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Hallo meine Lieben,

nach einer kurzen Nacht mit sehr leichtem Schlaf standen wir bereits um kurz nach 6 Uhr auf. Denn wir hatten einen Masterplan, den es umzusetzen galt (ehrlicherweise muss man sagen, dass wir drei dann schon eher wenig Lust hatten und am liebsten doch weitergeschlafen hätten, aber da kommt dann mein Sturkopf durch, der sagt „los geht’s!“). Wir machten uns also fertig und schnappten uns gegen 6:30 Uhr unsere Fahrräder. Die Straßen waren noch wunderbar leer, es herrschten sehr angenehme Temperaturen und ich für meinen Teil genoss noch etwas die Stille.

Unsere Tour führte uns – aller guten Dinge sind schließlich drei – zum Southernmost Point. Um diese Uhrzeit war dort sehr wenig los. Abgesehen von drei Bikern mit Harley Davidson, die samt Bike vor der Sehenswürdigkeit posierten (ich hab ja mal kurz überlegt, ob ich frage, ob sie ein Bild von mir mit Harley machen würden :D), und einem anderen Mann mit Gartenzwerg war vorerst niemand zu sehen. Wir verhalfen also erst dem Hühnen mit Gartenzwerg zu seinen Fotos und unterhielten uns noch kurz mit ihm. Es ist schon interessant, dass eigentlich jeder Amerikaner entweder Bamberg, Nürnberg oder Würzburg kennt. Die Welt ist klein!
Und dann – man soll es nicht glauben – hatten wir alle Zeit der Welt, unsere Fotos zu machen. Auch ich bekam mein Hüpfbild, wie es ja so Standard bei mir ist. :D  Da es mit dem Foto nicht auf Anhieb geklappt hat und ich dann erst das Serienbild einstellen musste, hatte ich dann morgens auch gleich meine Sporteinheit absolviert.  ;o)  Dank Dani’s Apfeltelefon gibt es auch ein kleines Jump-Video, über das ich auch heute noch lachen muss.

Wenig später kamen noch andere Deutsche, die dann schöne Fotos von uns dreien auf einem Bild machten und auch mit ihnen unterhielten wir uns noch kurz, bevor wir natürlich auch Bilder von ihnen schossen. Noch einmal kurz am Southernmost Point umgesehen, schnappten wir wieder unsere Bikes und fuhren weiter.

Der Southernmost Point gilt als der südlichste Punkt der kontinentalen USA und liegt auf der letzten der Florida Keys, Key West. Er liegt am Rand der Stadt Key West im Stadtteil Upper Duval an der Ecke Whitehead Street und South Street. Zum Stadtzentrum sind es zu Fuß nur einige Minuten.
Tatsächlich ist der Southernmost Point aber nicht der südlichste Punkt von Key West. Dieser liegt auf der nebenan angesiedelten US Navy Basis. Der südlichste Punkt der kontinentalen USA liegt aber, da Key West eine Insel ist, etwa beim in den Everglades befindlichen Ort Flamingo.
(Quelle: Wikipedia)

Der Tag war noch sehr jung, auf den Straßen immer noch so gut wie nichts los, der Sonnenaufgang hatte während unserer Bilderaktion stattgefunden (nur wenige Meter weiter am South Beach) und so cruisten wir ein letztes Mal durch die Stadt. Wir fuhren die Duval Street hoch und runter, suchten nochmals nach dem Laden, an dem die Wände mit Dollar-Scheinen tapeziert waren und sahen uns auch nochmal die Seitenstraßen an.
Key West ist ein wunderschönes farbenfrohes Örtchen mit vielen pastellfarbenen Häusern und gepflegten Gärten. Die Häuser sind im Südstaaten-Stil gebaut und eines ist klar: ohne Klimaanlage geht dort nichts! Es ist ein wahrhaft schönes Fleckchen Erde und ich bin froh, dass wir trotzdem 2 Übernachtungen dort hatten.

