You are currently browsing the tag archive for the ‘Hemingway House’ tag.

Hallo meine Lieben,

heute möchte ich euch vom einzigen ganzen Tag in Key West erzählen. Trotz einem feuchtfröhlichen Abschluss am Vortag waren wir schon wieder vor 7 Uhr fit. Dani wollte hoch auf die Dachterrasse gehen und ein bisschen Frühsport machen. Das ließen wir anderen uns nicht entgehen und sind auch mit hoch gewackelt. Was soll ich sagen – eine der besten Entscheidungen, wenn man dann den Sonnenaufgang (zumindest ein Stück davon) erleben und genießen kann!

Wir waren eine gute halbe Stunde oben und genossen die Ruhe sowie die angenehmen morgendlichen Temperaturen. Außerdem stellten wir fest, dass in Key West wohl der Hahn das Standarthaustier ist, so oft wie in der kurzen Zeit aus allen Richtungen ein lautes Krähen zu vernehmen war.
Wir machten uns fertig und statteten gegen 8 Uhr der Rezeption einen Besuch ab, weil wir Fahrräder leihen wollten. Diesen tollen Tipp, Key West mit dem Rad zu erkunden, hatte ich von der lieben Frau Heldin – und ich kann nur sagen: Herzlichen Dank, dieser Tipp war Gold wert!!! <3
Eigentlich kann man Fahrräder nur für ganze Tage ausleihen, aber der Angestellte war total lieb und meinte, dass wir die Fahrräder behalten dürfen, bis wir am nächsten Tag abreisen, diese 2-3 Stunden extra kriegen wir so. Yaaay!  :o)  Er machte uns auch darauf aufmerksam, dass wir immer schön die Fahrräder abschließen müssen, denn der „bike man“ geht um und wenn der irgendwo ein unangeschlossenes Rad findet, nimmt er es mit. Okay … ?!

Key West ist eine Stadt und der County Seat des Monroe County im US-Bundesstaat Florida mit 24.649 Einwohnern (Stand: 2010). Die Stadt Key West befindet sich am Westende der Florida Keys. Der englische Name leitet sich von der spanischen Bezeichnung „cayo“ für kleine flache Inseln im Golf von Mexiko ab.
Spitzname: The Conch Republic, Southernmost City In The Continental United States
(Quelle: Wikipedia)

Nach ganz kurzen Fahrradstartschwierigkeiten (für die eine war der Radsitz zu weit unten, für die andere zu hoch, allgemein waren das „ungewohnte“ Räder im Vergleich zu denen, die man daheim besitzt) landeten wir – natürlich – wieder in der Duval Street. Dort entdeckten wir ein sehr süßes Café, das im französischen Stil gehalten war. Dort im „Banana Cafe“ gab es dann auch auf der Dachterrasse Frühstück für uns – so ziemlich der einzige Frühstücksspot, der um die frühe Zeit schon geöffnet hatte. Für mich gab es eine leckere Fruit And Granola Bowl mit Cafe Latte und Orangensaft. <3  Bei diesem leckeren Frühstück hatte ich dann einen Geistesblitz … und *zack* hatte ich die PIN für meine „neue“ Kreditkarte! Wichtige Nummern habe ich unter Pseudonymen im Handy abgespeichert, das war mir völlig entfallen bzw. ich war der Meinung, dass ich diese Kontakte gelöscht habe, als ich vom alten aufs neue Handy umgestiegen bin, was ja nur wenige Tage vor Beginn des Urlaubs war. Ein glücklicher Zufall, dass ich doch noch einmal geschaut habe und sie (in weiser Voraussicht?) nicht gelöscht hatte.

Also ging es nach dem Frühstück erst einmal mit dem Rad in der Duval Street auf die Suche nach einem ATM, um Geld zu ziehen. Erster ATM – out of order. Also ging ich in die Bank rein und wollte trotzdem auf dem „Herr Jakobi Weg“ Geld bar auszahlen lassen. Die Bankangestellten wollten das aber scheinbar nicht (sehe ich so unseriös aus?) und verwiesen mich an andere ATMs in der Straße. Denn „if we give you cash there’s an extra fee“. Wenn ihr mein Extrageld nicht wollt, geh ich halt woanders hin! :D  Zweiter ATM – out of order. Ja sag mal, was war denn da los??? Dann fanden wir einen dritten ATM, der tatsächlich mal in Betrieb war – und die PIN war tatsächlich die Richtige! Jackpot!  :D

Weiter ging es in die Apotheke, wo wir etwas brauchten für „the opposite of diarrhea“ (irgendwie können wir schon beschreiben, was wir brauchen – auch, wenn wir das genaue Wort nicht kennen :D ) und dann konnte gegen 10 Uhr endlich unsere „richtige Cruising-Tour“ beginnen. Es war ein wunderschöner Tag in Key West, schon am Morgen bereits um die 30 Grad und da kam die Fahrtwindabkühlung gerade recht! Vor allem kommt man viel leichter überall hin als mit dem Auto, man findet auch immer einen Spot, wo man die Fahrräder anketten kann (selbst für 1-Minuten-Stops haben wir pflichtbewusst angekettet, denn wer hat Angst vorm „bike man“???) und allgemein ist Key West eine sehr fahrradfreundliche Stadt! <3  Hier habe ich zur Orientierung für euch eine Karte von Key West – ihr seht, es ist überschaubar und alles recht leicht zu erreichen:

