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Hallo meine Lieben,

zum Beginn der neuen Woche wollte ich gerne von euch wissen: habt ihr euch schon einmal Gedanken gemacht zu dem Wortpaar „Heimat“ und „zuhause“? Für manche von uns bedeuten diese zwei Wörter ein- und dasselbe, für andere (wie mich) sind es zwei total unterschiedliche Wörter.

Wenn man das Internet befragt, lauten die Definitionen für diese Wörter so:

  • „Heimat“ bezeichnet das Land oder die Gegend, wo man geboren und aufgewachsen ist oder wo man sich zu Hause fühlt, weil man schon lange dort wohnt.
  • „zuhause“ (was man laut Duden auch so schreiben kann: „zu Hause“) bezeichnet:
    daheim; am häuslichen/heimischen Herd, im Kreis/Schoß der Familie, im trauten Heim, in den eigenen vier Wänden

Laut Internet handelt es sich also tatsächlich um gleiche Bedeutungen dieser Wörter.

Und doch sind sie für mich verschieden, weil sie für mich persönlich unterschiedliche Bedeutungen haben, denn „Zuhause bin ich in der ganzen Welt, aber meine Heimat ist bei meiner Familie.“
Für mich bedeutet, dass „zuhause“ der Ort ist, an dem ich mich wohl fühle und der nicht zwingend der gleiche Ort sein muss wie der, an dem ich geboren/aufgewachsen bin. Wohl fühle ich mich nicht nur in meinen eigenen 4 Wänden sondern und vor allem auf Reisen. Ich fühle mich in der ganzen Welt wohl und zuhause; zumindest fühlte ich mich überall in der Welt wohl, wo ich schon war (Nordamerika, Europa, Australien) – ich bin eben ein kleiner „Travelbug“.  ;o)  Es kann ja auch nur von Vorteil sein, wenn man sich überall schnell einlebt und mit den verschiedenen Kulturen und örtlichen Gegebenheiten klar kommt; sich schnell anpassen kann, weil man es kann und auch so möchte.

Meine Heimat ist und bleibt aber bei meiner Familie. In meiner Herzstadt. Im Landkreis Bamberg (und auch ein bisschen im Landkreis Lichtenfels). Hier bin ich geboren und aufgewachsen, habe auch heute noch meinen Lebensmittelpunkt hier. Oder wie man so schön sagt „Heimat ist, wo wir unseren Lebensfaden festgemacht haben.“

Bei den Bamberger Kurzfilmtagen 2017, die im Januar stattfanden, wurde auch ein Film zum Thema „Heimat“ gezeigt, der mich nur wieder einmal darin bestätigt hat, warum genau hier meine Heimat ist und warum ich sie so liebe.

Was ist für euch Heimat und/oder zuhause? Macht ihr hier auch einen Unterschied wie ich oder ist es für euch ein- und dasselbe? Ich bin gespannt auf eure Sichtweise.

Eure Karina

 

Hallo meine Lieben,

gefühlt 1.000x habe ich diesen Beitrag begonnen und immer wieder gelöscht. Nun „traue“ ich mich und schreibe ihn einfach runter, wie es mir gerade in den Sinn kommt oder schon seit Wochen und Monaten fragmenteweise in meinem Kopf herumschwirrt. Für Verwirrungen oder Schreibfehler übernehme ich daher keine Haftung – denn ihr wisst ja, dass mein Deszendent Zwillinge daran schuld ist, dass mein Geist in kürzester Kürze 1.000 gedankliche Verbindungen erzeugen kann. ;o)

***

Ende August letzten Jahres kam die Verwandtschaft aus Kanada zu einem Deutschlandbesuch, nachdem wir sie 2012 besucht hatten. Wir hatten leider nur ein paar Stunden zusammen, da der Zeitplan straff war (mit Weiterreise in andere deutsche Städte und Gegenden), dennoch hatten wir jede Menge Spaß und eine gute Zeit. Während der Tischgespräche kam mir immer wieder der Gedanke „Wie mutig muss man sein, um im Jahre 1929 mit gerade einmal 24 Jahren mit seiner Ehefrau (23 Jahre) in Deutschland ein riesiges Schiff zu besteigen und sich von diesem in Halifax, Kanada, absetzen zu lassen? Ohne die dortige Sprache zu sprechen? Nicht zu wissen, was auf einen zukommt?“ Ich finde das sehr bewunderswert. Diesen Mut, diese Mentalität „Wir schaffen das. Wir beißen uns durch.“ und das in einem völlig fremden Land. Offensichtlich ging alles gut, denn die Verwandtschaft in Kanada gibt es immer noch.  :o)

Ich selber würde mich nicht als mutig bezeichnen. Gut, wenn man mutig sein muss, um den Edge Walk auf dem Toronto CN-Tower zu machen, dann bin ich das wohl. Oder wenn man sich Tattoos stechen lassen will, auch dann war ich da schon mehrmals mutig. Ich scheue auch nicht davor zurück, alleine zu reisen oder zu verreisen. Es hat mich immer nur stärker gemacht oder mir gezeigt, was ich will/brauche und was nicht. Auch ein Bungee Jump oder Fallschirmsprung würden mich nicht abschrecken behaupte ich, insofern bin ich dann vielleicht doch mutig.