Zurück am Motel zog es uns wieder auf die Dachterrasse, wo wir gegen 7:30 Uhr unser Frühstück genossen. Das bestand aus Äpfeln und Müsliriegeln. Dort beratschlagten wir auch, was wir an diesem Tag noch machen bzw. wo wir am Abend ankommen wollten. Danach ging es dann zum Koffer packen und verladen. Wir checkten aus und holten uns dann beim Goldenen M erst noch einmal einen Kaffee zum richtig wach werden. Um ca. 10 Uhr fuhren wir schließlich los Richtung Marathon. Die Keys sind einfach ein Traum mit den vielen kleinen Inseln, dem in verschiedenen Blautönen schillernden Wasser links und rechts und den kleinen Überraschungen, die der Weg parat hält. So sahen wir süße bunte Häuser von der US 1 aus und nach einem heftigen Nicken unsererseits Ergebnis von gleichzeitig Gas und Bremse drücken bogen wir kurzerhand dorthin ab und liefen ein paar Schritte zu Fuß. Sind sie nicht toll?

Wir kamen dann rechtzeitig in Marathon an, denn dort wollten wir um 12 Uhr eine Tour im Turtle Hospital mitmachen. Wir zahlten jede ihre 22 $, füllten einen Fragebogen aus, bekamen unser Armbändchen und ziemlich pünktlich ging dann die 1,5 Stunden Tour mit unserer Guide Miriam los. Nach einem Diavortrag über die verschiedenen Schildkrötenarten, Gefahren für die Schildkröten sowie der Geschichte des Turtle Hospital und der Arbeitsweise, durften wir auch einen kurzen Film anschauen. Es ist kurz gesagt so, dass das Turtle Hospital angerufen wird, wenn irgendwo eine verletzte Schildkröte gefunden wird, die holen dann das Tier (der Finder darf dann auch einen Namen für die Schildkröte aussuchen), versorgen es, pflegen es, päppeln es wieder auf und letztendlich wird es dann wieder genau dort, wo es gefunden wurde, in die Freiheit entlassen. Wir hatten bei dem Film natürlich Pippi in den Augen … und nein, ich schäme mich nicht dafür, denn es war einfach nur ergreifend! <3  Zufälligerweise sollte nur einen Tag später in Key West wieder eine Schildkröte in die Freiheit entlassen werden, da war unser Timing etwas schlecht, denn das hätten wir schon gerne auch mal live gesehen.

Genau davon habe ich ein Video auf YouTube gefunden – Jim wurde am 13.05.2017 in Key West wieder in die Freiheit entlassen:

Anschließend führte uns Miriam über das ganze Gelände, reichte uns kühle Drinks (die Sonne knallte runter und es hatte locker 33 Grad) und zeigte uns alle Schildkröten, die derzeit vor Ort waren und aufgepeppelt wurden. Den Schildkröten hätte ich stundenlang zusehen können. Es war eine sehr kurzweilige Tour mit vielen interessanten Infos – und ich bereute keine Sekunde, dass wir zu den Schildkröten statt zu den Delphinen gefahren sind. :o)

Unser nächster Weg führte uns wieder südwärts Richtung Key West, da wir uns den Bahia Honda State Park ansehen wollten. Wenig später waren wir angekommen, zahlten bei der Einfahrt unsere Gebühren und fuhren dann auf gut Glück erst einmal nach links. Es stellte sich als gute Entscheidung heraus, denn dort kamen wir an einen weißen Sandstrand. Neben den Parkplätzen gab es auch größere Picknickareale und Häuschen, wo man sich hinsetzen konnte. Das war einfach nur perfekt. Während ich lieber erst einmal im Schatten blieb, schauten sie Dani und Kati direkt am Strand um. Es war eine wirklich wunderschöne Landschaft, an der ich mich kaum satt sehen konnte. Dazu war es sehr sommerlich warm und die Sonne schien, wodurch das Meer noch schöner und in scheinbar noch tolleren Blautönen vor sich hin funkelte. <3

Wir wollten natürlich auch noch die andere Seite des Parks sehen und fuhren wenig später mit Oscar dorthin. An der „rechten Parkseite“ liefen wir einige Wege entlang, auch den Bridge Walk, und genossen auch dort die tollen Ausblicke, die sich uns boten. Von dort konnte man auch die US 1 und die alte Seven Mile Bridge sehen, über die wir an diesem Tag mehrfach fuhren. Es war immer wieder atemberaubend schön.

