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… fängt den Wurm.

oder

… kann mich mal!

Alles eine Frage der Sichtweise…

 

 

Hallo meine Lieben,

der 19. Mai kündigte sich an und damit der letzte Urlaubstag im schönen Florida…

Obwohl wir (vor allem ich als alte Eule) echt zeitig im Bett waren am Vortag, war es irgendwie eine unruhige Nacht. Das konnte zum einen am Partyvolk im benachbarten Hotel liegen (wie jede Nacht) oder auch einfach an der Angst, zu verschlafen. Nicht wegen dem Rückflug, der war erst am Abend, aber wegen unserem kleinen Vorhaben, weswegen auch schon um 6:30 Uhr der Wecker klingelte. Wie schon in Key West gab es wieder kleinere Diskussionen mit „wirklich?“, „wollen wir net einfach weiterschlafen?“ – aber wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, ist es nicht unmöglich aber schwierig, mir das auszureden. Ansonsten wäre ich halt alleine losgezogen. :o)  Kati drehet sich um und schlief weiter, Dani und ich zog es dann aber doch zu unserem kleinen frühen Ausflug.

Gegen 7 Uhr morgens waren wir am Strand und was soll ich sagen – so schön menschenleer und wunderschön anzusehen mit dem Sonnenaufgang … hach. Außer uns hatten sich nur ein paar Yogaisten, Jogger und Hundeherrchen an den Strand verirrt. Zu dieser Uhrzeit waren auch noch die Baywatch-Häuschen unbesetzt, so dass man schöne Fotos machen und wir unseren Plan umsetzen konnten. Mein Hüpfbild hab ich bekommen wenn auch unscharf und die Bewerbungsfotos sind im Kasten, würde ich sagen!  ;o)

Eine gute Stunde waren wir am Strand unterwegs, bevor es zurück ins Hotel ging. In der Lobby nahmen wir uns gleich noch etwas warmes zu trinken mit und brachten Kati auch gleich einen Cafe Mocha zum Aufwachen mit. Gegen halb neun saßen wir dann am Frühstückstisch und genossen dieses tolle Frühstück ein letztes Mal in aller Ruhe. Nach dem Frühstück packten wir dann unsere Koffer soweit möglich (irgendwie war das am Vorabend in der Theorie noch leichter) und ließen unsere Strandsachen draußen. Wir hatten in weiser Voraussicht unser Zimmer am Vorabend um 1 Tag verlängert (late-late-checkout), um noch einmal in Ruhe an den Strand und danach duschen zu können. Auf die paar Dollar Aufpreis kam es uns dann auch nicht mehr an; Hauptsache, nach den Stunden am Strand noch einmal frisch machen können und dann nicht stundenlang ungeduscht im Flieger sitzen.

Uns zog es also mit beach towels bewaffnet gegen 10 Uhr wieder an den Strand, wo wir uns zuerst frech in den Schatten eines Baywatch-Hauses legten (warum waren wir nicht schon die Vortage darauf gekommen?). Da waren wir aber nicht lange, da ein Lifeguard uns darauf hinwies, dass das nicht erlaubt sei und so zogen wir erneut los und mieteten eine cabana. Same procedure as every day. Also lagen wir ein letztes Mal unter der cabana. Wir lasen, relaxten, gingen ins Meer, was nicht mehr so rauh war wie am Vortag. Ich wollte so ein typisches Urlaubsfoto machen mit den in den Sand geschriebenen Worten „Miami <3“, nur leider waren die Wellen immer schneller als ich mit dem Schreiben. Dann halt nicht.  ;o)

Gegen 13 Uhr waren wir wieder zurück im Zimmer und genossen die Dusche. Der Rest wurde in die Koffer gepackt – und siehe an, der Koffer war gleich 2 kg schwerer, aber immer noch innerhalb des erlaubten Gewichts. :o)  Der Magen hing dann schon ein wenig in den Kniekehlen, als wir den Geheimtipp der Jungs von Washington, D.C. in der 14th Street aufsuchten, die „La Sandwicherie“.  Es war jetzt kein Restaurant zum Reinsetzen sondern eher wie eine Bude, an deren Länge sich Barhocker befanden zum Vor-Ort-essen oder eben zum take-away. Nachdem wir uns durch die Karte gekämpft und uns unser Sandwich bestellt hatten (mein Avocado Sandwich war meeega!), warteten wir in der Menge. Gegenüber auf der anderen Straßenseite stand ein Auto (ob das bei der Größe überhaupt ein Auto sein kann?) mit einem all-over-Louis-Vuitton-Aufdruck.