Zuerst ging es wieder Richtung Mallory Square. Wir fanden das Restaurant, in dem wir am Vorabend eigentlich essen wollten und ketteten in der Nähe unsere Räder an. Wir sahen uns den Historic Memorial Sculpture Garden an (auch dort liefen Unmengen Hähne bzw. Hühner mit ihren kleinen Küken frei herum), flanierten über den Mallory Square, genossen die Ausblicke, das super Wetter und mussten natürlich auch wieder ein paar lustige Fotos machen, wenn schon solche Vorlagen geliefert werden:

Danach suchten wir nach dem Hemingway House, das wir uns ansehen wollten. Nach längerer Sucherei und mehreren Blicken auf die Straßenkarte haben wir es dann endlich gefunden. Wir hätten gedacht, dass es einfacher zu finden ist wegen Touristenmengen und so, aber da hatten wir uns (für die Uhrzeit) wohl getäuscht. Noch schnell die Räder angekettet und los ging’s. Wir zahlten jede brav unsere 14 $ Eintritt und verbrachten die folgenden Stunden im

Hemingway Home & Museum
Das Hemimgway Haus und Museum ist eine Attraktion von Key West und liegt in der Whitehead Street. Die Villa entstand 1851 und wurde 1831 zum neuen Wohnsitz der Hemingways. Dort lebte der Schriftsteller mehr als 10 Jahre mit seiner 2. Frau Pauline. Die Räume des Hauses sind mit Original-Möbeln und Antiquitäten eingerichtet.
Im Garten des Hauses leben jede Menge Katzen, die alle Nachfahren der Katze sein sollen, die einst Hemingway gehörte. Alle Tiere werden nach berühmten Personen benannt (z.B. Ava Gardner, Egdar Allen Poe …) und werden liebevoll versorgt und gepflegt. Die verstorbenen Katzen werden im Garten des Hauses begraben und es werden teilweise auch Grabplatten für diese Tiere angelegt.

Wir verbrachten dort eine sehr kurzweilige Zeit, machten eine Führung mit und streiften durch das wunderschön angelegte Anwesen mit vielen Sitzgelegenheiten. Dort ließ es sich aushalten.

Bekannt sind vor allem auch die „six toed cats“, also die Katzen mit sechs Zehen statt fünf an der vorderen Pfote. Hemingway hatte eine 6-zehige Katze namens „Snow White“, die aufgrund von Polydaktylie mehr Zehen als üblich hatte. Poly … was?! So habe ich auch erst geschaut, da ich den Begriff nicht kannte, hier die Erklärung:
Katzen haben normalerweise fünf Zehen am Vorderfuß und vier Zehen am Hinterfuß, 18 Zehen insgesamt. Eine Katze mit einer zusätzlichen Zehe an zwei oder mehr Pfoten wird auch als Schiffskatze bezeichnet. Zu den polydaktylen Katzenrassen zählen vor allem die Maine Coon, die eine spezielle Form präaxialer Polydaktylie ausbildet, den Hemingway-Mutanten, so genannt, weil Ernest Hemingway in seinem Haus in Key West, Florida, eine Population solcher Katzen besaß.

Und nach längerem Suchen haben wir tatsächlich welche gesehen und konnten sogar einige davon fotografieren. Zudem hatte ich noch nie gesehen, dass Orchideen an Baumstämmen wachsen – dieser Besuch im geschichtsträchtigen Hemingway House hat viele neue Infos und Erfahrungen mit sich gebracht – nicht nur über den Schriftsteller.

Direkt gegenüber vom Hemingway House liegt das Key West Lighthouse, das man besteigen kann. Es war gegen 12 Uhr mittags und wir hatten zum einen keine Lust, bei den Temperaturen Treppen zu steigen, zum anderen waren uns 10 $ auch einfach zu viel. Daher schnappten wir uns unsere Räder *autsch, heißer Sattel* und fuhren gen Süden. Genauer gesagt zu einem DER bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Key West, dem Southernmost Point. Für den ersten Eindruck war ich etwas enttäuscht. Ich hatte mir das Areal größer vorgestellt, aber was Kameraperspektiven so alles vorgaukeln können … ;o) Selbst um diese Uhrzeit war eine Menge los und die Schlange der anstehenden Touris, die ein Bild von sich an dieser Sehenswürdigkeit haben wollten, war sehr lange. Also fuhren wir weiter zurück in die Duval Street. Dort entdeckten wir einen besonders süßen Souvenierladen und kauften ein. Am wichtigsten war erst einmal ein gekühltes Wasser, dann kamen ein paar Klamotten für den Eigenbedarf. Danach fuhren wir wieder durch die Straßen von Key West (ziemlich ziellos, aber so darf das im Urlaub gerne sein) und landeten letztendlich wieder in der Duval Street (ihr seht schon, das ist der Dreh- und Angelpunkt :D ). Denn: Es ist kein Urlaub ohne Eis! Im „Flamingo Crossing Ice Cream“ gab es selbstgemachtes Eis, ich suchte mir Amaretto Chocolate und Mint Chocolate heraus. Glücklich Eis essend saßen wir dann vor der Eisdiele und beobachteten einfach nur das Treiben auf der Duval Street.

