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Hallo meine Lieben,

es ist einmal wieder so weit – der 14.02. klopft heute an die Tür und möchte, dass die Blumen- und Süßwarenindustrie ihr Jahresgeschäft macht. Ja, das klingt jetzt wenig romantisch, aber genau das ist meine Sichtweise, wie ich auch schon an anderer Stelle einmal erwähnt habe.  ;o)

Für mich braucht es nicht den Valentinstag, um meinem Herzmann oder meinen anderen Herzmenschen zu zeigen, dass ich sie mag. Dafür habe ich noch 364 andere Tage im Jahr die Möglichkeit, an denen ich mit kleinen Dingen überraschen kann. Und sei es nur Überraschungspost – über die ich mich übrigens auch immer sehr freue.  ;o)  Ich bin jetzt 32 Jahre alt und habe noch nie den Valentinstag als solchen gefeiert. Das mag jetzt traurig klingen, aber mir fehlt da gar nichts und ich vermisse es auch nicht, ihn zu feiern. Wozu auch? Die Gründe habe ich euch oben schon genannt – und ich bin in dieser Hinsicht unbelehrbar.

Ich halte es da eher so wie Jennifer Garner und Jessica Biel mit ihrer Pinata im Film „Valentine’s Day“   ;o)

***

Nichts desto trotz hat mich interessiert, wie der Valentinstag auf der Welt begangen wird, denn das Datum 14.02. ist ja quasi international. Hier sind die Ergebnisse meiner kurzen Recherche:

USA

Die Amerikaner sind vermutlich die Valentinstags-Feier-Weltmeister. Über eine Milliarde (das ist eine 1 mit 9 Nullen O_o ) Valentinstagskarten werden jährlich geschrieben und verschickt. Dazu gibt es Unmengen Blumen, Candle-Light-Dinner und Luftballons in Herzform.

Großbritannien

Ganz putzig hingegen finde ich die Einwohner des vereinigten Königreichs. Dort ist es offenbar seit Jahrhunderten Tradition, anonyme Valentinstagsgrüße (sog. „Valentine Greetings“) zu versenden.

Brasilien

Die Brasilianer feiern ihre Liebe erst am 12. Juni (Vorabend des St. Antonius-Tages) im Kreise ihrer Liebsten bei einem gemeinsamen Essen. Wenn man sich an diesem Tag bzw. in diesem Umfeld verlobt, soll das der Ehe Extraglück bringen.

Japan

Bei den Japanern läuft das alles etwas anders, denn dort wird scheinbar gleich 2x Valentinstag gefeiert. Am 14.02. schenken die Frauen ihren Männern (Ehemann, Lebensgefährte, Freund, männliche Verwandte oder Freunde, evtl. sogar dem Chef) dunkle Schokolade. Einen Monat später, also am 14.03. schenken dann die Männer den Frauen weiße Schokolade. (Der 14. März heißt in Japan White Day oder auch St. White Day, daher die weiße Schokolade.)

Italien

Bei den Italienern gibt es den Brauch, sich kleine Vorhängeschlösser mit ihren Initialen oder Namen darauf zu schenken und diese an Brückengeländer zu hängen (wie wir es auch in Deutschland vielfach an Brücken sehen). Dies dient – wer hätte es gedacht – als Symbol dafür, dass die Liebe ewig halten soll.

Finnland

Dort steht der 14.02. ganz im Zeichen der Freundschaft. Hier bedenken Frauen und Männer andere Menschen, die sie gerne haben, anonym mit Grußkarten oder kleinen Geschenken – danach darf dann gerätselt werden.

Deutschland

Typisch für Deutschland sind rote Rosen, Naschereien, Parfums, Schmuck und Candle-Light-Dinner.

***

Was sagt ihr zu den ganzen Bräuchen? Kennt ihr noch weitere Bräuche oder wie steht ihr allgemein zu Valentinstag und den Erwartungen, die damit einher gehen?