Nachdem wir unsere Sandwiches bekamen, liefen wir zurück zum Hotel, setzen uns auf die Barhocker der Hotelterrasse und aßen dort mit tollem Blick auf den Ocean Drive und die Strandpromenade. Da wir immer noch Zeit hatten, bis wir uns auf den Weg machen mussten, holten wir uns noch einen Kaffee aus der Lobby und beobachteten das Treiben.

Letzten Endes mussten wir dann leider doch aufs Zimmer und wirklich alles verstauen, packen und uns auf den Weg machen. Wir checkten aus und machten uns gegen 15:45 Uhr auf den zur Bushaltestelle an der Washington Ave/13th Street, um mit dem Metrobus 150 zum MIA-Airport zu fahren. Der kam auch wenig später und ein netter Mann im Bus half dazu, dass unsere schweren Koffer in die dafür vorgesehenen Ablagefächer kamen. Nur gute 40 Miuten später waren wir an der Endstation, schnappten uns unser ganzes Gepäck und kamen mit dem MIA-Mover zum Flughafen und zum Check-in-Bereich. Nur fanden wir nirgends den Schalter von Air Berlin – bzw. er war nicht da, wo er sein sollte. Nun ja gut, wir hatten noch mehr als genug Zeit, also setzen wir uns erst einmal auf bequeme Sessel und ich machte mich auf die Suche nach einer Toilette, um mich umzuziehen (Flip Flops und Rock runter, Stützstrümpfe, Jeans und Turnschuhe an –> ich sage euch, the struggle was real!, aber auch kein Wunder bei den Temperaturen :D ). Etwas wärmer angezogen entdeckte ich auf dem Rückweg dann den Air Berlin-Schalter, der ganz woanders war an dem Tag, und wir Mädels machten uns auf den Weg zum Check-In. Wir bekamen zu dritt eine 4er-Reihe im Flieger für uns und waren erstmal glücklich. :o)  Noch durch den security check mit diesen Full Body Scannern und wir waren im Abflugbereich – ohne, dass jemand rausgezogen wurde – und warteten auf das Boarding. Ich muss sagen, dass mein Urlaubsfeeling da schon sehr nachließ. An unserem Gate hat es nur noch „berlinert“, scheinbar waren nur Deutsche da und alle aus irgendeinem Grund schlecht drauf und schimpften und … ja. Es hätte mir gereicht, wenn das „berlinern“ erst bei der Zwischenlandung angefangen und die Leute vor Ort noch englisch gesprochen hätten. My 2 cents.

Also pünktlich rein in den Flieger, Sitzplatz gefunden, Schuhe runter, Kuschelsocken an und los ging’s. Der Flug war ganz okay und ich konnte sogar für ca. 2 Stunden auf 3 Sitzen dösen und mal kurz wegnicken (der Flieger war -zumindest im hinteren Teil- recht leer und daher hatten wir uns nicht zu dritt die 4er Reihe geteilt, sondern uns woandershin ausgebreitet). Natürlich verbrachte ich die meiste Zeit des gut 9-Stunden-Flugs mit der Mediathek, die zwar nicht so viel bot wie die von Air France, aber dennoch brachte ich die Zeit rum mit „Why him?“, „Hidden Figures“, „Manchester By The Sea“ (was für ein Drama, der Film hat mich fertig gemacht) und ein paar Folgen „The Big Bang Theory“. Gegen 5:30 Uhr Miami-Zeit (das Handy brauchte ein bisschen, bis es sich selbst umgestellt hat), also ca. 11:30 Uhr dt. Zeit, kamen wir samstags bei kalten 18°C an Berlin Tegel an. Eine Stewardess meinte bei ihrer Abschiedsdurchsage dann noch „Please take all your belongings with you and also your husbands, wifes, kids etc.“ Da musste ich kurz schmunzeln.

