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Hallo meine Lieben,

nach einer kurzen Nacht mit sehr leichtem Schlaf standen wir bereits um kurz nach 6 Uhr auf. Denn wir hatten einen Masterplan, den es umzusetzen galt (ehrlicherweise muss man sagen, dass wir drei dann schon eher wenig Lust hatten und am liebsten doch weitergeschlafen hätten, aber da kommt dann mein Sturkopf durch, der sagt „los geht’s!“). Wir machten uns also fertig und schnappten uns gegen 6:30 Uhr unsere Fahrräder. Die Straßen waren noch wunderbar leer, es herrschten sehr angenehme Temperaturen und ich für meinen Teil genoss noch etwas die Stille.

Unsere Tour führte uns – aller guten Dinge sind schließlich drei – zum Southernmost Point. Um diese Uhrzeit war dort sehr wenig los. Abgesehen von drei Bikern mit Harley Davidson, die samt Bike vor der Sehenswürdigkeit posierten (ich hab ja mal kurz überlegt, ob ich frage, ob sie ein Bild von mir mit Harley machen würden :D), und einem anderen Mann mit Gartenzwerg war vorerst niemand zu sehen. Wir verhalfen also erst dem Hühnen mit Gartenzwerg zu seinen Fotos und unterhielten uns noch kurz mit ihm. Es ist schon interessant, dass eigentlich jeder Amerikaner entweder Bamberg, Nürnberg oder Würzburg kennt. Die Welt ist klein!
Und dann – man soll es nicht glauben – hatten wir alle Zeit der Welt, unsere Fotos zu machen. Auch ich bekam mein Hüpfbild, wie es ja so Standard bei mir ist. :D  Da es mit dem Foto nicht auf Anhieb geklappt hat und ich dann erst das Serienbild einstellen musste, hatte ich dann morgens auch gleich meine Sporteinheit absolviert.  ;o)  Dank Dani’s Apfeltelefon gibt es auch ein kleines Jump-Video, über das ich auch heute noch lachen muss.

Wenig später kamen noch andere Deutsche, die dann schöne Fotos von uns dreien auf einem Bild machten und auch mit ihnen unterhielten wir uns noch kurz, bevor wir natürlich auch Bilder von ihnen schossen. Noch einmal kurz am Southernmost Point umgesehen, schnappten wir wieder unsere Bikes und fuhren weiter.

Der Southernmost Point gilt als der südlichste Punkt der kontinentalen USA und liegt auf der letzten der Florida Keys, Key West. Er liegt am Rand der Stadt Key West im Stadtteil Upper Duval an der Ecke Whitehead Street und South Street. Zum Stadtzentrum sind es zu Fuß nur einige Minuten.
Tatsächlich ist der Southernmost Point aber nicht der südlichste Punkt von Key West. Dieser liegt auf der nebenan angesiedelten US Navy Basis. Der südlichste Punkt der kontinentalen USA liegt aber, da Key West eine Insel ist, etwa beim in den Everglades befindlichen Ort Flamingo.
(Quelle: Wikipedia)

Der Tag war noch sehr jung, auf den Straßen immer noch so gut wie nichts los, der Sonnenaufgang hatte während unserer Bilderaktion stattgefunden (nur wenige Meter weiter am South Beach) und so cruisten wir ein letztes Mal durch die Stadt. Wir fuhren die Duval Street hoch und runter, suchten nochmals nach dem Laden, an dem die Wände mit Dollar-Scheinen tapeziert waren und sahen uns auch nochmal die Seitenstraßen an.
Key West ist ein wunderschönes farbenfrohes Örtchen mit vielen pastellfarbenen Häusern und gepflegten Gärten. Die Häuser sind im Südstaaten-Stil gebaut und eines ist klar: ohne Klimaanlage geht dort nichts! Es ist ein wahrhaft schönes Fleckchen Erde und ich bin froh, dass wir trotzdem 2 Übernachtungen dort hatten.

Zurück am Motel zog es uns wieder auf die Dachterrasse, wo wir gegen 7:30 Uhr unser Frühstück genossen. Das bestand aus Äpfeln und Müsliriegeln. Dort beratschlagten wir auch, was wir an diesem Tag noch machen bzw. wo wir am Abend ankommen wollten. Danach ging es dann zum Koffer packen und verladen. Wir checkten aus und holten uns dann beim Goldenen M erst noch einmal einen Kaffee zum richtig wach werden. Um ca. 10 Uhr fuhren wir schließlich los Richtung Marathon. Die Keys sind einfach ein Traum mit den vielen kleinen Inseln, dem in verschiedenen Blautönen schillernden Wasser links und rechts und den kleinen Überraschungen, die der Weg parat hält. So sahen wir süße bunte Häuser von der US 1 aus und nach einem heftigen Nicken unsererseits Ergebnis von gleichzeitig Gas und Bremse drücken bogen wir kurzerhand dorthin ab und liefen ein paar Schritte zu Fuß. Sind sie nicht toll?