Bis wir dort wegfuhren war es späterer Nachmittag und daher fuhren wir dann direkt durch zu unserem Stop für diese Nacht nach Florida City. Ich kann nur immer wieder schwärmen von der US 1 in den Florida Keys – es ist so eine traumhafte Strecke, da man ständig von links und rechts vom Meer umgeben ist, das wunderschön aussieht. Es wirkt total unwirklich und als wenn man sich das alles nur einbildet – und doch ist es real. <3

Nachdem wir den Overseas Highway schweren Herzens hinter uns gelassen hatten und wir das FairwayInn in Florida City bezogen hatten, gab es noch ein relativ schnelles Abendessen im Pizza Hut (auf den hatten wir uns schon die ganze Zeit gefreut) mit einem kurzen Durchplanen der nächsten Tage und dann hieß es schon hallo Dusche, hallo Bett…

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Playlist Florida-Urlaub

Nachdem wir auf der Strecke Miami nach Key West und zurück eigentlich unsere längste Fahretappe hinter uns gebracht haben und es nicht wirklich viele gute Radiosender gibt (wir fanden auf den Keys 92.6 und 96.5 am besten), hatten wir in den wenigen Tagen gleich unsere Urlaubs-Playlist raus. Was nicht schwer ist, wenn jeder Song stündlich im Radio läuft.  ;o)  Sobald ich einen dieser Songs höre, bin ich gedanklich sofort wieder in Florida … <3

Luis Fonsi, Daddy Yankee ft. Justin Bieber – Despacito

The Chainsmokers ft. Chris Martin – Something Just Like This

Ed Sheeran – Shape Of You

Ed Sheeran – Castle On The Hill

Kygo & Selena Gomez – It Ain’t Me

Mike Perry ft. Shy Martin – The Ocean

<3 <3 <3

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Ich wünsche euch noch einen tollen Sonntag, lasst es euch gut gehen.

Eure Karina

 

 

Hallo meine Lieben,

vor ein paar Tagen erst habe ich euch erzählt, dass ich in Key West beim Kubaner zum Essen war. Ich hatte so meine Bedenken, ob es etwas für mich wäre, aber dort gab es sehr gutes Essen (die kubanische Küche ist eine Mischung aus Einflüssen der spanischen, afrikanischen und karibischen Küche). Wer also noch nie beim Kubaner war und die Möglichkeit hat, sollte es unbedingt einmal ausprobieren.

Wie das so ist, wenn man ausgeht, muss man eventuell auch einmal um die Ecke – und dort habe ich mal wieder ganz andere „Toilettenschilder“ entdeckt. Irgendwie musste ich spontan an Picasso denken. :D

Ich wünsche euch noch eine tolle Woche! Bald ist ja schon wieder Wochenende. :o)

Eure Karina

Hallo meine Lieben,

heute möchte ich euch vom einzigen ganzen Tag in Key West erzählen. Trotz einem feuchtfröhlichen Abschluss am Vortag waren wir schon wieder vor 7 Uhr fit. Dani wollte hoch auf die Dachterrasse gehen und ein bisschen Frühsport machen. Das ließen wir anderen uns nicht entgehen und sind auch mit hoch gewackelt. Was soll ich sagen – eine der besten Entscheidungen, wenn man dann den Sonnenaufgang (zumindest ein Stück davon) erleben und genießen kann!

Wir waren eine gute halbe Stunde oben und genossen die Ruhe sowie die angenehmen morgendlichen Temperaturen. Außerdem stellten wir fest, dass in Key West wohl der Hahn das Standarthaustier ist, so oft wie in der kurzen Zeit aus allen Richtungen ein lautes Krähen zu vernehmen war.
Wir machten uns fertig und statteten gegen 8 Uhr der Rezeption einen Besuch ab, weil wir Fahrräder leihen wollten. Diesen tollen Tipp, Key West mit dem Rad zu erkunden, hatte ich von der lieben Frau Heldin – und ich kann nur sagen: Herzlichen Dank, dieser Tipp war Gold wert!!! <3
Eigentlich kann man Fahrräder nur für ganze Tage ausleihen, aber der Angestellte war total lieb und meinte, dass wir die Fahrräder behalten dürfen, bis wir am nächsten Tag abreisen, diese 2-3 Stunden extra kriegen wir so. Yaaay!  :o)  Er machte uns auch darauf aufmerksam, dass wir immer schön die Fahrräder abschließen müssen, denn der „bike man“ geht um und wenn der irgendwo ein unangeschlossenes Rad findet, nimmt er es mit. Okay … ?!