Wegen unserem connecting flight mussten wir dann nochmals durch einen Sicherheitscheck und da passierte es dann doch – diesmal war ich mit filzen dran. Einem Beamten dort gefiel mein Rucksack nicht und leerte diesen komplett aus, was ich überhaupt nicht verstand, weil niemand zuvor etwas beanstandet hatte. Ich hatte schon Angst, dass mir der Beamte meinen ganzen M&Ms-Vorrat weg nimmt, deren Sorten es in Deutschland nicht gibt.  ;D
Und was kam zum Vorschein? Ganz nach unten hatte sich ein 200 ml Mückenspray verirrt, das mir überhaupt nicht aufgefallen war und eigentlich im Koffer sein sollte. Den Amis beim Security Check auch nicht. Spricht das jetzt für oder gegen die USA?  ;o)  Der Beamte hat das Spray jedenfalls behalten und ich durfte in den Abflugbereich. Der Anschlussflug sollte kurz nach 13 Uhr gehen, hatte aber Verspätung. Also sahen wir uns ein bisschen im TXL um und was soll ich sagen – sorry Berlin, aber das ist ein ziemlich assiger blöder Flughafen, dem ich nichts abgewinnen konnte. Außer dem Wandbild „Weltentdecker“. Gegen die Müdigkeit und den Hunger ankämpfend ging das Boarding dann endlich gegen 14:45 Uhr los und wir konnten einsteigen in diese süße kleine Maschine. Wenige Reihen vor uns saß Sarah Knappik, wenn einem das was sagt. Germany’s Next Topmodel, Dschungelcamp und so. Ein sehr zierliches Persönchen, ich hätte sie mir anders vorgestellt btw. Fotos gibt’s davon keine, denn wir sind ja freundlich und keine Groupies.  ;o)

Nach dem Take-off und ca. 1 Stunde später kamen wir schlussendlich gegen 16:30 Uhr in Nürnberg an. Hallo Heimat! <3 Noch fix durch die Passport-Kontrolle (habt ihr da auch immer Angst, dass sie euch rausziehen, obwohl ihr genau wisst, dass ihr nix angestellt habt?) und zur Gepäckausgabe, bevor es nach draußen ging. Wir hatten die Flüge ja gut überstanden, nur leider mein Koffer nicht. Nach ca. 15 Jahren treuen Diensten hatte er diesmal einen Schaden. Passiert. :-(  Draußen erwartete uns kurze Zeit später dann Dani’s Schwester und fuhr uns nach Hause. Gegen 18 Uhr schloss ich die Tür zu meiner Wohnung auf und damit war dieser tolle Urlaub dann leider wirklich vorbei…  <3

Beim Auspacken einiger Dinge aus meinem Koffer (was ich immer ewig vor mir her schiebe, weil es „Urlaubsende“ bedeutet) fiel mir dann noch ein Hinweis der amerikanischen Sicherheitsbehörden auf … Das waren dann vielleicht doch zu viele Muscheln und zu viel Sand von Sanibel … da haben die Sicherheitsbehörden lieber doch mal nachgeschaut. :D  Ich war froh, dass ich meinen Code am Koffer richtig eingestellt gelassen hatte (mein gekauftes TSA-Schloss funktionierte nicht), so dass die meinen Koffer nicht aufbrechen mussten. Alles richtig gemacht – und den Muscheln geht es heute noch sehr gut!  ;o)

Eure Karina


Recap:

Rückblickend kann ich zu diesem Urlaub sagen, dass ich ihn jederzeit wieder machen würde, allerdings würde ich andere Stopps einplanen und auch einfach mehr Zeit draußen verbringen zum Gegend erkunden (und nicht schon regelmäßig ab ca. 18 Uhr damit aufhören). Außerdem würde ich gleich mit den Blogbeiträgen beginnen, ähnlich wie in Canada, damit sich nicht alles danach eeewig hinzieht. Aber wenn man mit zwei Mädels reist, die nicht viel mit blogging oder social media am Hut haben, ist das nicht so einfach.  ;o)

Wegen dem kaputten Koffer:
Ca. eine Woche später habe ich durch Zufall im Internet gesehen, dass man sich bei beschädigten Koffern an die Fluglinie bzw. ein von denen beauftragtes Unternehmen wenden kann. Allerdings hätte ich dazu am Flughafen direkt an den „Lost & Found“-Schalter gehen müssen für einen Damage Report.
Ich habe dennoch das Unternehmen „Dolfi1920“ angeschrieben und gesagt, dass ich keinen Damage Report habe, aber alle anderen geforderten Unterlagen. Und was soll ich sagen? Dolfi1920 ist echt super gewesen und hat mir ohne irgendwelche Probleme zeitnah einen neuen Koffer geschickt, nachdem mein alter Samsonite irreparabel war – und das im Wert von fast 300 €. Ich hätte mir nie im Leben selber einen so teuren Koffer gekauft, bin aber megaglücklich, dass Dolfi1920 so kulant war! <3

