Hallo meine Lieben

und willkommen zu unserem 1. vollen Tag in Miami! Bereits vor 8 Uhr morgens wachten wir auf in unserem tollen Hotelbett und konnten gar nicht so recht realisieren, tatsächlich hier zu sein in dieser tollen Stadt. Die Klimaanlage war etwas frisch, aber dafür hatte ich ja noch die kuschelig warme Air-France-Decke … ;o) Für den perfekten Start in den Tag hatten wir eine kleine Kaffeemaschine im Zimmer sowie Kaffeepulver von Starbucks, die sofort in Betrieb genommen wurde und wir den Kaffee genossen. Dann machten wir uns fertig (ich für meinen Teil mit LSF50+, einer kurzen Jeanshose, einem weißen T-Shirt, Turnschuhe und Hut) und suchten uns erst einmal in Downtown Miami ein Cafe zum Frühstücken. Nur eine Querstraße weiter wurden wir auch sehr schnell fündig und machten es uns an einem Tisch vor „Freshko“ bequem mit Blick auf die Straße. Wenn alles frisch gemacht wird und nur leckere Dinge auf der Karte stehen, ist es echt schwierig, etwas zu finden! Letztendlich entschied ich mich für Fresh greek joghurt with granola and fruits und einen Coffee Latte. YUMMY!!!
Während wir frühstückten beratschlagten wir, was wir mit unserem ganzen Tag in Miami anstellen wollten und einigten uns auch sehr schnell. Wenig später zogen wir los, um diese tolle Stadt etwas besser kennen zu lernen …

MIAMI ist eine City und der Verwaltungssitz des Miami-Dade County im US-Bundesstaat Florida mit 417.650 Einwohnern (Stand: 2013). Das Stadtgebiet hat eine Größe von 143,1 km². Die Stadt ist Teil der Metropolregion Miami mit etwa 5,5 Millionen Einwohnern. Der Name „Miami“ kommt von dem indianischen Wort Mayaimi (großes Wasser), mit dem der Lake Mayaimi (heute Lake Okeechobee) und der dort lebende Indianerstamm Mayaimi bezeichnet wurde. Die Stadt liegt an der Mündung des Miami River in die Biscayne Bay, die ein Teil des Atlantischen Ozeans ist. Nach Jacksonville ist Miami die zweitgrößte Stadt Floridas. Die Mehrheit der Einwohner Miamis spricht Spanisch als Muttersprache.
Quelle: Wikipedia

Von der SE 1 Street liefen wir Richtung Bayfront Park und das erste Malheur des Tages passierte: Kati wurde von einem Vogel angeschissen – wir hatten auf Regen getippt, aber nachdem weder Dani noch ich etwas abbekommen hatten … Scheiße im wahrsten Sinne des Wortes, aber zum Glück nicht auf die Kleidung. Glücklicherweise haben wir ja immer Desinfektionstücher dabei, somit konnten wir dieses Problemchen schnell beseitigen und unsere Erkundung fortsetzen. Erklärtes Ziel waren die Wynwood Walls, irgendwo im Nordwesten. Wir liefen also fröhlich den Biscayne Blvd entlang in den Norden, lt. Dani mussten wir irgendwo zur 40th Street. Auf dem Weg schauten wir uns auch den Bayfront Park, die American Airlines Arena, den Museum Park und sehr sehr viele Graffitis an. Es war ein traumhaftes Wetter um die 30 Grad, die Sonne schien und ich war nach größter Möglichkeit im Schatten unterwegs (Erfahrungswerte vorheriger Urlaube zwecks Sonnenbrand, bei mir gibt es nämlich nur weiß oder krebsrot, egal welcher LSF drauf ist).

Wir liefen also und liefen und liefen … irgendwann erreichten wir die NE 40th Street und kamen im Miami Design District an. Wir schauten uns dort um, fanden die edelsten Geschäfte (Dior, Prada, Gucci …), wunderschöne Hinterhöfe, aber keine Wynwood Walls. Kein Wunder, denn die befinden sich nicht in der 40th Street, sondern in der 2520 NW 2nd Ave … /o\  /o\  /o\
Das fanden wir aber erst raus, als wir aus Miami weg waren …
Klassischer Fail, aber nicht weiter schlimm – wir setzten uns kurz vor 13 Uhr in „buena vista midtown Miami“ in den Schatten und aklimatisierten uns (das Wetter war noch zum Gewöhnen, da es in Deutschland viel kälter war). Danach liefen wir die N Miami Ave runter bis zur 10th Street und sahen auf diesem Weg auch sehr sehr viele Graffitis und tolle Nachrichten auf den Gehwegen. <3

Nach einem weiteren kurzen Stop im Omnipark beschlossen wir, zum nächsten Metromover zu laufen (der nicht weit entfernt war) und dort nachzusehen, wo wir weiter hin wollen. Am Metromover (eine Art Hochseilbahn) angekommen, staunten wir nicht schlecht, da es sich hierbei um ein kostenfreies Verkehrsmittel handelte, das wir schon am ersten Abend von unserem Hotel aus gesehen hatten.