Key West ist eine Stadt und der County Seat des Monroe County im US-Bundesstaat Florida mit 24.649 Einwohnern (Stand: 2010). Die Stadt Key West befindet sich am Westende der Florida Keys. Der englische Name leitet sich von der spanischen Bezeichnung „cayo“ für kleine flache Inseln im Golf von Mexiko ab.
Spitzname: The Conch Republic, Southernmost City In The Continental United States
(Quelle: Wikipedia)

Nach ganz kurzen Fahrradstartschwierigkeiten (für die eine war der Radsitz zu weit unten, für die andere zu hoch, allgemein waren das „ungewohnte“ Räder im Vergleich zu denen, die man daheim besitzt) landeten wir – natürlich – wieder in der Duval Street. Dort entdeckten wir ein sehr süßes Café, das im französischen Stil gehalten war. Dort im „Banana Cafe“ gab es dann auch auf der Dachterrasse Frühstück für uns – so ziemlich der einzige Frühstücksspot, der um die frühe Zeit schon geöffnet hatte. Für mich gab es eine leckere Fruit And Granola Bowl mit Cafe Latte und Orangensaft. <3  Bei diesem leckeren Frühstück hatte ich dann einen Geistesblitz … und *zack* hatte ich die PIN für meine „neue“ Kreditkarte! Wichtige Nummern habe ich unter Pseudonymen im Handy abgespeichert, das war mir völlig entfallen bzw. ich war der Meinung, dass ich diese Kontakte gelöscht habe, als ich vom alten aufs neue Handy umgestiegen bin, was ja nur wenige Tage vor Beginn des Urlaubs war. Ein glücklicher Zufall, dass ich doch noch einmal geschaut habe und sie (in weiser Voraussicht?) nicht gelöscht hatte.

Also ging es nach dem Frühstück erst einmal mit dem Rad in der Duval Street auf die Suche nach einem ATM, um Geld zu ziehen. Erster ATM – out of order. Also ging ich in die Bank rein und wollte trotzdem auf dem „Herr Jakobi Weg“ Geld bar auszahlen lassen. Die Bankangestellten wollten das aber scheinbar nicht (sehe ich so unseriös aus?) und verwiesen mich an andere ATMs in der Straße. Denn „if we give you cash there’s an extra fee“. Wenn ihr mein Extrageld nicht wollt, geh ich halt woanders hin! :D  Zweiter ATM – out of order. Ja sag mal, was war denn da los??? Dann fanden wir einen dritten ATM, der tatsächlich mal in Betrieb war – und die PIN war tatsächlich die Richtige! Jackpot!  :D

Weiter ging es in die Apotheke, wo wir etwas brauchten für „the opposite of diarrhea“ (irgendwie können wir schon beschreiben, was wir brauchen – auch, wenn wir das genaue Wort nicht kennen :D ) und dann konnte gegen 10 Uhr endlich unsere „richtige Cruising-Tour“ beginnen. Es war ein wunderschöner Tag in Key West, schon am Morgen bereits um die 30 Grad und da kam die Fahrtwindabkühlung gerade recht! Vor allem kommt man viel leichter überall hin als mit dem Auto, man findet auch immer einen Spot, wo man die Fahrräder anketten kann (selbst für 1-Minuten-Stops haben wir pflichtbewusst angekettet, denn wer hat Angst vorm „bike man“???) und allgemein ist Key West eine sehr fahrradfreundliche Stadt! <3  Hier habe ich zur Orientierung für euch eine Karte von Key West – ihr seht, es ist überschaubar und alles recht leicht zu erreichen:

Zuerst ging es wieder Richtung Mallory Square. Wir fanden das Restaurant, in dem wir am Vorabend eigentlich essen wollten und ketteten in der Nähe unsere Räder an. Wir sahen uns den Historic Memorial Sculpture Garden an (auch dort liefen Unmengen Hähne bzw. Hühner mit ihren kleinen Küken frei herum), flanierten über den Mallory Square, genossen die Ausblicke, das super Wetter und mussten natürlich auch wieder ein paar lustige Fotos machen, wenn schon solche Vorlagen geliefert werden:

Danach suchten wir nach dem Hemingway House, das wir uns ansehen wollten. Nach längerer Sucherei und mehreren Blicken auf die Straßenkarte haben wir es dann endlich gefunden. Wir hätten gedacht, dass es einfacher zu finden ist wegen Touristenmengen und so, aber da hatten wir uns (für die Uhrzeit) wohl getäuscht. Noch schnell die Räder angekettet und los ging’s. Wir zahlten jede brav unsere 14 $ Eintritt und verbrachten die folgenden Stunden im