Wegen dem überbuchten Hinflug:
Ich hatte euch ja berichtet, dass jede von uns für die Überbuchung am 08.05.2017 einen Voucher für einen nächsten Flug mit Air Berlin über 125 € bekommen hat. Natürlich gibt es da ganz andere Entschädigungswerte in bar, die in einer Verordnung zu den Fluggastrechten festgelegt sind (einfach mal bei Bedarf googlen). Demnach wären jeder von uns 600 € zugestanden. Meine Mädels haben den Anbieter flightright in Anspruch genommen und zügig (nach Abzug deren Provision) gute 425 € Entschädigung erhalten. Ich habe es auf dem „normalen“ Weg über die Air Berlin-Seite gemacht, was insgesamt viele Nachrichten und Zeit in Anspruch genommen hat. Und dann … vielleicht ahnt ihr es schon … hatte ich eine Zusage über eine Entschädigung von 620 € und musste nur noch meine Bankverbindung übermitteln. Gesagt, getan. Und dann … meldete AirBerlin Insolvenz an. Pech gehabt! Natürlich habe ich mich kurz darüber geärgert – aber in jeder Minute, die man mit Ärger verbringt, verpasst man 60 glückliche Sekunden. Ich hatte einen tollen Urlaub, der mir viele Erinnerungen beschert hat, die ich nicht mehr missen möchte. Dazu habe ich einen Koffer bekommen, den ich mir nie gekauft hätte. Also hallo? Was sollte ich mehr wollen?

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Hallo meine Lieben,

mit diesem Beitrag sind wir schon beim vorletzten Tag im schönen Florida.  :-(   Heute nehme ich euch mit durch den Artdeco District in South Beach und einmal mehr an den Strand. Was sonst bei dem schönen Wetter? Hhmm … so schön war das Wetter leider nicht, aber das werdet ihr noch lesen. :D

***

Der Tag startete noch vor 8 Uhr, damit wir kurz vor 9 Uhr frühstücken konnten. Obwohl der Frühstücksraum recht voll war, ergatterten wir Dank dem Boss unter den Angestellten gleich einen 4er Tisch. Check! Wir genossen ein abermals sehr leckeres Frühstück mit Ausblick auf den Ocean Drive (diesmal mit ein paar Fotos für euch). Trotz Sonnenschein gab es den ersten Wolkenbruch. Welcome to the sunshine state!

Wieder auf dem Zimmer machten wir uns für eine Erkundungstour fertig. Hierbei musste ich schmunzeln, weil Dani ihrer Schwester eine Sprachnachricht schickte (sie sollte uns vom Flughafen abholen) und dabei sagte „ihr seid ja in der Zukunft“ – klingt lustig, war aber tatsächlich so. Immerhin war Deutschland uns 6 Stunden voraus.
Nachdem wir fertig waren, ging es erst einmal ins Postoffice, um die geschriebenen Postkarten los zu werden, anschließend startete gegen 10 Uhr unser Spaziergang entlang des Ocean Drive bis runter zum South Pointe Pier (dem südlichen Anfang von South Beach noch hinter der 1st Street). Der berühmte Art Deco District ist poppig bunt und farbenfroh, ziemlich „oldschool“ und einfach ein absoluter Hingucker. Häuser, Läden, Hotels … man konnte sich daran gar nicht richtig satt sehen. <3