Wie auch immer ihr diesen Tag verbringt, ich wünsche euch, dass ihr einen tollen Tag habt! <3

Eure Karina

Hallo meine Lieben,

gefühlt 1.000x habe ich diesen Beitrag begonnen und immer wieder gelöscht. Nun „traue“ ich mich und schreibe ihn einfach runter, wie es mir gerade in den Sinn kommt oder schon seit Wochen und Monaten fragmenteweise in meinem Kopf herumschwirrt. Für Verwirrungen oder Schreibfehler übernehme ich daher keine Haftung – denn ihr wisst ja, dass mein Deszendent Zwillinge daran schuld ist, dass mein Geist in kürzester Kürze 1.000 gedankliche Verbindungen erzeugen kann. ;o)

***

Ende August letzten Jahres kam die Verwandtschaft aus Kanada zu einem Deutschlandbesuch, nachdem wir sie 2012 besucht hatten. Wir hatten leider nur ein paar Stunden zusammen, da der Zeitplan straff war (mit Weiterreise in andere deutsche Städte und Gegenden), dennoch hatten wir jede Menge Spaß und eine gute Zeit. Während der Tischgespräche kam mir immer wieder der Gedanke „Wie mutig muss man sein, um im Jahre 1929 mit gerade einmal 24 Jahren mit seiner Ehefrau (23 Jahre) in Deutschland ein riesiges Schiff zu besteigen und sich von diesem in Halifax, Kanada, absetzen zu lassen? Ohne die dortige Sprache zu sprechen? Nicht zu wissen, was auf einen zukommt?“ Ich finde das sehr bewunderswert. Diesen Mut, diese Mentalität „Wir schaffen das. Wir beißen uns durch.“ und das in einem völlig fremden Land. Offensichtlich ging alles gut, denn die Verwandtschaft in Kanada gibt es immer noch.  :o)

Ich selber würde mich nicht als mutig bezeichnen. Gut, wenn man mutig sein muss, um den Edge Walk auf dem Toronto CN-Tower zu machen, dann bin ich das wohl. Oder wenn man sich Tattoos stechen lassen will, auch dann war ich da schon mehrmals mutig. Ich scheue auch nicht davor zurück, alleine zu reisen oder zu verreisen. Es hat mich immer nur stärker gemacht oder mir gezeigt, was ich will/brauche und was nicht. Auch ein Bungee Jump oder Fallschirmsprung würden mich nicht abschrecken behaupte ich, insofern bin ich dann vielleicht doch mutig.

Ich könnte aber vermutlich niemals einfach so alle Zelte abbrechen, obwohl ich in Gedanken manchmal nichts lieber als das tun würde. Damit ist nicht unbedingt das Auswandern gemeint (wobei das schon sehr oft verlockend wäre), ich spreche von kleineren Dingen, die jeder in seinem Alltag hat und damit vielleicht unzufrieden ist.

Mein letzter Allein-Urlaub im Juli 2016 war es wohl auch, der mich erstmals dazu gebracht hat, mir Gedanken zu machen. Ich lief bei Regen mit meinem Regenschirm zurück zu meiner Unterkunft in Isny, als mir dieses Schild ins Auge sprang:

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Ich gebe zu, dass ich zu dem Zeitpunkt gerade keinen guten Moment hatte und der Regen sein übriges dazu tat und vielleicht auch deshalb so sehr darauf angesprungen bin und mein Gedankenkarrusell gewaltig in Schwung geriet.

Werde ich meinen eigenen Weg gehen? Sicherlich. Die Frage ist nur, ob glücklich oder nicht glücklich. Mir fielen natürlich gleich Dinge ein, die mich nicht immer glücklich machen – und im Gegenzug Dinge und Momente, in denen ich der glücklichste Mensch auf der Welt war. Mir fiel es wie Schuppen von den Augen, an welcher dieser Dinge ich etwas ändern könnte und an welchen nicht. Jedoch verdrängte ich das alles wohl ein bisschen, da es in erster Linie unbequem werden könnte und sich dadurch viele viele Fragezeichen ergeben hätten. Ich war nicht wirklich bereit, mich damit auseinanderzusetzen.

Als ich nach dem Urlaub wieder nach Hause kam und das war nur wenige Tage später, zeigte mir mein Körper bzw. mein Gefühl schlagartig, was ich die Tage davor noch nicht so ganz wahr haben wollte. In meiner gewohnten Umgebung fühlte ich mich nicht mehr wohl. Noch konkreter wurde es, als der Urlaub seinem Ende entgegen ging und der Alltag wieder rief samt Arbeit. Dazu muss ich vielleicht erwähnen, dass ich 80% meiner Kollegen lieber von hinten als von vorne sehe (wenn man bedenkt, dass wir keine große Firma mit 200 Leuten sind sondern nur ca. ein Viertel davon, ist das ein echt schlechter Schnitt). Es hat seine Gründe, weshalb ich das so sehe und die sind sehr vielfältig, gehören hier aber nicht her. Fakt ist, dass es mich seit Jahren nach dem Urlaub an den Haaren wieder in den Alltag zieht, wobei das glücklicherweise seit ca. einem halben Jahr besser geworden ist. Ob das wirklich gut so für mich ist? Ich glaube, die Antwort zu kennen, aber mir fehlt der Mut. Und ein bisschen handfeste Gründe. 