Wir kamen dann rechtzeitig in Marathon an, denn dort wollten wir um 12 Uhr eine Tour im Turtle Hospital mitmachen. Wir zahlten jede ihre 22 $, füllten einen Fragebogen aus, bekamen unser Armbändchen und ziemlich pünktlich ging dann die 1,5 Stunden Tour mit unserer Guide Miriam los. Nach einem Diavortrag über die verschiedenen Schildkrötenarten, Gefahren für die Schildkröten sowie der Geschichte des Turtle Hospital und der Arbeitsweise, durften wir auch einen kurzen Film anschauen. Es ist kurz gesagt so, dass das Turtle Hospital angerufen wird, wenn irgendwo eine verletzte Schildkröte gefunden wird, die holen dann das Tier (der Finder darf dann auch einen Namen für die Schildkröte aussuchen), versorgen es, pflegen es, päppeln es wieder auf und letztendlich wird es dann wieder genau dort, wo es gefunden wurde, in die Freiheit entlassen. Wir hatten bei dem Film natürlich Pippi in den Augen … und nein, ich schäme mich nicht dafür, denn es war einfach nur ergreifend! <3  Zufälligerweise sollte nur einen Tag später in Key West wieder eine Schildkröte in die Freiheit entlassen werden, da war unser Timing etwas schlecht, denn das hätten wir schon gerne auch mal live gesehen.

Genau davon habe ich ein Video auf YouTube gefunden – Jim wurde am 13.05.2017 in Key West wieder in die Freiheit entlassen:

Anschließend führte uns Miriam über das ganze Gelände, reichte uns kühle Drinks (die Sonne knallte runter und es hatte locker 33 Grad) und zeigte uns alle Schildkröten, die derzeit vor Ort waren und aufgepeppelt wurden. Den Schildkröten hätte ich stundenlang zusehen können. Es war eine sehr kurzweilige Tour mit vielen interessanten Infos – und ich bereute keine Sekunde, dass wir zu den Schildkröten statt zu den Delphinen gefahren sind. :o)

Unser nächster Weg führte uns wieder südwärts Richtung Key West, da wir uns den Bahia Honda State Park ansehen wollten. Wenig später waren wir angekommen, zahlten bei der Einfahrt unsere Gebühren und fuhren dann auf gut Glück erst einmal nach links. Es stellte sich als gute Entscheidung heraus, denn dort kamen wir an einen weißen Sandstrand. Neben den Parkplätzen gab es auch größere Picknickareale und Häuschen, wo man sich hinsetzen konnte. Das war einfach nur perfekt. Während ich lieber erst einmal im Schatten blieb, schauten sie Dani und Kati direkt am Strand um. Es war eine wirklich wunderschöne Landschaft, an der ich mich kaum satt sehen konnte. Dazu war es sehr sommerlich warm und die Sonne schien, wodurch das Meer noch schöner und in scheinbar noch tolleren Blautönen vor sich hin funkelte. <3

Wir wollten natürlich auch noch die andere Seite des Parks sehen und fuhren wenig später mit Oscar dorthin. An der „rechten Parkseite“ liefen wir einige Wege entlang, auch den Bridge Walk, und genossen auch dort die tollen Ausblicke, die sich uns boten. Von dort konnte man auch die US 1 und die alte Seven Mile Bridge sehen, über die wir an diesem Tag mehrfach fuhren. Es war immer wieder atemberaubend schön.

Bis wir dort wegfuhren war es späterer Nachmittag und daher fuhren wir dann direkt durch zu unserem Stop für diese Nacht nach Florida City. Ich kann nur immer wieder schwärmen von der US 1 in den Florida Keys – es ist so eine traumhafte Strecke, da man ständig von links und rechts vom Meer umgeben ist, das wunderschön aussieht. Es wirkt total unwirklich und als wenn man sich das alles nur einbildet – und doch ist es real. <3

Nachdem wir den Overseas Highway schweren Herzens hinter uns gelassen hatten und wir das FairwayInn in Florida City bezogen hatten, gab es noch ein relativ schnelles Abendessen im Pizza Hut (auf den hatten wir uns schon die ganze Zeit gefreut) mit einem kurzen Durchplanen der nächsten Tage und dann hieß es schon hallo Dusche, hallo Bett…

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Playlist Florida-Urlaub

Nachdem wir auf der Strecke Miami nach Key West und zurück eigentlich unsere längste Fahretappe hinter uns gebracht haben und es nicht wirklich viele gute Radiosender gibt (wir fanden auf den Keys 92.6 und 96.5 am besten), hatten wir in den wenigen Tagen gleich unsere Urlaubs-Playlist raus. Was nicht schwer ist, wenn jeder Song stündlich im Radio läuft.  ;o)  Sobald ich einen dieser Songs höre, bin ich gedanklich sofort wieder in Florida … <3

Luis Fonsi, Daddy Yankee ft. Justin Bieber – Despacito

The Chainsmokers ft. Chris Martin – Something Just Like This

Ed Sheeran – Shape Of You

Ed Sheeran – Castle On The Hill

Kygo & Selena Gomez – It Ain’t Me

Mike Perry ft. Shy Martin – The Ocean

<3 <3 <3

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Ich wünsche euch noch einen tollen Sonntag, lasst es euch gut gehen.

Eure Karina