Im Art déco District von Miami Beach findet man nach Napier (Neuseeland) das größte zusammenhängende Gebiet von Häusern in diesem Baustil. Die meisten der Gebäude stammen aus den 1930er und 1940er Jahren. Sie wurden auf der südlichen Spitze von Miami Beach bis etwa zum Dade Boulevard im Norden errichtet und sollten zwischenzeitlich abgerissen werden. Durch Proteste von Bürgerinitiativen konnte dies verhindert werden. Diese einmaligen architektonischen Schmuckstücke befinden sich in einer etwa 2,5 km² großen Zone, die von der „Miami Design Preservation League“ und anderen Denkmalschützern eingerichtet wurde. Der Art Déco District wurde 1979 als Miami Beach Architectural District zum U.S. historic district erklärt. Das Gebiet liegt zwischen dem Atlantischen Ozean, der 5. Straße, der Alton Road und dem Collins Canal. Er umfasst 960 historische Bauten.
Der Ocean Drive, die Flaniermeile von Miami Beach, führt direkt durch den Art Déco District. Viele der Art-Déco-Gebäude werden heute als Hotels genutzt. Auch außerhalb des Distrikts befinden sich viele Art-Déco Gebäude.
(Quelle: Wikipedia)

Nach der 1st Street liefen wir durch einen kleinen Park und kamen direkt an der Spitze von South Beach an, dem South Pointe Pier, mit Blick auf das gegenüberliegende Fisher Island. Was für ein traumhaftes Wetter und was für tolle Farben!

Nach einer kurzen Verschnaufpause auf einer Parkbank im Schatten eines Baumes (ja, es waren doch über 30°C) liefen wir den ganzen Weg zu unserem Hotel am Strandweg zurück. Vorbei an zig Strandzugängen, zig Life Guard-Häuschen, einer tollen einladenden Beach Bar und Surferboys landeten wir unbewusst mitten im „Lager“ der 20th Century Fox, wo sie alle Autos und anderes Equipment des Filmsets lagerten. Da zückten wir natürlich gleich unsere Kameras.  ;o)  Es dauerte nicht lange und eine Dame des „Event security“ kam angelaufen und erklärte uns, wo wir uns befänden und dass man nicht so einfach hier rumlaufen und Fotos machen darf. Auf unser entschuldigendes „Sorry, we didn’t know that“ kam von ihr ein „Yeah, I saw that“ … hallo? Sehen wir wohl wie Touris aus oder was?  ;o)

 

Als wir gegen 13 Uhr zurück im Hotel waren, waren wir einfach nur platt. Wir akklimatisierten uns in der Lobby und tranken dort erst einmal gefühlt 2 Liter Wasser (es gab rund um die Uhr eine zugängliche Kapsel-Kaffeemaschine, die Kaffee, Cappuccino und alles andere koffeinhaltige ausspuckte sowie eine Art Wassertank, gefüllt mit Wasser, Zitrone, Minze …). Während Kati raus an die Strandpromenade ging, um sich die sandigen Füße zu waschen, landete sie mitten im nächsten Wolkenbruch. Das Wetter, das Wetter …

Nach einem kurzen Entspannen auf dem Zimmer zog es uns wieder zum Strand. Wir machten uns fertig, holten uns an der Rezeption wieder unsere Beach Towels und waren gegen 15 Uhr am Strand vorzufinden. Doch bevor wir dort überhaupt ankamen, landeten wir diesmal zu dritt im nächsten Wolkenbruch. Wir retteten uns schnell unter eine noch unbezahlte Cabana, ebenso wie ein Farbiger, der seine Technik in Sicherheit bringen wollte. Als der Wolkenbruch nachgelassen hatte (der dauerte eigentlich nie länger als max. 10 Minuten, danach wurde es schnell wieder trocken), sind wir natürlich gleich absolut pflichtbewusst Richtung „Cabana-Miete“ gelaufen. Noch während Dani beim Bezahlen war, kam ein Typ auf uns zugelaufen (Gesicht komplett weiß von Sonnenmilch, Hut auf, Langarm und Langbein an) und sprach uns wegen bezahlen an. Alles schon erledigt, Mister! :D  Außerdem lobte er uns dafür, dass wir Sonnencreme benutzen (die war beim Wolkenbruch fast komplett abgewaschen worden). Ja, als Schattengewächs tut man das. :D

Wenig später stürzten Kati und ich uns in die Wellen des Atlantik. Heute waren es richtig krasse Wellen und wir schluckten des öfteren Salzwasser. Aber wir hatten ja schon bei unserem Spaziergang gegen Mittag gesehen, dass das Meer heute rauher war. Nach einer Runde planschen ging es zurück zum Trocknen und lesen. Die Cabana bot zu dem Zeitpunkt nur noch wenig Schutz vor Sonne, aber es war ganz angenehm so.