Ich könnte aber vermutlich niemals einfach so alle Zelte abbrechen, obwohl ich in Gedanken manchmal nichts lieber als das tun würde. Damit ist nicht unbedingt das Auswandern gemeint (wobei das schon sehr oft verlockend wäre), ich spreche von kleineren Dingen, die jeder in seinem Alltag hat und damit vielleicht unzufrieden ist.

Mein letzter Allein-Urlaub im Juli 2016 war es wohl auch, der mich erstmals dazu gebracht hat, mir Gedanken zu machen. Ich lief bei Regen mit meinem Regenschirm zurück zu meiner Unterkunft in Isny, als mir dieses Schild ins Auge sprang:

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Ich gebe zu, dass ich zu dem Zeitpunkt gerade keinen guten Moment hatte und der Regen sein übriges dazu tat und vielleicht auch deshalb so sehr darauf angesprungen bin und mein Gedankenkarrusell gewaltig in Schwung geriet.

Werde ich meinen eigenen Weg gehen? Sicherlich. Die Frage ist nur, ob glücklich oder nicht glücklich. Mir fielen natürlich gleich Dinge ein, die mich nicht immer glücklich machen – und im Gegenzug Dinge und Momente, in denen ich der glücklichste Mensch auf der Welt war. Mir fiel es wie Schuppen von den Augen, an welcher dieser Dinge ich etwas ändern könnte und an welchen nicht. Jedoch verdrängte ich das alles wohl ein bisschen, da es in erster Linie unbequem werden könnte und sich dadurch viele viele Fragezeichen ergeben hätten. Ich war nicht wirklich bereit, mich damit auseinanderzusetzen.

Als ich nach dem Urlaub wieder nach Hause kam und das war nur wenige Tage später, zeigte mir mein Körper bzw. mein Gefühl schlagartig, was ich die Tage davor noch nicht so ganz wahr haben wollte. In meiner gewohnten Umgebung fühlte ich mich nicht mehr wohl. Noch konkreter wurde es, als der Urlaub seinem Ende entgegen ging und der Alltag wieder rief samt Arbeit. Dazu muss ich vielleicht erwähnen, dass ich 80% meiner Kollegen lieber von hinten als von vorne sehe (wenn man bedenkt, dass wir keine große Firma mit 200 Leuten sind sondern nur ca. ein Viertel davon, ist das ein echt schlechter Schnitt). Es hat seine Gründe, weshalb ich das so sehe und die sind sehr vielfältig, gehören hier aber nicht her. Fakt ist, dass es mich seit Jahren nach dem Urlaub an den Haaren wieder in den Alltag zieht, wobei das glücklicherweise seit ca. einem halben Jahr besser geworden ist. Ob das wirklich gut so für mich ist? Ich glaube, die Antwort zu kennen, aber mir fehlt der Mut. Und ein bisschen handfeste Gründe. 

Warum ich nicht mutig bin, dieses eine Zelt abbreche und woanders (vorzugsweise im tiefen Süden Deutschlands) neu beginne? Weil es so bequemer ist. Weil die Kollegen, die mir am nähesten sind, ein Traum sind und wir uns blind ergänzen. Weil ich mir über die Jahre hinweg eine Menge aufgebaut habe und alles im Schlaf finde, was ich brauche. Weil ich meinen Job gerne mache und auch der Meinung bin, dass ich ihn sehr gut mache (wow, vor 2012 hätte ich das niemals auch nur gedacht). Weil man auch woanders mit Kollegen und Menschen zusammenarbeiten muss und man auch nicht weiß, was und welche Charaktere da auf einen zukommen. Meine Kollegen kenne ich über Jahre hinweg und weiß grundsätzlich, wie ich sie zu nehmen habe. Auch, wenn mir das einmal total leicht fällt und mich ein anderes Mal zum Verzweifeln bringt. Je nach Tagesverfassung meiner Geduld und/oder Toleranz. Und nicht zu vergessen: meine Familie, mein Patenkind und meine Herzmenschen sind alle hier in meiner Nähe. Die möchte ich auf gar keinen Fall missen. Natürlich gibt es Autos und andere Verkehrsmittel, mit denen man anreisen könnte zu Familienfesten. Aber ich weiß sie lieber in meiner Nähe, wo ich auch spontan vorbei schauen kann und nicht erst über 300 km fahren muss. Vielleicht kann man das nachvollziehen.

Und vielleicht … ganz vielleicht … bin ich dann doch irgendwann einmal mutig. Aber im Moment bin ich es nicht. Aus Gründen.

2016-09-09-17-03-15

***

Und nun ist es 00:40 Uhr morgens und ich veröffentliche diesen Text jetzt. Ohne nochmalige Korrektur. Sonst wird das wieder nichts. Das ist dann mutig genug für diese Woche. Ich wünsche Euch eine gute Nacht.