Der Miami-Dade Metromover ist ein Peoplemover, der in der Innenstadt von Miami verkehrt und dort zahlreiche Bürogebäude und öffentliche Einrichtungen untereinander verbindet. Er wurde am 17. April 1986 eröffnet, bedient 20 Stationen und befördert rund 28.500 Fahrgäste am Tag. Er wird von der örtlichen Verkehrsbehörde Miami-Dade Transit betrieben. Die Nutzung des Metromovers ist kostenlos.
Quelle: Wikipedia

Mit dem Metromover fuhren wir gegen 14 Uhr von Park West bis zum Government Center und lösten dort mit freundlicher Hilfe einer lieben Dame am Schalter des Bahnhofes für jede von uns ein Busticket für den Bus 208/209 („Little Havana Connection“). Diese Frau war so putzig. Wir gingen an den Schalter und sprachen sie an, sie reagierte nicht, gestikulierte aber wild mit der Hand. Bis sie dann irgendwann sagte „Sorry, I was chewing. How can I help you, ladies?“ Sie meinte, dass wir unbedingt mit dem 209 nach Little Havana fahren sollten und mit dem 208 zurück. Es kamen gefühlt hunderte Busse angefahren am Busbahnhof, nur leider kam kein 209er mehr angefahren – also nahmen wir nach fast 45 Minuten warten doch den 208er und kamen an. Wer hätte es gedacht. Welcome to „Little Havana!“ <3

Little Havana (span. La Pequeña Habana) ist ein Stadtviertel im Zentrum von Miami. Little Havana wurde nach der kubanischen Hauptstadt und Kubas größter Stadt Havanna benannt. Der Name Little Havana kam in den 1960er Jahren auf, als die Zahl der in diesem Gebiet siedelnden Kubaner signifikant anstieg. Der Stadtteil grenzt an den Westen von Downtown-Miami. Es erstreckt sich von westlich des Miami Rivers über einige Kilometer. Vorher waren die Stadtteile als Shenandoah und Riverside bekannt. Little Havana ist berühmt als politische und kulturelle Hauptstadt der Kubanoamerikaner. Es ist Zentrum der Gemeinschaft der Exilkubaner. Little Havana steht für lebhafte Straßen, exzellente Restaurants, vielfältige kulturelle Aktivitäten, kleine Familienunternehmen, politische Passion und engen Zusammenhalt zwischen den Bewohnern.
Quelle: Wikipedia

Mit Hilfe der Busfahrerin stiegen wir gegen 16 Uhr in der weltbekannten „Calle Ocho“ aus (wenn der Linienbus mit Highspeed durch eine völlig fremde Stadt fährt, woher soll man wissen, wann man angekommen ist?) und sahen uns dort in Little Havana um. Dass dieser Stadtteil ein tolles Flair und lebhafte Straßen hat, wurde schon nach wenigen Minuten bestätigt. :o)  Zufälligerweise liefen wir auch über den Walkway of the Stars, der an Latino-Stars erinnert (leider kannten wir nur die wenigsten). Nachdem uns der Magen in den Kniekehlen hing, gingen wir erst einmal etwas essen – was würde besser passen, als zu einem Mexikaner zu gehen? Wir verirrten uns in das „El Taquito“ und aßen früh zu Abend. Wieder auf der Straße fiel mir ein Laden auf, der mit „cuban homemade icecream“ warb und was soll ich sagen … es ist kein Urlaub ohne Eis, oder?  :D  Die Mädels wollten nichts, aber ich gönnte mir eine Kugel cafe con leche und eine Kugel Baileys. Yummy!!!

Mit dem Eis bewaffnet, machten wir uns auf die Suche nach dem Bus zurück und fanden die Bushaltestelle. Auch hier kam nach Ewigkeiten kein Bus und leider gab es auch kein Schild mit Fahrzeiten darauf. Also dachten wir uns „laufen wir doch mal weg von der Hauptstraße und schauen uns in den Seitenstraßen um“. Wir kamen aber nicht weit in den Seitenstraßen, da schnell ein Autofahrer anhielt, sein Fenster runterkurbelte und uns riet, auf der Calle Ocho zu bleiben, alles andere sei zu unsicher. Okay … ?!
Es sah zwar alles sehr idyllisch und ungefährlich aus, aber wir glaubten dem Mann lieber mal und liefen zurück zur Bushaltestelle. Es wurden immer mehr Personen, die auch auf den Bus warteten, aber es kam einfach keiner. Und wenn einer kam, war es weder die 208 noch die 209 und kein Bus hielt bei uns an. Blöd. Irgendwann gegen halb sieben saßen wir doch in einem Bus – mit einer völlig anderen Nummer, aber die Busfahrerin versicherte uns, dass wir auch mit ihr am Ziel ankommen würden, also stiegen wir ein und stiegen an der Station „Brickell“ aus, um dort in den Metromover zu wechseln (da soll noch einer sagen, wir hätten das nicht schnell verstanden mit den Verkehrsmitteln ;D). In unserem Waggon war eine Spanierin (?) mit Kinderwagen, die sich telefonisch scheinbar mit einem Oscar unterhielt. Und zwar so laut und lange, dass man unweigerlich hinsah und -hörte – trotz fehlenden Spanischkenntnissen. Ich habe noch nie eine Frau so oft einen Namen während einem Telefonat sagen hören und auch nicht so viel und wild gestikulierend, um ihre Worte zu unterstreichen. :D Das Schaupiel hatte ein Ende, als wir am Bayfront Park ausstiegen und zu unserem Hotel liefen.

Ich weiß ja nicht, ob ihr das genauso seht, aber findet ihr diese Metromover-Bahnhöfe nicht auch total gefährlich? In luftiger Höhe und ohne irgendwelche Begrenzungen oder Schutz nach außen? Hmmm …

Nach diesem langen Tag mit über 12 km laufen bei ca. 30 Grad brauchten wir nichts mehr, außer eine Dusche und ein bequemes Bett. Voller Vorfreude auf Tag 3 schlief ich irgendwann gegen 22:30 Uhr ein…

Eure Karina

 

Advertisements