Wenig später kam der nächste Wolkenbruch. Ja, was war denn da heute los??? Es dauerte nicht lange und zu uns drei Mädels gesellte sich wieder der hübsche Farbige in unsere Cabana und hatte diesmal noch einen Kumpel dabei. Der erinnerte an den Sänger Cee Lo Green und fragte auch gleich „you got Mary Jane? No Mary Jane, no party!“ Aaaahhh … ja. No comment. Wir kamen ins Gespräch (nein, nicht über weed) und die beiden erzählten, dass sie von Washington, D.C. wären und regelmäßig für ein Wochenende nach Miami Beach flogen. Das Wetter wäre sonst nie so schlecht und regnerisch. Tja. Shit happens. Nachdem der Wolkenbruch rum war, gingen sie wieder zu ihren Liegen. Bei jedem nachfolgenden Wolkenbruch (es waren leider noch einige), kamen sie immer wieder zu uns in die Cabana. War ganz witzig. Außerdem empfahlen sie uns die „Sandwichery“, wo man sehr lecker und günstig essen konnte (nachdem wir gesagt hatten, dass wir es essenstechnisch recht teuer am Miami Beach fänden). Gleich vorgemerkt für den nächsten Tag!

Nach Wolkenbruch #500 waren wir nach nur knappen 1,5 Stunden am Strand wieder im Hotelzimmer (wegen Wolkenbruch + Wind + Dani’s WetterApp, die Hurricane-Kringel anzeigte + wenig Spaßfaktor.) So machte das ganze doch keinen Spaß, auch wenn wir immer wieder nette Gesellschaft hatten. Nachdem wir die sehr nassen und sandigen Handtücher wieder abgegeben hatten, schrie die Dusche und auch ein bisschen das Bett zum Aufwärmen. Wir suchten uns ein Restaurant zum Abendessen über TripAdvisor und machten uns nebenbei fertig.

Als wir gegen 18 Uhr los wollten zum Dinner, gab es den nächsten Wolkenbruch. Diesmal hörte er irgendwie gar nicht mehr auf … Wir setzen uns also in die Lobby und warteten bei einem Cafe Mocha auf besseres Wetter. Währenddessen konnten wir zwei ältere Ladies beobachten, die auscheckten. Zusammen hatten sie 6 Koffer und noch Handgepäck, ein uber-Auto holte beide ab. Das war irgendwie auch ein Schauspiel für sich bei dem schlechten Wetter …
Als der Regen dann minimal nachließ, hechteten wir schnell rüber zum „The Carlyle“ (wo wir am ersten Abend Cocktails tranken), um dort zu Abend zu essen. Das ursprünglich ausgesuchte Restaurant war einige Querstraßen entfernt und daher haben wir uns kurzfristig umentschieden. Auch dort war das Essen lecker (Salmon, mashed potato and vegetables) und auch dort hat es uns fast von den Stühlen geworfen, was schlussendlich auf der Rechnung stand. Klar, wir hatten Strandblick, den zahlt man mit. Aber dass von vornherein 18% Trinkgeld draufgerechnet wird, finde ich echt frech und das geht mir immer noch nicht in den Kopf. Ich entscheide doch, ob die Bedienung gut war und ob ich einen Tip geben möchte bzw. in welcher Höhe (wir waren nicht so angetan btw) – oder sehe ich das falsch? Hmm.

Nachdem uns immer noch kalt war, gingen wir relativ bald wieder zurück ins Hotelzimmer. Zudem gab es ein erstes Vorpacken des Koffers sowie einen kleinen Gewichtscheck (danke Lil Sista für die Kofferwaage! <3 ). Koffer 20 kg, Handgepäck 6 kg. Check! So konnte man doch problemlos zurückfliegen. :D

An diesem Tag ging es schon gegen 22:30 Uhr ins Bett wegen einem Vorhaben am nächsten Tag. Lasst euch überraschen … es könnte entfernt etwas mit Key West zu tun haben… :D

Eure Karina

Hallo meine Lieben,

mittlerweile sind wir bei Tag 10 des Florida-Urlaubs angekommen und damit auch bei der letzten Station: Miami Beach. <3

Das erste Mal seit langem standen wir erst gegen 8 Uhr morgens auf und ich für meinen Teil musste mich erst einmal orientieren, wo ich war. Tatsächlich, wir waren am Tag vorher in diesem schnieken Oldschool-Hotel direkt am Ocean Drive in Miami Beach gelandet. Die Nacht war etwas unruhig und kalt (die Air France-Decke kam wieder zum Einsatz), aber so kann das sein, wenn man an einer der belebtesten Straßen von South Beach wohnt.