Warum ich nicht mutig bin, dieses eine Zelt abbreche und woanders (vorzugsweise im tiefen Süden Deutschlands) neu beginne? Weil es so bequemer ist. Weil die Kollegen, die mir am nähesten sind, ein Traum sind und wir uns blind ergänzen. Weil ich mir über die Jahre hinweg eine Menge aufgebaut habe und alles im Schlaf finde, was ich brauche. Weil ich meinen Job gerne mache und auch der Meinung bin, dass ich ihn sehr gut mache (wow, vor 2012 hätte ich das niemals auch nur gedacht). Weil man auch woanders mit Kollegen und Menschen zusammenarbeiten muss und man auch nicht weiß, was und welche Charaktere da auf einen zukommen. Meine Kollegen kenne ich über Jahre hinweg und weiß grundsätzlich, wie ich sie zu nehmen habe. Auch, wenn mir das einmal total leicht fällt und mich ein anderes Mal zum Verzweifeln bringt. Je nach Tagesverfassung meiner Geduld und/oder Toleranz. Und nicht zu vergessen: meine Familie, mein Patenkind und meine Herzmenschen sind alle hier in meiner Nähe. Die möchte ich auf gar keinen Fall missen. Natürlich gibt es Autos und andere Verkehrsmittel, mit denen man anreisen könnte zu Familienfesten. Aber ich weiß sie lieber in meiner Nähe, wo ich auch spontan vorbei schauen kann und nicht erst über 300 km fahren muss. Vielleicht kann man das nachvollziehen.

Und vielleicht … ganz vielleicht … bin ich dann doch irgendwann einmal mutig. Aber im Moment bin ich es nicht. Aus Gründen.

2016-09-09-17-03-15

***

Und nun ist es 00:40 Uhr morgens und ich veröffentliche diesen Text jetzt. Ohne nochmalige Korrektur. Sonst wird das wieder nichts. Das ist dann mutig genug für diese Woche. Ich wünsche Euch eine gute Nacht.

Eure Karina

Hallo meine Lieben,

während ich gerade mit meinen Mädels bei einem Nachgeburtstagsfrühstück in der Herzstadt sitze, wollte ich euch noch ein kleines lustiges Gespräch hier lassen. Ich habe mich darüber nämlich so amüsiert, dass ich dachte, es zaubert euch eventuell auch ein Lächeln ins Gesicht.

Vergangenen Montagabend (05.12.) telefonierte ich mit meiner Mama, weil ich etwas abklären wollte. Im Hintergrund hörte ich die Lieblingsnichte (4 1/2 Jahre alt) reden und meinte „Mama, kannst du mir bitte mal die … geben? Ich möchte sie was fragen.“
„…, komm mal bitte kurz her, die Tante Karina möchte mit dir reden.“
„Ja? Hallo Kahina?“ (manchmal klappt das mit dem R nicht so, ich finde es megasüß)
Ich war erst einmal irritiert, weil sie sonst sagt „Tante Karina“ oder „Pante Karina“ (kleiner Insider) und fragte sie dann: „Du, Mäuschen, bist du morgen Abend daheim?“
„Nein, bin ich nicht. Wir sind nicht da.“
„Das ist aber blöd. Der Nikolaus hat was für dich bei mir da gelassen, insofern du brav warst. Das hätte ich dir morgen Abend gebracht.“
Stille.
„Das lässt sich einrichten.“  :D  :D  :D

Stellt euch an dieser Stelle vor, wie ich mit den Tränen und einem Lachkrampf kämpfe. Als wenn sie da einen Kalender gehabt und geblättert hätte und geschaut hat, was sie verschieben kann.  :D

„Wenn ich gegen sechs Uhr da bin, bist du dann da?“
„Nein, da sind wir in der Kirche.“ (Die Kindergärten haben etwas zu Nikolaus in der Kirche gemacht.)
„Und danach? So um halb acht oder so?“
„Da sind wir da, da kannst du kommen. Bis morgen Abend. Tschüss!“

Alles geklärt und *zack* abgewimmelt. So sind sie, die Kleinen!  :D  :D  :D

Mit diesem kleinen Dialog wünsche ich euch einen tollen Sonntag, einen schönen 3. Advent und außerdem einen guten Start in die neue Woche. Macht’s hübsch,

eure Karina

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