Hemingway Home & Museum
Das Hemimgway Haus und Museum ist eine Attraktion von Key West und liegt in der Whitehead Street. Die Villa entstand 1851 und wurde 1831 zum neuen Wohnsitz der Hemingways. Dort lebte der Schriftsteller mehr als 10 Jahre mit seiner 2. Frau Pauline. Die Räume des Hauses sind mit Original-Möbeln und Antiquitäten eingerichtet.
Im Garten des Hauses leben jede Menge Katzen, die alle Nachfahren der Katze sein sollen, die einst Hemingway gehörte. Alle Tiere werden nach berühmten Personen benannt (z.B. Ava Gardner, Egdar Allen Poe …) und werden liebevoll versorgt und gepflegt. Die verstorbenen Katzen werden im Garten des Hauses begraben und es werden teilweise auch Grabplatten für diese Tiere angelegt.

Wir verbrachten dort eine sehr kurzweilige Zeit, machten eine Führung mit und streiften durch das wunderschön angelegte Anwesen mit vielen Sitzgelegenheiten. Dort ließ es sich aushalten.

Bekannt sind vor allem auch die „six toed cats“, also die Katzen mit sechs Zehen statt fünf an der vorderen Pfote. Hemingway hatte eine 6-zehige Katze namens „Snow White“, die aufgrund von Polydaktylie mehr Zehen als üblich hatte. Poly … was?! So habe ich auch erst geschaut, da ich den Begriff nicht kannte, hier die Erklärung:
Katzen haben normalerweise fünf Zehen am Vorderfuß und vier Zehen am Hinterfuß, 18 Zehen insgesamt. Eine Katze mit einer zusätzlichen Zehe an zwei oder mehr Pfoten wird auch als Schiffskatze bezeichnet. Zu den polydaktylen Katzenrassen zählen vor allem die Maine Coon, die eine spezielle Form präaxialer Polydaktylie ausbildet, den Hemingway-Mutanten, so genannt, weil Ernest Hemingway in seinem Haus in Key West, Florida, eine Population solcher Katzen besaß.

Und nach längerem Suchen haben wir tatsächlich welche gesehen und konnten sogar einige davon fotografieren. Zudem hatte ich noch nie gesehen, dass Orchideen an Baumstämmen wachsen – dieser Besuch im geschichtsträchtigen Hemingway House hat viele neue Infos und Erfahrungen mit sich gebracht – nicht nur über den Schriftsteller.

Direkt gegenüber vom Hemingway House liegt das Key West Lighthouse, das man besteigen kann. Es war gegen 12 Uhr mittags und wir hatten zum einen keine Lust, bei den Temperaturen Treppen zu steigen, zum anderen waren uns 10 $ auch einfach zu viel. Daher schnappten wir uns unsere Räder *autsch, heißer Sattel* und fuhren gen Süden. Genauer gesagt zu einem DER bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Key West, dem Southernmost Point. Für den ersten Eindruck war ich etwas enttäuscht. Ich hatte mir das Areal größer vorgestellt, aber was Kameraperspektiven so alles vorgaukeln können … ;o) Selbst um diese Uhrzeit war eine Menge los und die Schlange der anstehenden Touris, die ein Bild von sich an dieser Sehenswürdigkeit haben wollten, war sehr lange. Also fuhren wir weiter zurück in die Duval Street. Dort entdeckten wir einen besonders süßen Souvenierladen und kauften ein. Am wichtigsten war erst einmal ein gekühltes Wasser, dann kamen ein paar Klamotten für den Eigenbedarf. Danach fuhren wir wieder durch die Straßen von Key West (ziemlich ziellos, aber so darf das im Urlaub gerne sein) und landeten letztendlich wieder in der Duval Street (ihr seht schon, das ist der Dreh- und Angelpunkt :D ). Denn: Es ist kein Urlaub ohne Eis! Im „Flamingo Crossing Ice Cream“ gab es selbstgemachtes Eis, ich suchte mir Amaretto Chocolate und Mint Chocolate heraus. Glücklich Eis essend saßen wir dann vor der Eisdiele und beobachteten einfach nur das Treiben auf der Duval Street.