Bis 9 Uhr waren wir fertig zum Frühstücken und machten uns auf den Weg in die Eingangshalle, denn dort wurde serviert. Wir hatten Glück und konnten noch einen 2er Tisch sowie einen zusätzlichen Stuhl ergattern. Während sich draußen ein Wolkenbruch ergoß, genossen wir ein megaleckeres Frühstück. Ich behaupte, das beste Frühstücksbuffet während der ganzen Reisezeit. Es gab über diverse Säfte, verschiedene koffeinhaltige Getränke sowie Tees, hin zu diversem Obst, verschiedenen Marmeladen und tollen Nachspeisen alles, was das Herz begehrt. Und das auf sehr kleinem Raum. Respekt!
Wir merkten uns für die Folgetage: zeitig beim Frühstück sein oder ziemlich zum Schluss, denn sonst bekommt man keinen Platz, weil zu wenig Sitzplätze für so viele Gäste vorhanden waren.

Nach dem leckersten aller Frühstücke machten wir uns im Zimmer fertig für den Strand – denn nach den vielen Tagen on tour war klar: heute wird nur entspannt und am Strand gegammelt. <3  Wenig später holten wir uns noch Badetücher an der Rezeption und brauchten dann vom Hotel aus nur über die Straße sowie die Strandpromenade laufen und waren da. Am Meer. <3

Von uns drei Mädels gab es eine Sonnenanbeterin und zwei Schattengewächse (ihr könnt euch denken, wozu ich gehöre :D ), also suchten wir nach einem Sonnenschutz. Es war schon einiges am Strand aufgebaut, das man mieten konnte. Egal, ob man eine Liege, einen Sonnenschirm oder ein Cabana (eine Art Strandmuschel) mietete, pro Tag war man 20 $ je Objekt los. Also mieteten wir uns eine Cabana. Lieber so, als wenn man nach wenigen Stunden schon einen Sonnenstich hat oder irgendwo erst im Laden einen Schirm suchen/kaufen muss, der dann eh zu klein für drei Personen ist. (Abgesehen davon kam irgendwann die Sonnenanbeterin auch noch -zumindest kurz- in den Schatten.)

Wir verbrachten sehr entspannte Stunden mit lesen, relaxen, dösen, schlafen oder in der Sonne brutzeln. Ab und zu ins Meer gehen (Baden im Atlantik? Check!) oder auch einfach direkt am Wasser sitzen und sich das Wasser um den Körper spülen lassen. Die Ruhe wurde nur ab und zu von Helikoptern gestört, die über dem Strand bzw. South Beach ihre Runden drehten. Warum? Keine Ahnung. Wir vermuteten, dass es um Live-Wetterberichte ging. Vielleicht war das auch Greenpeace und hat nach weißen gestrandeten Walen gesucht, die sie wieder ins Wasser befördern können.  ;D

Am Nachmittag gegen 14 Uhr gab es dann leider erneut einen Wolkenbruch (die Regenwahrscheinlichkeit betrug 50%) und wir suchten das Weite bzw. das Hotel auf. Dort angekommen bedurfte es erst einmal einer warmen Dusche. Anschließend ging es weiter mit relaxen auf dem Hotelzimmer mit M&Ms Coffee Nut, Wasser und lesen.

Auf 18 Uhr waren wir dann startklar zum Ausgehen und schick Essen gehen. Ich für meinen Teil trug mein Lieblings-Sommerkleidchen und ausnahmsweise einmal Lippenstift. Bevor wir jedoch das Hotel verließen, mussten wir uns noch kurz in den im Foyer stehenden Sesseln fotografieren. Meines habt ihr vielleicht schon bei Instagram gesehen, dennoch zeige ich es euch hier nochmals – eines der wenigen Bilder, auf denen ich mir gefalle (an dieser Stelle herzlichen Dank für die vielen lieben Rückmeldungen zum Foto auf Insta bzw. per WhatsApp, ich bin ganz rot geworden <3 ).