Eure Karina

Hallo meine Lieben,

nicht mehr lange hin und 2014 ist Geschichte. Daher ist der Name des Blogeintrags Programm:

http%3A%2F%2F40.media.tumblr.com%2F360faaeb622fed01e802d6cff394705d%2Ftumblr_nh1v3s8Cl91qf1jz2o1_500Wie war 2014 für mich?

In erster Linie irgendwie picke-packe-voll. Aber sehen wir genauer hin …
(Keine Sorge, das wird kein Monstereintrag ;D )

… es war viel los!

Da gab es zum einen unwahrscheinlich viele Konzerte (u.a. Justin Timberlake, Viva Voce, Roger Cicero inkl. Gregor Meyle als Support, Milow, Viva Voce & Latvian Voices), einige Kurztripps (Hamburg, Heimspiel im wunderschönen Bamberg, Regensburg, London – von letzterem hätte ich Euch gerne noch paar Beiträge online gestellt, hab aber die Bilder meiner Reisebegleitung immer noch nicht bekommen …). Dazwischen immer mal wieder gekocht oder gebacken. Auf Amy aufgepasst. Sport. Viel nachgedacht. Der Picture-my-day-Day 15 und 16. Und natürlich viele, viele Treffen und Momente mit tollen Menschen.

… quasi ein Anagramm zu 2012

Leider muss ich sagen, dass dieses Jahr viel zu viel mit dem Jahr 2012 gemein hatte. Hatte ich bis Februar noch schön meine Wiedereingliederung zu Ende gebracht und alles soweit im Gleichgewicht, ging es ab Mitte des Jahres wieder bergab. Ich wurde ab Juni mit genau den gleichen Dingen und Situationen konfrontiert, die im Juni 2012 zum Zusammenbruch führten (coincidence?!). Dazu noch ab August 2-3 andere Dinge/Probleme/Schwierigkeiten, die ich gerade da nicht wirklich gebrauchen konnte. Hatte ich doch so schon für mein Empfinden genug zu kämpfen.
Ja, diesmal wusste ich etwas besser – nein, „besser“ ist falsch. Ich wusste einfach nur anders damit umzugehen. Ich habe es durch unwahrscheinlich viel Sport und Unternehmungen ausgeglichen. Oder zumindest versucht. Denn auch diese Aktivitäten/Ablenkungen hielten nicht ewig an.

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Ich kann nur hoffen und daran glauben bzw. arbeiten, dass 2015 ein Anagramm zu 2013 wird, das vergleichsweise ein gutes Jahr mit persönlichem Aufwärtstrend war. Weiter an mir arbeiten. Zusammen mit meiner Gesprächstante. Denn die Karina, die seit Mitte des Jahres wieder da ist und so viel gemein hat mit der ab Juni 2012, gefällt mir selber überhaupt nicht mehr. Zu viel grübeln. Zu viel nachdenken. Und noch so viel anderes schlechtes mehr.

rehab-tweet

Zu viel mit mir machen lassen (wo „normale“ Menschen sich wehren würden). Gerade in den letzten 2 Monaten haben immer wieder unterschiedliche liebe Freunde nach Erzählungen von mir zu mir gesagt „Ich verstehe das nicht. Du wirkst und bist immer so souverän und durchdacht – warum lässt du dich so behandeln? Der/die kann dir doch nicht mal das Wasser reichen!“ oder auch „Hallo, warum lässt du das mit dir machen? Du bist doch so eine taffe Frau!“
Dann wird es mal Zeit, wirklich so souverän und taff zu sein, wie ich anscheinend wirke, aber in keinster Weise bin. Extreme Unsicherheit ist mein zweiter Vorname! Es muss kann/darf also nur besser werden ;o)

Vorsätze für 2015?

Keine, dafür bin ich mit 30 zu alt  ;o)  Nein, ernsthaft. Oft habe ich mir Vorsätze für das neue Jahr gemacht (bestimmte Anzahl an wöchentlichen Blogbeiträgen, abnehmen, Sport …) und es ist nicht so, als wünschte ich mir nicht weiterhin, schlanker zu sein oder wirklich alles so wuppen zu können, wie ich es mir vornehme  ;o)  Da ist wieder das altbewährte bekannte perfektionistische Problem! Aber bevor ich mich dann wieder ärgere, dass ich etwas nicht so umsetzen konnte, wie gewollt, lasse ich es.

Für 2015 wünsche ich mir, dass ich wieder richtig fit werde, dauerhaft bleibe und wieder schön regelmäßig meinen Sport machen kann (konnte seit gut 1 Monat krankheitsbedingt keinen Sport mehr machen und bin schon dermaßen hibbelig, dass die Hummeln in meinem Hintern breakdancen). Für alles andere gibt es keine Pläne (Blogeinträge, abnehmen usw.).

„Wohlfühlen“ ist das Zauberwort für 2015.

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Euch wünsche ich ein wundervolles Silvester, wo auch immer Ihr es verbringen werdet (bei uns wird es wieder gammelig mit gutem deutschen Essen, Wein, DVDs oder quatschen – same cozy procedure as every year), und kommt gesund und gut rüber ins neue Jahr!

Alles Liebe,

Eure Karina

Blogstatistik .... herzlichen Dank für

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