Nach einer weiteren Erkundung der Seitenstraßen per Fahrrad landeten wir wieder an unserem Motel in der Washington Street. Ziemlich platt von den Temperaturen verschlug es uns gegen 14:30 Uhr an den Pool. Dort ließ sich der Nachmittag im Schatten mit einem guten Buch bzw. ein bisschen dösen sehr gut verbringen. Bei den Aussichten hätte ich auch den restlichen Tag dort verbringen können. <3

Da man ja irgendwann doch wieder Hunger hat, machten wir uns zum Abendessen fertig und schwangen uns erneut auf unsere Bikes. Es ging Richtung Mallory Square und dort aßen wir nun endlich beim Kubaner „El Meson De Pepe’s Restaurant & Bar“, nachdem es am Vorabend nicht geklappt hatte. Ich hatte zuvor noch nie kubanisch gegessen, es war unerwartet sehr lecker! Während wir dort saßen, hörte man Livemusik aus der Nähe und auch die Hähne machten sich wieder bemerkbar. Erschrocken sind wir, als die Hähne aus den Bäumen rausgeflogen kamen – mir war bis dahin nicht klar, dass Hähne sich in Bäume zurückziehen bzw. wirklich fliegen können … #againwhatlearned  ;o)

Nach dem Essen machten wir uns schnell auf zum Mallory Square, um dem Sonnenuntergang beizuwohnen, aber da waren wir zu spät dran. Pech gehabt! Wir schauten dafür noch den Gauklern und Musikern zu und liefen vom Square bis zum Sunset Pier, wo es ebenfalls Livemusik gab. Wir hatten zwar den Sonnenuntergang verpasst, dafür konnten wir trotzdem noch superschöne Fotos knipsen vom rosafarbenen Abendhimmel.

Wieder in der Duval Street machten wir uns auf den Weg zu Sloppy Joe’s. Denn man war nicht in Key West, wenn man nicht in dieser Bar war, wurde uns gesagt. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir einen Laden, der „It’s Sugar!“ hieß und dort gab es so abgefahrene Sachen … lustige T-Shirts, die „Bonbons aus Harry Potter“, die nach Ohrenschmalz usw. schmecken … einfach irgendwie abgedreht. Wenig später ging es dann zu Sloppy Joe’s (Hemingway war dort Stammgast und der Besitzer von Sloppy Joe’s ein sehr guter Freund von ihm – allerdings war diese Bar damals noch nicht in der Duval Street, sondern in der Green Street) und wir bekamen problemlos noch einen Platz. Sloppy Joe’s kann man nicht wirklich beschreiben, man muss es selbst gesehen haben. Dort wird Livemusik gespielt, allerdings läuft auch zeitweise Musik vom DJ (richtige „Oldschool“ Musik sowie aktuellere Charts), von der Decke hängen Nationalflaggen sämtlicher Länder. Teilweise erinnert diese Bar auch an den Film „Coyote Ugly“ und es ist einfach nur laut, wenn ihr wisst, was ich meine. Wir tranken einen Sloppy Mojito bzw. zwei – die Bedienung brachte uns auf Kosten des spendierfreudigen Nachbartisches eine zweite Runde, ohne dass wir das wollten, aber gut. Ab und zu hörte man laut Glocken läuten (die Bedienung erklärte uns auf Nachfrage, dass dann die Glocke geläutet wird, wenn man gutes Trinkgeld erhalten hat). Und: wir sahen dort in Endlosschleife auf einem Monitor an der Bühne den Sonnenuntergang, den wir zuvor verpasst hatten. Check! :D

Nach Sloppy Joe’s, einem kleinen Tinitus, erneut leicht angetrunken (zumindest ich für meinen Teil, der 2. Mojito war zu viel) und Erinnerungsfotos von uns Mädels vor der Bar, machten wir uns auf den Weg zurück zu unseren Fahrrädern. Wohin nachts gegen 22:45 Uhr? Genau –> zum Southernmost Point, denn dort kann ja nicht viel los sein um die Uhrzeit. ;o)  Wir kamen nach einer lustigen Fahrt (von der es ein Video gibt, das ich euch hier jetzt aber nicht zeigen werde  ;D ) also dort an und es war tatsächlich kaum was los. Wir machten auch dort mit dem Selfie Stick von Kati Fotos von uns dreien und dann … ging es zurück zum Motel – mit einem Masterplan im Hinterkopf, der jetzt nicht verraten wird. :D

Gegen 23:30 Uhr rief unser Bett und damit ging ein toller und ereignisreicher Tag in Key West zu Ende. <3  Und: der „bike man“ konnte uns gar nix!!!  :D

Eure Karina