So. Raus aus dem Hotel und ab Richtung Collins Avenue, der Querstraße zum Ocean Drive. Zuerst kaufte ich  noch fix ein paar Ansichtskarten, die ich verschicken wollte und dann landeten wir in einem der best-geratedsten Italiener von Miami Beach, dem „italymania“. Den hatten wir uns vorher schon bei TripAdvisor ausgekuckt, dennoch haben wir uns von der „Menschenfängerin“ Andrea vor dem Restaurant ein bisschen erklären lassen, was so besonders wäre am „italymania“. Neben ihr stand ein Holländer, der ein bisschen schräg drauf war. Der erzählte etwas von einem Filmdreh mit George Clooney, Brad Pitt und Keanu Reeves hier in Miami Beach und dass deswegen die Helikopter ständig herumfliegen würden. Aaah ja … so richtig geglaubt haben wir es ihm nicht und gingen lieber rein ins „italymania“, um einen schönen Abend zu haben.

Zur Feier des Abends (man muss die Feste schließlich feiern, wie sie fallen) gönnten wir uns eine Flasche Rosé zum Wasser. Das „italymania“ war sehr authentisch, das Personal bestand nur aus Italienern (die man teilweise nicht auf Anhieb verstand) und auch das Essen war seeehr gut. Meine Pasta mit Zucchini und Shrimps war zum Reinlegen und als Dessert das Erdbeer-Tiramisu und Nutella-Tiramisu (teilten wir uns zu dritt) sowieso. <3
Wir hatten einen wundervollen Abend mit unserer Bedienung Alfredo, haben Tränen gelacht und hatten einfach nur Spaß. Außerdem bekamen wir dort den „best cappuccino ever“. Ein bisschen anders wurde es uns dann nur, als die Rechnung kam. Ähm ja … hätten wir vielleicht doch nur jede ein Glas Rosé trinken sollen … aber gut, die insgesamt 151 $ werden jetzt einfach mal verbucht auf „es war Urlaub und toll ist das nicht, aber mei. Frau gönnt sich ja sonst nix“. ;o)

Gegen 21 Uhr liefen wir dann wieder zurück zu unserem Hotel „The Cavalier“, allerdings mit einem kleinen Umweg, da wir uns noch die Beine vertreten wollten. Wir liefen also erst einmal genau in die andere Richtung bis zur 11th Street und staunten nicht schlecht – da lief tatsächlich zwischen dem Ocean Drive und der 11th/12th Street ein Dreh von 20th Century Fox! Natürlich war alles abgesperrt und man hat nicht wirklich etwas gesehen, dennoch waren sehr viele neugierige Menschen an den Absperrungen versammelt. Wir zückten natürlich gleich unser Handy um nachzusehen, ob wir online eine Erklärung fänden. Und siehe da, die gab es:

Gedreht wurde für eine 10-teilige Serie von „American Crime Story“, die 2018 gezeigt wird. Grundlage ist das Buch „Vulgar Favors“ und es geht um den Mörder von Gianni Versace, der ihn vor fast 20 Jahren auf den Stufen zu seinem Heim am Ocean Drive erschossen hat, als er vom Kaffee und Magazine holen zurück kam. Den Internet-Artikel findet ihr hier.

Es war wirklich irgendwie aufregend, obwohl man nichts weiter sah. Was für ein Glück, dass wir zufälligerweise „richtig“ gelaufen sind, sonst hätten wir dieses Spektakel verpasst, das nur noch bis 18. Mai vor Ort war (wir kamen am 16. Mai mit dem Auto an). Manchmal ist man einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort …

Nach einer Runde Postkarten schreiben und noch in der Sommerlektüre schmökern ging auch dieser Tag zu Ende.

Eure Karina

PS: Natürlich waren weder Mr. Clooney, Mr. Pitt oder Mr. Reeves beim Dreh dabei. Dafür hätte man aber Ricky Martin oder Penelope Cruz sehen können (wobei letztere mit blonder Perücke Donatella Versace spielte – ob man sie erkannt hätte?).

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Gestern fand dann endlich auch der "Adventskranz" in meinem Büro seinen Platz. Was lange währt wird endlich gut. 😉 Euch allen einen schönen Abend. #mafflumomente #dezemberduft #tag10 #zwei #tag11 #kerzen #tag12 #grün #3themenaufeinmal #advent #adventszeit  #deko #büro #latergram #cozy #dienstags