdem wir fast 1 km der „Hundertwasser-Spur“ gefolgt waren (siehe Foto). Unsere Tourguide brachte uns noch in den Keller das Bierturms und entließ uns dann dort.

Der Kuchlbauer Turm ist über die Jahre (Grundsteinlegung 2007, Eröffnung 2010) zu einer echten Sehenswürdigkeit geworden und wird jährlich von sehr vielen Besuchern frequentiert. Er ist ein Architekturprojekt des weltbekannten Künstlers Friedensreich Hundertwasser (der den Baubeginn und die Fertigstellung nicht erlebte). Geplant, geändert und bearbeitet wurde der Turm von Architekt Peter Pelikan, der ein Mitarbeiter von Hundertwasser war.

Hundertwasser steht für „keine klaren Linien“, wie ich es knapp ausdrücken würde. Hundertwasser ist Kunst, die sich darin zeigt, dass der Künstler ein menschengerechteres Bauen im Einklang mit der Natur schaffen wollte. Keine geraden Wände und Winkel, keine wirklich erkennbaren Strukturen. Kreatives Chaos.  ;o)
Ich persönlich bin kein Fan von Hundertwasser, da ich jemand bin, der klare Linien und Strukturen braucht und liebt. Dennoch finde ich seine Arbeiten sehr faszinierend – ebenso wie diesen Turm. Den wir natürlich bestiegen haben und in 35 m Höhe die schöne Aussicht und die langsam untergehende Sonne bewundert haben. Mein Kollege hat dort oben ein sehr schönes Paronamabild aufgenommen.

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Wieder unten angekommen mussten wir Damen erst einmal dringend wohin … also schauten wir uns die Hundertwasser-Toiletten an. Als wir so da standen und warteten, kam mein Sachgebietsleiter rein und schaute recht verwirrt. „Äh, …, das ist die Damentoilette.“ Er etwas pikiert geschaut und erstaunt „oh“ gesagt und weg war er. Hat dann scheinbar doch die Männertoilette gefunden.  :D  Nach diesem kleinen Ausflug gingen wir nach draußen und zur Bierverkostung, die bei jeder Führung automatisch dabei ist. Man erhält 0,5 Liter Bier nach Wahl und eine Bretze (glücklicherweise auch alkoholfreie Getränke, denn mit Bier kann man mich jagen). Wir saßen also in gemütlicher Runde zusammen, lauschten der Weihnachtsmusik, quatschten, lachten und hatten eine gute Zeit.

Nach einem Blick auf die Uhr und einem kleinen Erschrecken unsererseits („Mist, schon so spät? Wir haben uns den Weihnachtsmarkt noch gar nicht angeschaut und müssen in einer knappen Stunde schon beim Abendessen sein, weil reserviert ist.“) ging es dann nach draußen in die Dämmerung und wir genossen den eigentlichen Grund, weswegen wir hier waren: die Turmweihnacht. Es war einfach nur wunderschön anzusehen und hatte einen sich eigenen Zauber inne. Nicht nur der „kleine“ Markt um den Kuchlbauer Turm herum, auch der in der Nähe liegende „große“ Markt war ein Traum. Dort gab es dann noch ein Hundertwasser-Kunsthaus zu sehen. Überall waren zig LED-Lichter angebracht. Nicht nur Kinderaugen leuchteten. Es war sooo schön. Auch der Handwerkermarkt in einer angrenzenden beheizten Tiefgarage war sehr sehenswert.

Obwohl wir dann schon echt knapp zum Abendessen dran waren, gab es noch eine schnelle Runde Glühwein für den Großteil von uns und erst dann machten wir uns auf den Weg zum Restaurant Kuchlbauer. Immerhin hatten wir zwei von drei Betriebsräten bei uns dabei – was sollte uns da schon passieren?  ;o)  Der Rest der Truppe saß schon da und auch wir nahmen schnell unsere Plätze ein, bevor eine recht fesche Bedienung unsere Getränkebestellung aufnahm. Wenig später kam dann auch schon das jeweils vorbestellte Essen und bei reichlich Gelächter und guter Stimmung ließen wir es uns schmecken. (Merke: wenn dein SG-Leiter schon einiges intus hat, keine Scherze oder Anspielungen mehr machen. Er nimmt alles sehr ernst.)

Nach dem schönen Ausklang machten wir uns durch die beleuchtete Stadt wieder zurück auf den Weg zum Großparkplatz und zu unserem Bus. Wo bereits wieder der Großteil wartete und noch einige Wiener und Brötchen vom Morgen verdrückte. Alkohol braucht ja schließlich eine Grundlage. Und ich mag jetzt wieder für eine Oberlehrerin oder sonstwas gehalten werden, aber ich persönlich habe keinerlei Toleranz dafür, dass man sich auf einem Betriebsausflug über die Maßen voll laufen lässt. Das empfinde ich als unnötig und ein Zeichen für mangelnden Anstand und/oder Respekt. Aber gut. Jedem das Seine. Sind ja alles Erwachsene. Zumindest laut Geburtsdatum. Was für Blödsinn dann noch im Bus auf der Heimfahrt ab ging ist wieder eine andere Geschichte. Aber ihr wisst ja: was auf dem Ausflug passiert, bleibt auf dem Ausflug …

Ich wünsche euch noch eine schöne Woche und falls ihr mal Richtung Abensberg kommt – ein Besuch der Turmweihnacht lohnt sich. Sehr!  :o)

Eure Karina

 

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