Nach einer weiteren Erkundung der Seitenstraßen per Fahrrad landeten wir wieder an unserem Motel in der Washington Street. Ziemlich platt von den Temperaturen verschlug es uns gegen 14:30 Uhr an den Pool. Dort ließ sich der Nachmittag im Schatten mit einem guten Buch bzw. ein bisschen dösen sehr gut verbringen. Bei den Aussichten hätte ich auch den restlichen Tag dort verbringen können. <3

Da man ja irgendwann doch wieder Hunger hat, machten wir uns zum Abendessen fertig und schwangen uns erneut auf unsere Bikes. Es ging Richtung Mallory Square und dort aßen wir nun endlich beim Kubaner „El Meson De Pepe’s Restaurant & Bar“, nachdem es am Vorabend nicht geklappt hatte. Ich hatte zuvor noch nie kubanisch gegessen, es war unerwartet sehr lecker! Während wir dort saßen, hörte man Livemusik aus der Nähe und auch die Hähne machten sich wieder bemerkbar. Erschrocken sind wir, als die Hähne aus den Bäumen rausgeflogen kamen – mir war bis dahin nicht klar, dass Hähne sich in Bäume zurückziehen bzw. wirklich fliegen können … #againwhatlearned  ;o)

Nach dem Essen machten wir uns schnell auf zum Mallory Square, um dem Sonnenuntergang beizuwohnen, aber da waren wir zu spät dran. Pech gehabt! Wir schauten dafür noch den Gauklern und Musikern zu und liefen vom Square bis zum Sunset Pier, wo es ebenfalls Livemusik gab. Wir hatten zwar den Sonnenuntergang verpasst, dafür konnten wir trotzdem noch superschöne Fotos knipsen vom rosafarbenen Abendhimmel.

Wieder in der Duval Street machten wir uns auf den Weg zu Sloppy Joe’s. Denn man war nicht in Key West, wenn man nicht in dieser Bar war, wurde uns gesagt. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir einen Laden, der „It’s Sugar!“ hieß und dort gab es so abgefahrene Sachen … lustige T-Shirts, die „Bonbons aus Harry Potter“, die nach Ohrenschmalz usw. schmecken … einfach irgendwie abgedreht. Wenig später ging es dann zu Sloppy Joe’s (Hemingway war dort Stammgast und der Besitzer von Sloppy Joe’s ein sehr guter Freund von ihm – allerdings war diese Bar damals noch nicht in der Duval Street, sondern in der Green Street) und wir bekamen problemlos noch einen Platz. Sloppy Joe’s kann man nicht wirklich beschreiben, man muss es selbst gesehen haben. Dort wird Livemusik gespielt, allerdings läuft auch zeitweise Musik vom DJ (richtige „Oldschool“ Musik sowie aktuellere Charts), von der Decke hängen Nationalflaggen sämtlicher Länder. Teilweise erinnert diese Bar auch an den Film „Coyote Ugly“ und es ist einfach nur laut, wenn ihr wisst, was ich meine. Wir tranken einen Sloppy Mojito bzw. zwei – die Bedienung brachte uns auf Kosten des spendierfreudigen Nachbartisches eine zweite Runde, ohne dass wir das wollten, aber gut. Ab und zu hörte man laut Glocken läuten (die Bedienung erklärte uns auf Nachfrage, dass dann die Glocke geläutet wird, wenn man gutes Trinkgeld erhalten hat). Und: wir sahen dort in Endlosschleife auf einem Monitor an der Bühne den Sonnenuntergang, den wir zuvor verpasst hatten. Check! :D

Nach Sloppy Joe’s, einem kleinen Tinitus, erneut leicht angetrunken (zumindest ich für meinen Teil, der 2. Mojito war zu viel) und Erinnerungsfotos von uns Mädels vor der Bar, machten wir uns auf den Weg zurück zu unseren Fahrrädern. Wohin nachts gegen 22:45 Uhr? Genau –> zum Southernmost Point, denn dort kann ja nicht viel los sein um die Uhrzeit. ;o)  Wir kamen nach einer lustigen Fahrt (von der es ein Video gibt, das ich euch hier jetzt aber nicht zeigen werde  ;D ) also dort an und es war tatsächlich kaum was los. Wir machten auch dort mit dem Selfie Stick von Kati Fotos von uns dreien und dann … ging es zurück zum Motel – mit einem Masterplan im Hinterkopf, der jetzt nicht verraten wird. :D

Gegen 23:30 Uhr rief unser Bett und damit ging ein toller und ereignisreicher Tag in Key West zu Ende. <3  Und: der „bike man“ konnte uns gar nix!!!  :D

Eure Karina